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Gesünder leben?

Winterwandern zwischen zwei Welten

Franz, ursprünglich aus dem Kanton Schwyz, nahe am Zürichsee aufgewachsen, empfiehlt Ricken als den richtigen Ort für eine Winterwanderung.

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Ricken, ein kleines Dorf auf dem gleichnamigen Pass im Kanton St. Gallen, liegt zwischen dem Zürichsee und dem Toggenburg, auf 800 Metern Höhe. Ein Teil gehört zu Gommiswald am oberen Zürichsee, die andere Hälfte des Dorfes inklusive Kirche zu Wattwil im Toggenburg. Im Dorf Ricken  bezeichnet man sich deshalb entlang dieser Grenze gegenseitig als «die auf der anderen Seite des Ricken».

Zu Fuss rauf, mit dem Schlitten runter

«Es hat zwei Winterwanderwege im Dorf und einen hinauf zur Alp Egg. Von dort bin ich früher oft hinuntergeschlittelt – schnell und abwechslungsreich», sagt der 58-jährige Franz. Bubencharme erobert sein Gesicht. Die ängstlichen Mädchen seien jeweils schnell zurückgefallen. Eine Narbe am Knie zeugt indes davon, dass er die Mädchen wohl hinter sich liess, nicht aber alle Bäume.

Vier Kilometer und 400 Höhenmeter

Der Weg zum Gasthaus auf der Alp Egg, das auf rund 1200 Metern über Meer liegt, überwindet 400 Höhenmeter. Spaziergänger können es nur zu Fuss auf dem Winterwanderweg erreichen, der am Rande des Schlittelwegs vier Kilometer in die Höhe führt. Unter der Woche ist es bis 22.30 Uhr offen, am Wochenende bis 23.30 Uhr. Der Grund: Nacht- und Vollmondschlitteln sind in der Region beliebt, der neue Wirt, im Dorf als innovativ gelobt, hat bei Schnee jeweils alle Hände voll zu tun, bis der letzte Schlittler den Heimweg angetreten hat.

Ricken: Plan mit Wander- und Schlittelwegen (und den Loipen)

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von Silvia Schütz,

publiziert am 11.06.2018


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