So einfach geht vegane Küche

Veganer verzichten auf tierische Produkte. Für vieles gibt es einen Ersatz aus der Pflanzenwelt. Ein paar Tipps.

Was ist vegan? Der Begriff vegan kommt vom englischen «vegetarian» und wird gebildet durch Zusammensetzen der ersten drei und der letzten zwei Buchstaben. Vegan lebende Menschen ernähren sich ohne tierische Nahrungsmittel wie Fleisch, Fisch, Milch, Eier oder Honig. Der Brite Donald Watson gründete 1944 mit Gleichgesinnten die Vegan Society in England.

Vegane Küche

Keine Milch? Keine Eier? Kein Fleisch? Ob man es glaubt oder nicht, aber es geht auch ohne. Oft kommen in der veganen Küche Hülsenfrüchte zum Einsatz, aber auch Nüsse spielen eine zentrale Rolle.

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Misosuppe mit Tofu

Tofu gilt als wichtiger Eiweisslieferant in der veganen Küche.

  • Anstatt Kuhmilch wird in der veganen Küche Sojamilch, Mandelmilch, Reismilch oder Hafermilch eingesetzt.
  • Seitan wurde von buddhistischen Mönchen erfunden und gilt in der veganen Küche als Fleischersatz. Hergestellt aus Weizeneiweiss (Gluten) und Wasser, erhält Seitan seinen typisch fleischartigen Geschmack durch kurzes Kochen in einer Gewürzmarinade aus Sojasauce und Algen.
  • Als wichtiger Eiweisslieferant gelten Sojabohnen. Sie sind vielfältig verwendbar und werden entweder frisch als grüne Bohnen in der Hülse (Edamame) genossen oder zu Tofu, Sojamilch, Sojarahm, Sojajoghurt, Sojakäse oder Sojasauce verarbeitet sowie zu Tempeh fermentiert.
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Kokosnuss

Nicht nur das Öl der Kokosnuss ist beliebt in der veganen Küche, sondern auch das Fruchtfleisch, z.B. für Süssspeisen.

  • Cashewnüsse, roh, über Nacht in Wasser eingelegt, abgespült und mit etwas frischem Wasser im Mixer püriert, ergeben die vielseitig einsetzbare Cashewcreme. Man kann sie als Frischkäse oder als Rahmersatz verwenden.
  • Honig wird durch Agaven- oder Ahornsirup ersetzt.
  • Die Kokosnuss kommt in der veganen Küche oft zum Einsatz – ob als Kokosmilch, Kokosfleisch oder als hocherhitzbares Kokosfett, das sich gut zum Braten eignet.
  • Auch für Eier gibt es – je nach Verwendungszweck – verschiedene Alternativen:
  • zum Binden: 50 g Seidentofu/Sojajoghurt; 50 g Apfelmus oder Bananenmus, 1EL gemahlene Leinsamen mit 3 EL Wasser,
  • zum Lockern: 1 EL Sojamehl + 3 EL Wasser; 1 TL Backpulver + 1 EL Stärke + 3 EL Mineralwasser; 50 g Seidentofu/Sojajoghurt,
  • für Rührei: Zerkrümelter Seidentofu anbraten, würzen.

Publiziert am 24.05.2017


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