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Gesünder leben?

So kommen Sie zu mehr Ruhe und Gelassenheit

Die Menschen aus Skandinavien gelten als die zufriedensten der Welt. Kein Wunder also, dass der Begriff «Hygge» dort seinen Ursprung hat.

Bei schmuddeligem Herbstwetter warme Wollsocken anziehen, es sich mit einer Tasse Kakao und einem Buch auf dem Sofa bequem machen und bei Kerzenschein oder Kaminfeuer einfach die Seele baumeln lassen. Einfach mal an nichts denken, entspannen und Dinge ohne tiefergehenden Sinn und Erfolgsdruck erledigen. Einfach nur für einen selbst. Das ist Hygge. Der Duden beschreibt es als «Glücksrezept der Dänen» und «Neuer Wohlfühltrend aus Skandinavien». Es steht für Behaglichkeit, Wohlbefinden und Lebensgefühl.

Für jeden bedeutet Hygge etwas anderes. Ob Spiele mit der Familie, im herbstlich belaubten Wald Spazieren gehen, Stricken, Bilder ausmalen, Kochen oder Backen: für jeden ist etwas dabei. Apropros backen: Wer schon einmal in Dänemark war, weiss, die Dänen lieben es süss. Puddingschnitten warten neben Zimtschnecken und Marzipangebäck an jeder Ecke. Selbstgebackene, verlockend duftende Guetzlis können genauso zu Hygge gehören wie andere Süssigkeiten, die einen zum Beispiel an die Kindheit zurückerinnern. (lesen Sie unten weiter...)

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«Die einfachen Freuden des Daseins»

Mit Langeweile und uns selbst ganz im Stillen zurechtzukommen ist manchmal gar nicht einfach. Versuchen Sie es trotzdem. Smartphone links liegen lassen, Fernseher ausschalten und Hygge hervorholen. Finden Sie heraus, was genau Hygge für Sie selbst bedeutet und entspannen Sie. Stress, Vergleiche sowie Erfolgs- und Zeitdruck haben hier nichts zu suchen.

Gemütlich machen: Können wir das noch?

Hygge will gelernt sein. Das ist definitiv so. In den Zeiten von Smartphone und Facebook, in denen jeder sofort eine Antwort erwartet und ungeduldig wird, wenn eine von Icons und Smileys gespickte Nachricht bei Whatsapp nicht sofort gelesen, geschweige denn beantwortet wird, fällt es gar nicht so leicht. Aber sicher können wir das noch: Schreiben Sie doch einmal auf, was «Hygge» für Sie ganz persönlich bedeutet und probieren Sie es aus. Hängen Sie sich die Liste an den Kühlschrank und schauen Sie immer mal wieder darauf, um zu bemerken: Heute sind Sie und Ihr Wohlbefinden mal wieder an der Reihe. Den Skandinaviern sei Dank.

Befreit wie nie: Über die Reize der Sinnfreiheit

Zu Hygge kann auch gehören, dass man Dinge ohne tiefer gehenden Sinn erledigt. Dinge einfach zu tun, weil man sie schön findet und sie einem ein Lächeln aufs Gesicht zaubern. Die Bücher farblich sortieren in der Reihenfolge der Regenbogenfarben, statt sich zwischen der alphabetischen Abfolge der Titel oder Nachnamen der Autoren entscheiden zu müssen. Dinge für die nicht alle Verständnis aufbringen und über die nicht Wenige den Kopf schütteln oder zumindest schmunzeln würden. Das Ausmalen von Mandalas bringt uns auf der Karriereleiter genauso wenig weiter nach oben, wie das selbstgekochte Essen auf den Tisch. Egal, es ist eben hyggelig. (lesen Sie unten weiter...)

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Wie viel Hygge ist gut für mich?

Es gibt durchaus auch Stimmen gegen das Hyggelig-Sein. Die Dänen seien nicht gesellig und Fremden gegenüber verschlossen. Sie würden nicht viel arbeiten, seien verschuldet und viele würden Antidepressiva nehmen. Sicherlich steckt auch viel Hype und Vermarktung in dem Begriff der Hyggeligkeit. Aber ganz egal wie es wirklich ist, eine Scheibe können wir uns sicher von den Dänen abschneiden und mehr Hygge in unser Leben lassen. Wichtig ist, was man daraus für sich selber macht. Somit ist es dabei wie mit so vielem im Leben: Auf die Dosierung kommt es an.

von Pia Martin,

publiziert am 23.11.2017


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