Schliessen

Gesünder leben?

Heimat auf dem Teller

Wer regional und saisonal isst, tut seiner Gesundheit, der Umwelt und dem Portemonnaie etwas Gutes.

Es braucht keine importierten Mangos oder Peperoni, um im Winter den Vitaminbedarf zu decken. Denn je frischer pflanzliche Lebensmittel geerntet werden und je kürzer ihre Transportwege sind, desto mehr Vitamine haben sie. Da die bioaktiven Substanzen erst am Ende der Reifezeit gebildet werden, enthalten natürlich ausgereifte Gemüse und Früchte viel mehr davon. Und weil zu diesen meistens zellschützend wirkenden Stoffen auch unzählige Geschmacksstoffe gehören, sind ausgereifte Lebensmittel auch aromatischer.

Saisonale Ernährung

Natürlich kann man im Winter nur wenig Salat und Gemüse ab Feld ernten, etwa Nüsslisalat, Lauch, Wirz oder Rosenkohl. Aber dank der Möglichkeit des Lagerns steht uns trotzdem eine breite Palette von einheimischen Vitamin- und Mineralstofflieferanten zur Verfügung. Kürbisse, Kartoffeln, Randen, Karotten, Kohl und Sellerie etwa bleiben frisch, bis neues Frühlingsgemüse auf den Markt kommt. Auch Sauerkraut bleibt lange haltbar und hilft, den Vitamin-C-Bedarf im Winter zu decken. Leider wissen viele Menschen nicht mehr, wie sie Gemüse zubereiten sollen. Kräftig angebraten, bildet es Röststoffe oder gar Karamellaromen. Auch mit Wein abgelöscht, entfaltet sich ein herrliches Aroma. Aber auch roh oder halbroh genossen, bietet Gemüse eine Gaumenfreude. Das schmecke garantiert besser als fade Spargeln im Februar oder halbreife Tomaten aus irgendeinem Gewächshaus. 

Wer saisonal und regional einkauft, schützt die Umwelt. Ein Beispiel: Wer im Februar ein Kilo aus Kalifornien eingeflogene Spargeln in den Einkaufskorb legt, kauft 5 Liter Erdöl mit. Die gleichen Spargeln aus der Schweiz begnügen sich im Mai mit 0,3 Litern pro Kilo. Je kürzer der Weg vom Feld zum Endverbraucher, desto weniger Verpackungsmaterial ist zudem nötig. Nicht zuletzt sind viele saisonale Produkte günstiger, und die Schweiz verringert mit eigener Produktion die Abhängigkeit vom Ausland. 

Regionale Lebensmittel

Nicht nur beim Bauern oder auf dem Markt findet man regionale und saisonale Lebensmittel. Hilfreich ist eine Saisontabelle. Produkte mit dem Label «Aus der Region. Für die Region.» zeichnen Migros-Produkte aus, die in der Region angebaut und hergestellt worden sind und die es nur in dieser Region zu kaufen gibt. Übrigens gedeiht in jeder Schweizer Region etwas anderes besonders gut. Schön wäre es, wenn die Menschen wieder mit offenen Augen durch ihre Region gingen. Nur müssten sie wieder lernen, wie Sellerie-oder Randenpflanzen aussehen, um ohne Saisontabelle zu erkennen, was bald reif ist.

Kommt von hier und tut uns gut

randensaft-randen.jpg
randensaft-randen.jpg

Rande

Die Rande ist vitamin- und mineralstoffreich. Der Randenfarbstoff Betanin soll krebsvorbeugende Wirkung haben. Studien zeigen, dass Randensaft die sportliche Ausdauer verbessern und den Blutdruck senken kann.

walnuesse-baum.jpg
walnuesse-baum.jpg

Nuss

Nüsse enthalten Omega-3-Fettsäuren, B-Vitamine, Lecithin und Phosphor. Sie wirken positiv auf den Cholesterinspiegel und weisen entzündungshemmende Eigenschaften auf.

alpkaese.jpg
alpkaese.jpg

Alpkäse

Die Fettsäure CLA scheint die Entwicklung von Krebszellen hemmen zu können. Alpenmilch enthält bis zu doppelt so viel CLA wie Milch aus tieferen Lagen. Verantwortlich dafür ist die grössere Pflanzenvielfalt in Berg- und Alpenregionen.

frau-apfelernte.jpg
frau-apfelernte.jpg

Apfel

Inhaltsstoffe des Apfels – etwa der antioxidative Wirkstoff Quercetin – hemmen Entzündungen und machen freie Radikale unschädlich. Äpfel wirken dank Pektinen ähnlich wie Cholesterinsenker. Fruchtsäuren hemmen im Darm das Wachstum von Fäulnisbakterien, die Gerbsäure wirkt entzündungshemmend.

sauerkraut.jpg
sauerkraut.jpg

Sauerkraut

Eine Portion Sauerkraut liefert bereits die Hälfte des täglichen Vitamin-C-Bedarfs – dafür nur etwa dreissig Kalorien. Ausserdem enthält der saure Fitmacher viele Milchsäurebakterien, die die Darmfunktionen unterstützen.

Rande

Die Rande ist vitamin- und mineralstoffreich. Der Randenfarbstoff Betanin soll krebsvorbeugende Wirkung haben. Studien zeigen, dass Randensaft die sportliche Ausdauer verbessern und den Blutdruck senken kann.

Publiziert am 03.11.2017,

von Marianne Botta Diener


Das könnte Sie interessieren: