Ab ins Bootcamp

Wie stärkt man Bauch-, Rücken und Rumpfmuskulatur? Mit funktionellem Training in der Gruppe im Freien, zum Beispiel mitten in der Stadt. Geräte braucht man im Bootcamp keine.

An 365 Tagen im Jahr treffen sich Sportbegeisterte in der ganzen Schweiz zum Functional Training im Freien: in Wäldern, auf Wiesen und sogar mitten in der Stadt. Auf Geräte wird verzichtet, trainiert wird primär mit dem Eigengewicht des Körpers. Die Teilnehmenden werden vom Trainer angefeuert und motiviert,  ihre physischen Grenzen zu erkunden. Dabei beobachtet er die Übungen mit geübtem Blick und korrigiert, wo nötig.

Bootcamper.ch ist einer der führenden Anbieter, die personalisierte und geführte Trainings anbieten. Inzwischen finden sich von Basel bis Interlaken, von Biel bis Zürich Angebote, die ganz einfach über die Website gebucht werden können. 

Bewegungen ganzheitlich trainieren

Die stündigen Lektionen sind hart, aber nicht auf Drill aufgebaut, wie schon der Name vermuten lässt. Der von den Ausbildungslagern der US-Armee entliehene Begriff Bootcamp ist bloss Marketing. Beim Functional Training wird Wert auf eine saubere Bewegungsausführung gelegt. Der Körper bewegt sich frei im Raum und der Kreislauf wird aktiviert.

Das Training hat seinen Ursprung in der Physiotherapie. Doch seit Mitte der 90er-Jahre haben die ganzheitlich funktionellen Ansätze unter der Bezeichnung Core Training Einzug in den Spitzensport gehalten. Unter dem «Kern» versteht man die stabilisierenden Rumpfmuskeln, bestehend aus der geraden und der seitlichen Bauchmuskulatur sowie Zwerchfell, Beckenboden- und tiefer Rückenmuskulatur.

Um Kraft in die Extremitäten zu bringen, braucht es eine robuste Rumpfmuskulatur. Doch gerade diese neigt dazu, durch das viele Sitzen in den Büros zu verkümmern. Beim funktionellen Training werden nicht einzelne Muskeln trainiert, sondern die gesamte Bewegung. Das ist der wesentliche Unterschied zum klassischen Krafttraining.

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Komplementäres Aufbautraining

Beim Functional Training steht die Stabilität im Vordergrund, nicht der Masseaufbau. Deshalb werden bei Übungen möglichst viele Muskeln berücksichtigt. Untersuchungen haben gezeigt, dass im Vergleich zum traditionellen Krafttraining die Muskelkraft um 58 Prozent zunimmt und das Gleichgewicht  um fast das Doppelte.

Das Functional Training ist komplementär und ersetzt das Krafttraining nicht. Von Beginn an ist klar, dass die ausgewählten Übungen Gleichgewichtssinn, Kraft und Rumpfstabilität erfordern und fördern. Was will man mehr?

Publiziert am 02.02.2017,

von Marc Bodmer


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