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Gesünder leben?

Welcher Schuh ist der richtige?

Den perfekten Laufschuh gibt es nicht. Aber es gibt für jeden Fuss einen passenden. Welcher ist es?

Schuhtypologie

Man unterscheidet sechs Typen von Laufschuhen:

Stabilitätsschuhe: Optimale Kombination aus Dämpfen, Stützen, Führen
Neutralschuhe: Perfekte Dämpfung mit dynamischer Stabilität
Wettkampfschuhe: Für schnelle Trainings und Wettkämpfe
Walkingschuhe: Besseres Profil, gezielte Dämpfung, angepasste Stützwirkung in jeder Schrittphase
Trailrunnningschuhe: Griffiges Profil, dezente Dämpfung, hohe Flexibilität für Trittsicherheit
Fusstrainingsschuhe: Ohne Stütz- und Dämpfungselemente für Alltag und kurze Trainingseinheiten

Welches der passende Laufschuh ist, das entscheiden unter anderem Fussform, Körpergewicht, Laufstil und der Einsatzzweck. Folgende Kriterien sollten Sie beim Kauf beachten:

1. Fussform und Laufstil

Eine Fussanalyse zeigt auf, welchen Fusstyp (Normalfuss, Plattfuss, Senkfuss, Knickfuss oder Spreizfuss) Sie haben. Zusammen mit einer Laufanalyse lässt sich vor allem auch feststellen, wie Sie den Fuss beim Laufen aufsetzen. Es macht einen grossen Unterschied, ob Sie den Boden zuerst mit der Ferse oder dem Vorfuss berühren. Bei der Analyse wird man auch sehen, wie Sie abrollen und abstossen.

Ebenfalls feststellen lässt sich dabei, ob Ihr Fuss nach dem Aufsetzen nach aussen (Supination) oder innen (Überpronation) abknickt. Mithilfe der Analyse kann der richtige Laufschuh ausgewählt werden, der Ihre Fussstellung unterstützt.

2. Verwendungszweck

Soll der Schuh im Training getragen werden oder im Wettkampf? Laufen Sie vornehmlich auf Asphalt oder im Gelände? Je nach Einsatzbereich werden Sie einen anderen Schuh brauchen. Wer zum Beispiel viel im Gelände unterwegs ist, wird einen robusteren Schuh brauchen als Läufer, die auf Asphalt laufen. Wer lange Läufe macht, wird einen anderen Schuh brauchen als jemand, der eher sprintet.

3. Mehr als 1 Paar für Vielläufer

Wenn Sie häufig laufen, sollten Sie mindestens zwei Paar Laufschuhe haben. Dann haben Sie immer eines einsatzbereit. Zudem wird der Bewegungsapparat immer ein wenig anders belastet, wenn Sie nicht immer mit den gleichen Schuhen unterwegs sind.

4. Ihr Körpergewicht

Je schwerer Sie sind, desto intensiver wird die Dämpfung und das Stützsystem eines Schuhs beansprucht.

5. Alte Schuhe mitbringen

Nehmen Sie alte Laufschuhe mit, falls Sie solche haben. Die Abnützung der Sohle gibt dem Verkaufspersonal wichtige Hinweise über den Laufstil.

6. Mit Laufsocken probieren

Bringen Sie zum Kauf Ihre Laufsocken mit. So werden Sie besser herausfinden, ob der Schuh beim Training gut passen wird.

7. Vielleicht eine Nummer grösser?

Kaufen Sie die Schuhe gross genug. Als Faustregel gilt: Eine Daumenbreite Platz sollte zwischen der längsten Zehe und der Spitze des Schuhs sein – auch im Stehen. Es empfiehlt sich, die Schuhe am späteren Nachmittag oder frühen Abend zu kaufen. Unsere Füsse werden im Laufe des Tages grösser. Der Laufschuh muss im Vorfussbereich an die Fussweite angepasst sein. Ist der Schuh weit, werden Sie darin schwimmen, ist er zu schmal, wird es Druckstellen geben.

8. Extramodelle für Frauen

Von beinahe jedem Laufschuh gibt es Modelle extra für Frauen, die der Anatomie des weiblichen Fusses angepasst sind. Frauen sollten sich vor allem diese Modelle anschauen.

9. Lassen Sie sich Zeit

Lassen Sie sich beim Schuhkauf Zeit. Vielleicht werden Sie 10 unterschiedliche Modelle testen, bis Sie feststellen, was Ihnen zusagt.

10. Lassen Sie sich beraten

Am besten kaufen Sie Laufschuhe in einem Geschäft, wo Sie von geschultem Personal beraten werden. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Sie den passenden Schuh finden.

11. Ihr Gefühl entscheidet

Die letzte Entscheidung, welcher Laufschuh der richtige ist, liegt aber bei Ihnen selbst. Nur Sie spüren, ob der Halt im Fersen- und Ristbereich optimal ist und Sie genügend Zehenfreiheit haben.

12. Mal wieder was Neues

Was viele Hobby-Läufer gerne vergessen: Auch Laufschuhe leben nicht ewig. Sie halten in der Regel zwischen 600 und 1000 Laufkilometer. Dann ist die Dämpfung und das Stützsystem unter Umständen nicht mehr optimal. Sie sollten wissen, dass Laufschuhe Kräfte bis zum Fünffachen Ihres Körpergewichtes aushalten müssen.


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