Streifzug durch das Sulzer-Areal in Winterthur

Das grösste zusammenhängende Industrieensemble der Schweiz ist wie eine begehbare Filmkulisse.

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Unser erster Halt zum Flanieren ist Winterthur. «Langsam», mahnt die Schrift auf dem blauen Schild am Lagerplatz. Es stammt aus der Zeit, als hier die Schmalspurbahn noch auf den Schienen im Pflasterstein rollte. Heute ist das grösste zusammenhängende Industrieensemble der Schweiz weitgehend Fussgängerzone.

Langsam schieben wir uns an Industriefassaden aus gelbem Backstein vorbei zum Herzen des Areals mit der Wohnüberbauung Kranbahn. Vor den Haustüren entdecken wir Tonengel und Kindervelos. Wir gehen vorbei an einer der ehemaligen Giessereihallen, wo einst riesige Schmelzöfen glühten. Die hohen Fabrik-Rundbogenfenster, die an eine Kathedrale erinnern, gewähren Einblicke in modern gestylte Büros mit orangen oder limettengrünen Wänden. Ein paar Schritte weiter treten wir ein in die nächste Halle, die als Parkhaus dient.

Welch filmreife Kulisse, diese hohe Raum mit den mächtigen Eisenträgern und Kranschienen unter der gläsernen Decke. «Nevergiveupdreaming» hat da jemand an die Wand gesprayt – auch zum Tagträumen wird man im urbanen Sulzer-Mikrokosmos inspiriert.

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Publiziert am 10.08.2017,

von Petra Koci


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