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Gesünder leben?

Milchallergie oder Milcheiweissallergie

Milch gehört zu den häufigsten Allergie-Auslösern. Betroffen sind vor allem Babys und Kleinkinder, da ihr Immunsystem noch nicht ausgereift ist. Über die Symptome und welche Produkte heikel sind.

aha!-Produkte «ohne Milch»

aha!-Produkte mit dem Hinweis «ohne Milch» sind für Betroffene besonders geeignet. Sie werden unter spezieller Berücksichtigung der Allergieproblematik hergestellt und durch unabhängige Stellen geprüft. Migros-aha!-Produkte gewährleisten grösstmögliche Sicherheit.

Vorkommen

Im Säuglings- und Kleinkindalter ist die Kuhmilcheiweissallergie die häufigste Nahrungsmittelallergie. Die meisten betroffenen Kinder (ca. 80%) entwickeln bis zum Schulalter eine Toleranz und vertragen danach Milch und Milchprodukte wieder. Die Milcheiweissallergie kommt deshalb bei Erwachsenen weniger häufig vor.

Mögliche Symptome

  • Hautausschläge z.B. Nesselfieber, Ekzeme (bei Neurodermitis)
  • Bauchschmerzen, Durchfall, Gewichtsabnahme
  • Atemnot, Asthma
  • Anaphylaktische Reaktion 

Casein und Molkenproteine

Die Kuhmilch enthält ca. 25 verschiedene Eiweisse, von denen theoretisch jedes einzelne eine Allergie auslösen könnte. Die meisten Allergien treten aber gegen Casein oder gegen Molkenproteine auf. Beide sind relativ hitzestabil, d. h. die Kuhmilch wird auch pasteurisiert oder ultrahocherhitzt (UHT) nicht vertragen. Casein kommt in der Milch aller Säugetiere vor. Molkenproteine sind hingegen nur in der Kuhmilch in dieser Form enthalten.

Ernährungsempfehlung

Kuhmilch und Kuhmilchprodukte müssen bei einer Kuhmilcheiweissallergie konsequent weggelassen werden. Ziegen- und Schafmilchprodukte sind keine Alternative, da sie die gleichen oder sehr ähnliche Proteine enthalten und deshalb ebenfalls allergische Reaktionen verursachen können.

Folgende Produkte können Milch oder Milchbestandteile enthalten:

  • Brot- und Backwaren
  • Saucen und Salatdressings
  • Suppen
  • Wurstwaren
  • Fertigprodukte

Beachten Sie die Angaben auf der Verpackung! Milch und daraus hergestellte Erzeugnisse (Rahm, Butter, Käse etc.) müssen in der Zutatenliste immer aufgeführt werden, auch wenn sie in noch so kleinen Mengen zugegeben werden.

Spuren von Milch können während des Herstellungsprozesses auch unbeabsichtigt in ein Produkt gelangen. Dies lässt sich manchmal nicht vermeiden. Auf Spuren muss hingewiesen werden, sofern der gesetzlich festgelegte Höchstwert (1g/kg) überschritten wird oder werden könnte (z.B. „Kann Milch enthalten“). Auf Spuren unterhalb des gesetzlich festgelegten Höchstwertes darf in gleicher Art freiwillig hingewiesen werden.

publiziert am 18.10.2017


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