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Gesünder leben?

Worauf beim Stand-up-Paddling achten?

Der Trend, auf dem Brett stehend übers Wasser zu gleiten, hält schon längere Zeit an. Wo sollten Anfänger üben? Was gilt es bei der Brettwahl zu beachten? Ein Überblick.

Als die ersten Stand-up-Paddler über die Seen glitten, stieg bei zufälligen Zuschauern wohl häufig die Assoziation zu den polynesischen Fischern auf. Diese Zeiten sind vorbei. Wer möchte, mietet sich ein Stand-up-Paddle (SUP) und macht die ersten Ruderbewegungen auf dem Wasser.

Erlaubt ist das Rudern auf dem Brett auf allen öffentlichen Gewässern, untersagt auf Privatgewässern. Bei Letzteren handelt es sich ohnehin um zumeist sehr kleine Seen, die sich nur begrenzt für den Wassersport mit breitem SUP-Brett und -Paddel eignen. Denn etwas Platz erfordert es schon.

Welches Gewässer wählen?

Obwohl das Paddling auch auf Flüssen erlaubt ist, empfiehlt sich für Anfänger oder eher unerfahrene Stehpaddler die Wahl eines Sees. Bei üblichen Wetterbedingungen herrscht dort nicht zu viel Unruhe. Ratsam ist es, Orte mit möglichst wenigen anderen Wassernutzern zu suchen – nach Möglichkeit mit einem Verleih oder gar einer Schule für Anfängerkurse in nächster Nähe.

Was die Flüsse betrifft, sollten diese von Stand-up-Paddling-Beginnern nur mit kundiger, möglichst professioneller Begleitung in Angriff genommen werden. Reissende Fliessgewässer in den Alpen und Voralpen entfallen oftmals schon von vorne herein, was die Auswahl stark einschränkt. (Lesen Sie unten weiter...)

Tipps für den Start

Am besten besuchen Sie einen Kurs. Falls Sie direkt aufs Wasser wollen, ersetzen die nachfolgenden Tipps zwar nicht die Beratung oder Begleitung, erleichtern aber etwas die ersten Versuche.

  • Lassen Sie sich speziell ausserhalb von Kursen bei der Wahl des Mietboards beraten. Je nach Grösse, Gewicht und Beweglichkeit benötigt man ganz unterschiedliche Boards.
  • Möglichst anfangs nie mit Windunterstützung rauspaddeln, schon gar nicht auf dem Board liegend! Man riskiert, wegen Wind, Unerfahrenheit und untrainierten Muskeln mitten auf dem See um Hilfe rufen zu müssen. Besser ist es, zuerst gegen den Wind hinauszupaddeln und auf dem Rückweg schneller wieder an Land zu kommen.
  • Probieren Sie vorab bei eher windarmen Verhältnissen und wenig störenden Booten oder Schwimmern verschiedene Positionen auf dem Brett aus. Einige Wasserlandungen gehören einfach dazu. Bleiben Sie also nicht auf Sicherheit bedacht verkrampft stehen. Sie lernen so kaum etwas. Dieser Sport erfordert Beweglichkeit. Auch auf dem Velo kippen Sie schliesslich bei unter 6 oder 5 km/h einfach um ...

Vier Seen für Standup-Paddler

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Ägerisee

Der See im Osten von Zug eignet sich dank nicht zu häufigem Kursverkehr, einer begrenten Anzahl Sportboote und einiger idealer Stellen zum Wassern sehr gut für SUP-Anfänger. An der Alten Landstrasse A3 in Oberägeri, praktisch direkt am See, gibt es einen auf Holz-Paddle-Boards (Hardboards) oder beweglichere Alternativen (inflatable SUP-Boards/iSUP) zum Testen, Mieten oder Kaufen im spezialisierten SUP-Piraten-Shop.

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Zürichsee

Weit länger und grösser ist der Zürichsee.  Allerdings wartet er auch mit viel mehr Störpotenzial durch andere Seenutzer auf. Ideal sind hier mehrere Kursangebote, weil so einerseits für die ersten Male die Sicherheitsfrage vom Anbieter mit einbezogen wird und andererseits für spätere individuelle Aktivitäten Regeln und Verhaltensweisen aufgezeigt werden. 
Die Ceccotorenas Wakeboardschule in Stäfa (Bahnhofstr. 2, ceccotorenas@indiana.ch) bietet auf Voranmeldung Einzelkurse an und stellt das Material. Im Seebad beim Hafen Enge (Mythenquai 9, 044 201 38 89 / seebad@indiana.ch) gibts daneben an vier Wochentagen auch Gruppenkurse.

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Murtensee

Dank der geringeren Fläche und des benachbarten Neuenburger- und Bielersees lohnt sich in der Drei-Seen-Region primär ein Start auf dem Murtensee. Von Nant beim Vully-Hügel erleichtern Kurse der Seeland-Stand-Up-Schule den Einstieg, Miet- und Testgelegenheiten für den Paddle-Untersatz inklusive (Kontakt: info@seelandstandup.ch).

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Lago Maggiore

Wer den grossen See schätzt und sich vorab über die für Anfänger sinnvollen SUP-Bereiche informiert, startet sein Stehpaddel-Abenteuer am Langensee. Dort gibt es eine grosse Wassersportszene mit verschiedenen Sportarten. Das Zentrum ist Tenero östlich von Locarno. Für ein breites Materialangebot sowie Kontakte zu Kursanbietern sorgt Watersports Tenero.

von Reto Meisser


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