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Gesünder leben?

Ruhiger Geist im kräftigen Körper

Beim Vinyasa Yoga fliesst der Übende von einer Übung in die nächste. Während auf körperlicher Ebene Kraft und Ausdauer gefragt sind, kann der Kopf wunderbar entspannen.

In einer Vinyasa-Stunde geht es rasch zur Sache. Beim dynamischen Yogastil gleitet der Übende von einer Übung in die nächste, Taktgeber ist der Atem. Je nach Lehrer und Stil ist das Tempo dabei recht zügig. Nicht unbedingt etwas für Leute, die zum allerersten Mal auf der Matte stehen.

Keine Zeit zum Grübeln

Der Sonnengruss (Surya Namaskar) steht am Anfang einer Vinyasa-Stunde. Ein paar Mal ausgeführt, wird im Körper die nötige Wärme erzeugt, damit man sich danach in komplexeren Übungen verrenken oder im Stehen Kraft und Balance üben kann. Ins Schwitzen kommt der Yogaübende dabei ziemlich rasch. Regelmässiges Vinyasa-Training kräftigt die Muskulatur des ganzen Körpers. Grübeln wird schwierig, da die Koordination von Bewegung und Atmung einiges an Konzentration erfordert. Dies hat den positiven Effekt, dass der sonst kontinuierlich fliessende Gedankenstrom verlangsamt wird. Ein meditativer Zustand kann sich einstellen.

Ashtanga Vinyasa Yoga und seine Variationen

Die ursprünglichste Form von Vinyasa Yoga ist Ashtanga Vinyasa Yoga. Die Ashtanga-Serie besteht aus drei Teilen, welche immer anspruchsvoller werden und mitunter zu den ausgefeiltesten Yogastilen gehören. Geübt werden ausschliesslich dieselben Asanas in derselben Reihenfolge. Dadurch kann der Übende tief in seine Praxis eindringen und die einzelnen Asanas perfektionieren. In modernen Yogastudios finden sich mittlerweile viele eigens konzipierte Vinyasa-Stile: Juicy Vinyasa (im geheizten Raum), Evening Flow, Lunch-Flow oder Vinyasa Flow with music, um nur einige zu nennen. Der Phantasie sind fast keine Grenzen gesetzt. Probieren Sie es aus und finden Sie Ihren persönlichen Vinyasa-Stil.

Übung: Mit dem Sonnengruss kraftvoll in den Tag starten

  1. Berghaltung: Stelle dich an den Anfang deiner Matte, Beine geschlossen, Arme hängen lassen, Bauch angespannt, Schultern dabei locker lassen, Schulterblätter zusammendrücken. Tief ein- und ausatmen.
  2. Einatmen, Arme seitlich hochbringen und weit nach oben ausstrecken, Handflächen berühren sich, Blick ist leicht nach oben gerichtet.
  3. Ausatmen, Oberkörper weit nach vorne beugen, Arme seitlich runterbringen, Handflächen links und rechts neben den Füssen platzieren (Knie sind dabei leicht gebeugt), Oberkörper und Kopf dabei entspannen.
  4. Einatmen, Oberkörper strecken (in die Diagonale bringen) Arme sind gestreckt, Fingerspitzen berühren den Boden.
  5. Ausatmen, Oberkörper Richtung Knie bringen, Handflächen auf den Boden.
  6. Atem anhalten, in die Brettposition gelangen, Bauch nicht loslassen, Arme sind im rechten Winkel, Finger gespreizt, Bein durchgestreckt. Ein paar Atemzüge so bleiben.
  7. Ausatmen, Knie, Brust und Stirn Richtung Boden (Gesäss ist in der Luft).
  8. Kobra: Hände sind links und rechts neben dem Oberkörper platziert. Einatmen, Gewicht auf die Hände geben, dabei Schulterblätter zusammendrücken, Oberkörper aufrichten, Gesäss ist angespannt. Blick nach oben.
  9. Nach unten schauender Hund: Lange ausatmen, in den nach unten schauenden Hund kommen, Hüfte drückt nach oben, Fersen Richtung Boden, Bauch fest, Finger gespreizt auf dem Boden. Ein paar tiefe Atemzüge nehmen.
  10. Einatmen, einen Fuss nach dem anderen nach vorne bringen, ausatmen, Kopf Richtung Knie, Hände links und rechts neben den Füssen platzieren.
  11. Einatmen, Arme seitlich hochbringen und das Ganze so oft wie gewünscht wiederholen. Nachspüren.

von Cynthia Grasso-Bürki,

publiziert am 18.01.2018


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