Besser essen, besser schlafen

Schlechter Schlaf ist häufig die Folge von falscher Ernährung. Eine Änderung der Essgewohnheiten kann Wunder wirken.

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Vielleicht gehören Sie zu den Glücklichen, die sich abends ins Bett legen, sich umdrehen und einschlafen. Tatsächlich ist das nicht selbstverständlich, denn viele Menschen leiden unter Schlafproblemen. Das kann viele Ursachen haben. Es lohnt sich dabei auch, die Ernährungsgewohnheiten anzuschauen. Manche Lebensmittel halten uns eher wach, weil der Körper aufgrund gewisser Inhaltsstoffe wie Koffein stärker aktiviert wird. Auch spielt der Zeitpunkt des letzten Essens eine Rolle – und wie viel man isst.

Ein allzu voller Bauch lässt uns genauso wenig einschlafen wie ein hungriger Magen. Je schwerer verdaulich ein Gericht ist, umso länger sollten wir warten, bis wir uns hinlegen. Es ist also sinnvoll, ein Fondue schon um 17 Uhr zu geniessen. Ein leichtes Gemüsegericht, 1 bis 2 Stunden vor der Nachtruhe gegessen, wird wahrscheinlich noch gut vertragen. Allgemein gültige Rezepte gibt es jedoch nicht. Während die einen nach einem Salatteller wunderbar schlafen, vertragen andere Rohkost am Abend überhaupt nicht.

Honig als Schlafmittel

Wer nicht gut einschlafen kann, profitiert von einem Ernährung-Schlaf-Tagebuch. Damit kommt man den individuell schlafraubenden Lebensmitteln am ehesten auf die Spur. Umgekehrt gibt es Lebensmittel, die als Schlafhilfe dienen. Nach deren Genuss bleibt der Stoffwechsel eher ruhig, Blutdruck und Puls werden gesenkt und das Hinübergleiten in den Schlaf wird erleichtert.

Schlaffördernd sind Lebensmittel, die den Serotoninspiegel erhöhen. Genügend Serotonin kann die Einschlafdauer verkürzen und ist Ausgangssubstanz des Nachthormons Melatonin. Um Serotonin herzustellen, benötigt der Körper das «Entspannungsmolekül» Tryptophan. Lebensmittel, die das Tryptophan-Serotonin-System optimal aktivieren, sind zum Beispiel Banane, Avocado, ein mit wenig Honig gesüsstes griechisches Joghurt oder eine warme Honigmilch.

Autorin: Marianne Botta


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