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Gesünder leben?

Trekking mit Kuh, Geiss oder Lama – tierische Ausflugstipps

Kuhtrekking, Geissen als Wanderguides und unterwegs sein mit Lamas und Kamelen? Oder lieber wandern mit dem Adler? Alles möglich. Unsere Tipps.

Kuhtrekking am Rhein in Hemishofen

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Hier liegt das Glück der Erde auf dem Rücken der Kuh: Balou, Milena, Bavaria, Stella, Kleopatra und vier weitere Kühe tragen «Cowboys» und «Cowwomen» im Sattel durch Felder und Wälder zum Rhein. Dort schlürfen die Tiere gemütlich Wasser, bevor sie die 1,5- oder 4-stündige Tour unter die Hufe nehmen. Der Weg beginnt im Bolderhof im idyllischen Hemishofen SH. Ausser den neun Kühen bevölkern ihn ausserdem noch 150 Wasserbüffel, 200 Zweinutzungs-Legehennen, Hund Senta und einige Katzen. Was zeichnet eine Trekkingkuh aus? «Ruhig im Charakter, Hörner nach vorne gebogen, breiter Körperbau, nicht knochig, nicht spitz im Rist, keine Stresserlebnisse in der Vergangenheit», sagt Hofinhaber Heinz Morgenegg. Bevor er jeweils mit den Gästen losreitet, lernen sich Kühe und Mensch kennen. Für alle, die lieber auf der Bank als im Sattel sitzen, gibt's als Alternative eine Wagenausfahrt – natürlich von Kühen gezogen.

Mehr Informationen:
bolderhof.ch/erleben/kuhtrekking
bolderhof.ch/erleben/kuhwagenfahrten

Geissen als Wanderführer in Bergün

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Acht Geissen weisen abwechselnd oder zusammen gemütlichen Wanderern, Gruppen und Familien mit Kindern den Weg durch Felder und Wiesen rund um Bergün. Halten sich die Menschen nicht an die Route oder laufen sie zu schnell, wird laut gemeckert! Laurin, Tobi, Tulpe und ihre Kolleginnen haben ihren eigenen Kopf, wenn es darum geht, wohin sie ihre Gäste führen. Menschliches Bocken bringt da nichts. Wer hats erfunden? Die Geissen selber. Auf die Wanderziegen-Idee kam Biobauer Urs Heinrich, weil ein Kitzlein vor Jahren öfters aus dem Gehege sprang, um freiwillig und vergnügt mit Wanderern mitzulaufen. Was für das Jungtier gilt, trifft auf alle zu. «Die Bewegung zusammen mit Menschen macht den Ziegen richtig Spass», sagt er. Die Ziegen begleiten höchstens eine Wanderung pro Tag, die oft beim beliebten Kurhaus Bergün beginnt.

Mehr Informationen: Die Website wird überarbeitet. Anmeldung über Mobile: +41 79 458 83 03 oder info@hof-plaschair.ch

(Fortsetzung weiter unten…)

Wenn der Steinadler in Malbun vorbeirauscht

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Sie spannt ihre Flügel und segelt mit 200 km/h durch die Lüfte oberhalb von Malbun auf 2000 Metern. Taiga ist der Name des Steinadlerweibchens, das Wanderer begleitet und mit Flugeinlagen zum Staunen bringt. Sie hat neun Zentimeter lange Krallen, ist über 30 Jahre alt und rund sieben Kilo schwer. «Ich habe die Adlerdame Taiga mit acht Jahren als Wildfang erhalten und seither lebt sie bei mir. Adler sind nach fünf Jahren geschlechtsreif und suchen sich dann einen Partner, mit dem sie ihr Leben monogam verbringen. Taiga hat sich für mich entschieden. Dennoch weiss ich nie, ob sie bei mir bleiben wird», sagt Falkner Norman Vögeli. Wie Falken sitzt das Adlerweibchen auf dem Arm ihres «Gatten» und zeigt während der Wanderung immer wieder ihre Flugkünste. Insgesamt hat Vögeli 16 Greifvögel im Einsatz, Taiga schwingt sich seit 21 Jahren durch die Lüfte Malbuns in Liechtenstein.

Mehr Informationen: 
galina.li

Auf dem Kamel durch Mostindien

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Ulli Runge und Karin Stiffler bescheren betagten Kamelen, die aus dem Zirkus oder sonstwo ausgemustert wurden, einen schönen, artgerechten Lebensabend auf der Weide. Gegen Voranmeldung bietet der Erlebnishof in Neukirch an der Thur ein- oder mehrstündige Kamelritte auf anderen, jüngeren Kamelen an. «Die Seniorenkamele dürfen ihren Ruhestand in der Herdengemeinschaft ungestört geniessen», sagt Karin Stiffler. Auf Trekkings können die Gäste mit den Wüstenschiffen als Karawane durch Mostindien ziehen und sich dabei ein wenig wie Karl Mays Kara Ben Nemsi fühlen. Zurzeit zählt die Herde 8 Trampeltiere, 5 Dromedare und 2 Tulus – eine Mischung beider Rassen.

Mehr Informationen: 
kamelhof.ch

(Fortsetzung weiter unten…)

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Mit dem Lama auf Hüttentour im Wallis

Lamatrekking im Wallis
Lamatrekking im Wallis

Ungewohnter Besuch in der SAC-Täschhütte, die sich auf 2701 Metern befindet – mit Blick auf einige der 4000 Meter hohen Schweizer Berge. Beladen mit Taschen und Säcken schreitet gemütlich eine Gruppe Lamas zur Wiese vor der Hütte. Jedes einzelne wird an einer Leine von einem Kind oder einem Erwachsenen geführt. Die berggängigen Paarhufer gehören Dominique Gruber aus Grächen, die neben Lagern auch zwei- und mehrtägige Touren mit Lamas anbietet. Etwa von Täsch in die Täschhütte für Znacht und Übernachtung und am Morgen von dort auf dem Europaweg weiter nach Zermatt. Vor dem Trekking erhalten die Gäste Informationen zu den Tieren, danach streicheln und bürsten sie ihre Gepäckträger. So lernen sich Mensch und Tier kennen. Jede und jeder belädt «seinen» tierischen Weggefährten mit dem Gepäck und sorgt während der Wanderung für das Tier.

Mehr Informationen: 
lama-adventure.ch

von Silvia Schütz,

veröffentlicht am 03.08.2020


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