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Gesünder leben?

So wird die Mittagspause zur Oase

In stressigen Zeiten fällt das Abschalten oft besonders schwer, dabei gibt es gerade dann nichts Wichtigeres.

  1. Selbst wenn Ihr E-Mail-Postfach überläuft und Sie vor lauter Arbeit nicht wissen, was Sie zuerst anpacken sollen: Lassen Sie die Mittagspause auf keinen Fall ausfallen! Machen Sie sich klar, dass Körper und Geist regelmässig Erholung brauchen, um leistungsfähig zu bleiben.
  2. Essen Sie nicht am Schreibtisch, sondern verschaffen Sie sich bewusst Abstand, indem Sie in die Kantine gehen oder auswärts essen. Dadurch verlieren Sie keine Zeit, sondern gewinnen letztlich welche, weil Sie hinterher fitter und motivierter an die Arbeit zurückkehren.
  3. Setzen Sie auf Gegensätze: Bewegen Sie sich, wenn Sie überwiegend sitzen; nehmen Sie sich Zeit für sich, wenn Sie viel mit Menschen zu tun haben.
  4. Entscheiden Sie sich für ein möglichst leichtes, fettarmes Essen, sonst ist das Nachmittagstief vorprogrammiert, weil Ihr Körper zu viel Energie in die Verdauung stecken muss. Viele Cafés bieten günstige Mittagsgerichte an – probieren Sie sich doch einmal durch! Oft ist das Essen dort frischer und leckerer als in der Gemeinschaftsverpflegung eines Betriebes. Und ganz nebenbei verschaffen Sie sich das schöne Erlebnis, bedient und verwöhnt zu werden.
  5. Versuchen Sie beim Essen bewusst die Texturen, Gerüche und Aromen wahrzunehmen – eine kleine Übung in Achtsamkeit, die beruhigt und Ihrem Gehirn signalisiert, dass jetzt etwas anderes dran ist als Arbeit.
  6. Lassen Sie Ihr Handy in der Tasche und widerstehen Sie den Versuchungen von Social Media und Internet. Forschungen haben gezeigt, wie elementar Zeiten des Nichtstuns für unsere geistige Gesundheit sind.
  7. Gehen Sie ins Freie! Gerade in der dunklen Jahreszeit bekommen wir oft zu wenig Tageslicht, was zu Müdigkeit und depressiven Stimmungen führen kann. Selbst an einem bedeckten Tag ist die Lichtausbeute draussen grösser als im neonhellen Büro. Wenn Sie dabei auch noch Ihre Aufmerksamkeit auf die Naturgeräusche richten, die Sie umgeben, tun Sie zusätzlich etwas für Ihre körperliche und geistige Erholung. Auch in der Stadt kann man den Wind hören, Vogelstimmen oder das Plätschern eines Brunnens. Nutzen Sie diese Ressourcen!
  8. Ein flotter Spaziergang hilft beim Abschalten. Er macht den Kopf frei, baut Druck und Ärger ab und versorgt Sie mit Sauerstoff und frischer Energie.
  9. Die Mittagspause für Besorgungen zu nutzen, ist nur dann sinnvoll, wenn es Sie entspannt und auf andere Gedanken bringt. Beschränken Sie Ihre Einkäufe daher am besten auf ein einziges Geschäft oder bummeln Sie gemütlich über einen Wochenmarkt.
  10. Experimentieren Sie mit verschiedenen Möglichkeiten, Ihre Pause zu gestalten. Vielleicht tut es Ihnen gut, sich für eine kurze Meditation zurückzuziehen, vielleicht entspannt Sie das Blättern in einem schönen Bildband oder – warum nicht? – das Falten von Origami-Kranichen. Finden Sie Ihre ganz persönlichen Pausen-Rituale. Entscheidend ist nur, dass sie sich radikal von dem unterscheiden, was Ihre Arbeit ausmacht.

von Ruth Hoffmann,

publiziert am 24.11.2017


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