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Gesünder leben?

Wie Bade- und Massageöle wirken

Ob beim Baden oder in der Massage: Öle nähren die Haut und tun unserem Seelenwohl gut. Einige wirken therapeutisch, andere sind gut für Allergiker – wir zeigen, was wie wirkt.

Eine Massage tut gut, so oder so. Noch besser ist sie mit einem geschmeidigen und wohlriechenden Öl. Ein gutes Massageöl pflegt nicht nur die trockene Haut, es führt dem Körper beim Kneten auch wichtige Nährstoffe zu.

Mineralien oder Pflanzen als Basis

Am wertvollsten sind pflanzliche Öle wie etwa Mandel-, Raps- oder Johanniskrautöl. Sie besitzen Fettsäuren und Vitamine. Ausserdem wird ihnen eine entzündungshemmende Wirkung nachgesagt. Mineralöle hingegen, sind frei von diesen Inhaltsstoffen. Sie sind jedoch sehr hautverträglich und daher für Allergiker geeignet. Sie besitzen zudem gute Gleiteigenschaften und sind lange haltbar. Allerdings standen sie schon in der Kritik, weil sie schädigende Inhaltsstoffe enthalten sollen.

Therapeutisch wirksame Pflanzen

Die Basisöle werden oft mit ätherischem Öl verfeinert. Die wohlriechenden, leicht flüchtigen Substanzen gewinnt man aus Blüten, Blättern, Samen, Holz oder Wurzeln von Pflanzen. Oft besitzen sie therapeutische Eigenschaften und können entspannend, entzündungshemmend, antibakteriell, vitalisierend oder durchblutungsfördernd wirken. (lesen Sie unten weiter...)

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Welches Öl wirkt wie?

Basisöl

  • Sesamöl: gewebestärkend, nervenausgleichend und wärmend
  • Kokosöl: kühlend und gut bei Entzündungen
  • Johanniskrautöl: gut bei Entzündungen, wundheilungsfördernd, durchblutungsfördernd und gegen Bakterien
  • Mandelöl: kühlend und schmerzlindernd

Ätherisches Öl

  • Kamille: gut bei Entzündungen
  • Menthol und Eukalyptus: schleimlösend
  • Lavendelöl: schlaffördernd, gut bei Entzündungen
  • Melissenöl: beruhigend, erfrischend
  • Rosenöl: gegen akute und chronische Bronichitis
  • Kiefernadel, Wacholderbeere, Thymian, Rosmarin: durchblutungsfördernd
  • Gewürznelke, Zimt: schmerzlindernd

Guter Duft ist gut für das Gemüt

Die leicht flüchtigen Öle sind wohltuend für unsere Sinne und Stimmung. Die Duftmoleküle wirken via Nase unmittelbar in unserem limbischen System – dem Ort der Gefühle und der unbewussten Wahrnehmung. Sie rufen bestimmte Emotionen wach.  Welches ätherische Öl man wählt, sollte man die eigene Nase entscheiden lassen: Was am besten gefällt, wirkt am besten. Massageöle können helfen sowohl körperliche Beschwerden als auch psychische Leiden zu lindern.

Volles Duftbad

Ätherische Öle sind auch in Vollbädern beliebt. Gerade wenn man angespannt, erkältet oder angeschlagen ist, kann man von der Kraft der pflanzlichen Stoffe profitieren. In reiner Form muss man sie vorsichtig anwenden. Die Öle sind in konzentrierter Form hautreizend und können schlimmstenfalls allergieauslösend sein. Für ein Vollbad reichen gerade mal fünf bis zehn Tropfen. Oft werden sie in unbedenklichen Konzentrationen angeboten: in fertig zusammengestellten Badeölen oder als Bestandteile von Badesalzen.

Ölbad – eine Wohltat für sensible Haut

Hautpflegendes Badeöl, das keine ätherisches Öl enthält, eignet sich besonders zur Pflege von trockener Haut oder für Personen, die mit sensibler, empfindlicher Haut zu kämpfen haben. Wichtig ist hier der ph-Wert und dass sie frei von Parfüm oder anderen Reizstoffen sind.

Ob man bei der Wahl des Öls eher auf die Nase, die therapeutische Wirkung oder die Sensibilität der Haut schaut, ist individuell. Den Wert von ätherischem Öl wussten schon die  Alten Ägypter zu schätzen – Duftöle waren mehr wert als Gold und Silber und standen für ewiges Leben.

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von Claudia Langenegger,

publiziert am 23.02.2018


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