Schlendern wie einst die grossen Flaneure in Genf

Carouge ist das schöne Dörfchen neben der internationalen Stadt Genf. Absolut sehenswert.

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In Carouge geht die Zeit langsamer. Das sieht man. Das fühlt man. Das Dorf inmitten der Stadt Genf ist im 18. Jahrhundert stehen geblieben. Selbst die Strassenlampen sind gusseiserne Laternen. Doch halt! Hier ein Zeichen von Moderne: Eine Comiczeichnung auf einer Tafel ruft Hundehalter zur Sauberkeit auf. Und ein Graffiti auf einer Garage: «Street Soul».

In harmonischem Rhythmus säumen dreistöckige Häuserfassaden die Strassen, alle mit hölzernen Fensterläden und grossen Rundfenstern, die früher Toreingänge zu den Werkstätten waren. Man sieht Ladenbesitzer durch die Fenster bei der Arbeit: den Uhrmacher hinter seinen riesigen Pendeln. Die Seifenmacherin in der eigenen Küche. Die Weberin, den Buchbinder, den Töpfer. Wer kann widerstehen vor der Auslage des Maître Chocolatier Pascoët, dessen dunkle Pralinen auf Stoff drapiert sind wie Juwelen? Wer schmunzelt nicht ob den als bunte Gesichter genähten Handtaschen des Ledermachers? Carouge bleibt als lieblicher Anblick im Gedächtnis.

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Publiziert am 10.08.2017,

von Petra Koci


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