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Gesünder leben?

«Dein grösster Gegner beim Golfen bist du selbst»

Laien, die sich mit Golfern unterhalten, verstehen nur Bahnhof. Alles halb so wild, sagt Golfprofi Frankie Burke vom Golfpark Holzhäusern. Wer Spass daran habe, lerne schnell. Worauf es ankommt.

Putt, Birdie, Chip in, Tee-time … Wie lange dauert es, bis ein Novize die Golfsprache beherrscht?

Die Begriffe lernt man recht schnell und in der Praxis kommen sie irgendwann automatisch. Die Golfsprache ist englisch.

Was ist die grosse Herausforderung beim Golfen?

Es ist ein Spiel, das grösstenteils im Kopf stattfindet. Wichtig sind die körperliche und mentale Verfassung. Dein grösster Gegner bist du selbst.

Gibt es Eigenschaften, die das Golfen begünstigen?

Ausgeglichenheit und Ruhe sind mit Sicherheit gute Voraussetzungen.

Was sind die körperlichen Voraussetzungen?

Technik und Koordination sind wichtig. Ein gewisses Ballgefühl ebenso. Es ist sicherlich von Vorteil, wenn man schon mal eine vergleichbare Ballsportart wie Tennis oder Hockey gespielt hat. Golf ist wie Geige spielen – man kann es auf verschiedenen Levels spielen. (Lesen Sie unten weiter...)

Sie sind seit 1996 professioneller Golfspieler. Was hat sich seither geändert?

Ich habe das Golfspielen in meiner Heimat Schottland als Kind gelernt. Durch Leidenschaft, Motivation und natürlich auch Talent konnte man schon etwas erreichen. Wenn man heute auf hohem Niveau spielen will, muss die Fitness und Ernährung stimmen. Mental Coaches sind mittlerweile unverzichtbar. Golf ist heute zum Breitensport geworden, was vor 25 Jahren noch undenkbar war.

Wie sieht es mit Dresscode und Golf-Etikette aus?

Eine Regel gibt es: No Jeans! Ansonsten reichen ein schönes Polohemd, Golfschuhe und eine bequeme Hose. Die Etikette ist gesunder Menschenverstand: Also Spielregeln einhalten und sich anständig verhalten.

Warum gibt es so viele Schläger beim Golf? Reicht einer nicht?

Der Schwung bleibt immer der gleiche. Der Schläger macht den Unterschied in der Weite aus. Pro Schläger kommen rund 15 Meter Distanz dazu. Je länger der Schläger desto steiler der Winkel des Schlägerkopfs, desto weiter fliegt der Ball. Man darf maximal 14 Schläger im Bag haben.

Muss ein Anfänger gleich die ganze Ausrüstung kaufen?

Für Anfängerinnen reichen zwei Schläger, nämlich der kürzeste Schläger namens «Wedge» und ein Eisen. Das Kostenspektrum reicht von 200 Franken bis zu hohen Summen. Variante: Man geht in einen Laden und sagt, ich habe ein Budget von 400 Franken. Ich brauche Schläger und Schuhe. Die Ausrüstung kann übrigens auf einigen Golfplätzen auch gemietet werden.

Worauf ist dabei zu achten?

Man sollte nicht unbedingt einen günstig «geerbten» Schläger verwenden. Denn was für die Tante gut war, muss noch lange nicht für einen selbst das Passende sein. Die Griffe, Länge und Gewicht sind sehr wichtig und sollten am besten individuell angepasst werden.  (Lesen Sie unten weiter...)

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Was empfehlen Sie Golfneulingen?

Zuerst ausprobieren und schauen, ob es Spass macht. Es ist ein Spiel, das Freude bereiten sollte. Erst danach Equipment kaufen.

Gibt es grosse Unterschiede zwischen den verschiedenen Golfplätzen?

Ja, es ist vergleichbar mit Tennis: Rasen- oder Sandplatz? Schnell oder langsam? Dazu kommt die Topografie – hügelig oder nicht, windig, wie ist das Gras geschnitten. Jeder Platz ist anders.

Ihre Tipps für erfolgreiches Golfen?

  1. Der Griff ist die halbe Miete. Der muss stimmen und in Länge und Gewicht auf die Spielerin angepasst sein.
  2. Gute Ansprechposition – darunter verstehen Golfer die richtige Grundstellung, das Herantreten an den Ball, bevor der Ball geschlagen wird. Je nach Schläger, den man verwendet, ändert sich auch die Ansprechposition.
  3. Grundschwungtechnik – es geht darum, während des Schwunges das Gewicht zu verlagern, damit man den Ball nicht am tiefsten Punkt des Durchschwungs trifft, sondern kurz vorher. Dadurch ändert sich die Ansprechposition.
  4. Nicht zu schnell anfangen und sich in einer Geschwindigkeit bewegen, die man beherrscht. Motto: Nicht der Körper sollte schwingen, sondern der Schläger …

von Silvia Schütz,

publiziert am 29.07.2019


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