Alles ist im dynamischen Fluss im Rheinhafen in Basel

Fernweh wird zum Begleiter, wenn die Containerschiffe auf dem Rhein ins Blickfeld fahren.

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Stadt in Sicht: Der Hafenrundgang beginnt erst einmal aus der Vogelperspektive – von der Aussichtsplattform auf dem Bernoullisilo aus braunem Backstein. Rund herum ein Häusermeer, Fabrik- und Kirchtürme, Wohnblocks, in der Nähe auch Silos, die in die Luft ragen, wo einst Weideland war und Obstbäume wuchsen. Der Blick fällt in die Tiefe, weit unten wird im Hafenbecken 1 der Frachter «Amigos» entladen. Blaue und graue Krangreifer schaufeln Getreide von Bord.

Eintauchen ins Areal heisst, auf Pflasterstein der Hafenstrasse entlang zu schlendern. Den Kopf muss man hier ganz in den Nacken werfen, um an den Fassaden der Silos hochblicken zu können. Und dann wie eine Insel im Industrieland die graue Häuserzeile des Ostquais. Sie ist längst zu Ateliers und Kulturraum umfunktioniert worden.

Im Hof spriesst Grün in Blumentöpfen, mittendrin steht aufgebockt ein rotes Motorboot. Man könnte jetzt einfach andocken im Restaurant «Zum rostigen Anker», dessen Winterpause im  März endet, könnte den Greifern des rot-blauen FCB-Krans zuschauen oder den gelben Containerarmen. Oder man navigiert weiter, entlang der Drahtzaun-grenze zu Deutschland mit dem schmalen Grünstreifen, wo der Zöllner Blumen und Yukkapalmen pflegt. Seine drei roten Giesskannen hängen am Strauch. Dann schwebt man auf der neuen Fussgängerbrücke über dem Wasser, lässt unter sich den Frachter «Athina» einlaufen, das Containerschiff «Zodiac» vorbeigleiten und zieht auch gedanklich weiter.

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Publiziert am 10.08.2017,

von Petra Koci


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