Was tun bei schlechtem Schlaf?

Die Ursachen für schlechten Schlaf sind vielfältiger Natur. Leichtere Schlafstörungen lassen sich beheben, indem man ein paar einfache Regeln befolgt.

Schlafen tun wir alle, aber oft kürzer und schlechter als unserer Gesundheit zuträglich ist. Wie eine Studie des Bundes zeigt, leidet jeder vierte Schweizer unter Schlafstörungen. Dass der Schlaf eine immense Bedeutung für das psychische und physische Wohlergehen hat, ist den meisten Schweizern heute bewusst. Eine deutsche Studie ergab, dass vielen die Schlafqualität sogar wichtiger ist als die Familie, als Arbeit oder soziale Kontakte. Das kann jeder verstehen, der nachts kaum ein Auge zukriegt.  Die Ursachen für schlechten Schlaf sind vielfältiger Natur. Leichtere Schlafstörungen lassen sich beheben, indem man ein paar einfache Regeln befolgt.

Gesund schlafen dank positiver Einstellung

Unter die sogenannte Schlafhygiene fallen alle Massnahmen, die zu einem gesunden Schlaf beitragen, und sei es der Verzicht auf das vermeintlich entspannende Glas Wein. Der Tübinger Schlafforscher Jan Born rät, sich vor allem nicht unter Druck zu setzen, sondern eine positive Einstellung gegenüber dem Schlaf zu haben. Auch eine schlaflose Nacht sei nicht dramatisch, wenn sie nicht zur Regel werde. Manchmal hilft eine besondere Taktik, um den Schlaf zu überlisten. Der Verzehr von Walnüssen lässt gemäss einer amerikanischen Studie den Spiegel des Schlafhormons Melatonin im Blut um das Dreifache  ansteigen.

Gene beeinflussen Schlaf- und Wachphasen

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Lerchen

Der frühe Vogel fängt den Wurm.

Was immer auch die Ursache ist: Schlechter Schlaf ist auf die Dauer ein gesundheitlicher Risikofaktor und führt zu diversen Krankheiten. Wer nicht genug oder schlecht schläft, riskiert unter anderem Herzprobleme, Bluthochdruck und Diabetes, und er schadet seinem Immunsystem. Die Schlafmedizin hat sich in den letzten zwanzig Jahren etabliert und unterscheidet heute über achtzig verschiedene Schlafstörungen. Schlafen wird zwar durch unterschiedliche äussere Faktoren beeinflusst, ist aber zunächst einmal eine genetische Veranlagung. Die Steuerung der Schlaf- und Wachphasen wird in erster Linie von unserer biologischen Uhr vorgenommen, die mit dem 24-Stunden-Licht-Dunkel-Wechsel im Einklang steht.

Taktgeber ist das Schlafhormon Melatonin. Unsere innere Uhr bestimmt, welcher Chrono- beziehungsweise Zeittyp wir sind und so auch, wie sich Blutdruck, Puls, Körpertemperatur und anderes mehr im Laufe von 24 Stunden verändern. Der jeweilige Chronotyp bestimmt auch unseren Schlaf-Wach-Rhythmus und entscheidet somit, wann wir aufstehen und wann wir ins Bett gehen, ob wir eine (Frühaufsteher-) Lerche oder eine (Nacht-)Eule sind oder der dazwischen liegende Normaltyp, wie die meisten. Während die Lerchen schon früh am Tag putzmunter sind, abends hingegen früh schläfrig, sind Eulen morgens müde und abends fit.

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Eulen sind anfälliger für Schlafprobleme

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Eulen

Eulen sind morgens müde und abends fit.

Entsprechend unterschiedlich auf den Tag verteilt liegen auch die Leistungskurven. Ob man eine Eule oder eine Lerche ist, kann sich im Laufe des Lebens verändern. Jugendliche sind in der Pubertät aus Entwicklungsgründen mehrheitlich Eulen, ihre Leistungskurve befindet sich morgens um acht Uhr auf dem Tiefpunkt und steigt erst ab neun Uhr an. Deshalb plädieren viele Experten für einen späteren Schulbeginn. Eulen müssen im Alltag viel zu oft entgegen ihrem körpereigenen Rhythmus leben, Schlafprobleme sind die Folge. Schlafexperten, insbesondere Chronobiologen, empfehlen den Eulen, ihr Leben so gut es geht nach ihrem Chronotyp auszurichten.

Autorin: Gisela Femppel


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