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Gesünder leben?

Fructoseintoleranz

Wenn Früchte oder mit Fructose gesüsste Lebensmittel Probleme bereiten: Wie funktioniert eine fructosefreie oder fructosearme Ernährung? Und wie lassen sich die Beschwerden mindern?

Wenn von Fructoseintoleranz die Rede ist, ist damit meist die relativ verbreitete Fructosemalabsorption - auch intestinale Fructoseintoleranz genannt - gemeint. Sie ist nicht zu verwechseln mit der hereditären Fructoseintoleranz, bei der es sich um eine schwere, angeborene Stoffwechselstörung, die eine strenge Therapie erforderlich macht.

Bei der intestinalen Fructoseintoleranz wird der mit der Nahrung aufgenommene Fruchtzucker im Dünndarm ungenügend aufgenommen (absorbiert). Die unverdaute Fructose gelangt in den Dickdarm und wird dort von den Darmbakterien unter Gasbildung abgebaut.

Die Fructoseintoleranz äussert sich bei den Betroffenen in unterschiedlich stark ausgeprägten Beschwerden wie Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen und Völlegefühl oder Unwohlsein.

Um die Beschwerden zu vermindern, genügen in der Regel folgende Massnahmen:

  • Vermeiden von Lebensmitteln, die mit reiner Fructose gesüsst sind (Zutatenliste beachten)
  • Vermeiden von Lebensmitteln, die den Zuckeraustauschstoff Sorbit (E420) enthalten (Zutatenliste beachten).
  • Den Konsum von Früchten, Trockenobst und Fruchtsäften einschränken.

Haushaltzucker, Honig und in der Industrie verwendete Süssungsmittel wie Invertzucker, Glucose-Fructose-Sirup oder Fructose-Glucosesirup bestehen aus einem Gemisch von Fructose und Glucose und werden meist gut vertragen, da die Glucose die Aufnahme von Fructose im Darm fördert

Letzteres kann man sich übrigens zu Nutzen machen, wenn man ein fructoselastiges Lebensmittel zusammen mit reinem Traubenzucker (Pulver oder Bonbon) einnimmt; dies erhöht die Verdaulichkeit des Fruchtzuckers.

Die Migros führt keine fructosefreien Spezialprodukte im Sortiment. Im normalen Sortiment sind jedoch viele Produkte zu finden, welche weder Fructose noch Sorbit etc. enthalten.

Weiterführende Informationen

Publiziert am 18.08.2017


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