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Für ein Grillfest ohne Fleisch: Vegetarische Grillideen

Es müssen nicht immer Steak oder Würstchen auf den Grill. Mit unseren Tipps für gesunde Gerichte mit Gemüse und weiteren vegetarischen Köstlichkeiten vom Rost werden sogar alle bekennenden Fleischfans schwach.

Mit Einseitigkeit und Langeweile hat fleischloses Grillieren nichts zu tun. Die Zeiten in denen Vegetarier an der Grillparty nur Beilagen und Salat essen konnten, sind zum Glück vorbei. Die leckere vegetarische Vielfalt können wir auch auf dem Grill haben. Gegrilltes Gemüse, Käse, Tofu oder Früchte – alles ist möglich. Richtig zubereitet und gewürzt werden sie zu feinen Grillkrachern.

Gemüse auf dem Grill

Viel Gemüse ist gesund. Die SGE (Schweizerische Gesellschaft für Ernährung) empfiehlt drei Portionen pro Tag zu essen. Grilliertes Gemüse fein bestrichen mit Öl und gewürzt mit Kräutern, da wird schnell jeder Salat überflüssig. Es gibt viele Gemüsesorten, die man auf dem Grill zubereiten kann. Zu den Klassikern gehören: Mais, Peperoni, Zucchetti, Champignons, oder Auberginen. 

Aber auch Kürbis, Fenchel, Spargel, Kabis oder Rande vom Grill schmecken hervorragend und bringen die Vielfalt mit. Kleineres Gemüse wird am besten auf einen Holzspiess gesteckt. Grösseres Gemüse wie Zucchetti, Aubergine oder Peperoni lässt sich auch mit Reis, Couscous oder Feta füllen. 

Gemüse gart am besten in einem Gemüsekorb oder Grillpfännchen. Wer das Gemüse direkt auf den Rost legt, sollte es nicht zu dünn schneiden. Zu starke Hitze mag das Gemüse nicht. Je nach Grösse braucht das Gemüse etwa 10 bis 20 Minuten auf dem Grill.

Grillieren mit Käse

Grillierter Käse schmeckt nicht nur besonders gut vom Grill, er liefert wie auch Fleisch oder Fisch Protein. Halloumi, Feta, aber auch Camembert oder Blauschimmelkäse eigenen sich hervorragend zum Grillieren. Achten Sie aber wegen des hohen Fettgehaltes auf die Käsemenge und ergänzen Sie ihn mit Salat und Gemüse.

Auch Käse sollte vorher gut eine bis zwei Stunden in einer Marinade aus Öl, Zitronensaft oder Essig und Kräutern liegen. Halloumi und Feta können danach direkt auf den Rost. Camembert oder Blauschimmelkäse sollten hingegen als Grillpäckchen (zum Beispiel in Alufolie gewickelt) gegrillt werden, sonst zerläuft der Käse. Besonders schmackhafte Kombinationen lassen sich mit Thymian, Rosmarin, Oregano, Salbei und Chilli zaubern.

Fleischalternativen grillieren: Tofu, Quorn, Seitan und Co.

Mittlerweile sind die Theken in den Lebensmittelgeschäften voll mit den verschiedensten vegetarischen Fleischalternativen. Die Palette reicht von vegetarischen Würstchen oder Burgern für den Grill bis hin zu Tofu, Quorn oder Seitan. Sie lassen sich schmackhaft auf dem Grill zubereiten und enthalten viel Protein. Wichtig ist auch hier die Marinade für die Geschmacksexplosion.

Als Basis für die Marinade dient ein Pflanzenöl, für eine mediterrane Note fügt man Rosmarin, Thymian, Oregano und Knoblauch bei. Asiatisch wird die Marinade, wenn sie mit Honig, Ingwer, Chili und Curry zubereitet wird.

Dazu die perfekte Grill-Sauce

Was jetzt noch fehlt ist die perfekte Grillsauce. Auch die lässt sich super einfach auf dem Grill zubereiten. Peperoni und Aubergine lassen sich einfach zu Saucen verarbeiten. Das Gemüse bleibt solange auf dem Rost, bis die Haut schwarz ist. Das Fruchtfleisch wird nun herausgelöst und nach Belieben mit Pflanzenöl, Knoblauch, Salz, Gewürze und Kräuter püriert. Zum Auberginenmus passt Sesampaste hervorragend. Bei selbstgemachten Saucen können Sie auf zugesetzten Zucker verzichten und Sie wissen genau, welche Zutaten enthalten sind.

Das sollten Sie beim vegetarischen Grillieren beachten

  • Vegetarische Zutaten mögen es nicht zu heiss – sie verbrennen schneller als Fleisch auf dem Grill. Gemüse, Käse und Tofu sollte nie direkt über dem Feuer liegen, sondern am Rand indirekt grillieren.
  • Grilliert wird mit der Schale. Die Schale sollte mit Öl bepinselt werden. Das verhindert Kleben am Rost oder Verbrennen.
  • Salzen erst nach dem Grillieren, so bleiben Gemüse und Co. schön knackig und verlieren nicht unnötig Wasser.
  • Gleich grosse Stücke schneiden, damit alles die verschiedenen Zutaten möglichst gleichzeitig fertig sind. 
  • Hitzebeständige Öle verwenden, am besten HOLL Rapsöl.
  • Holzspiesse vor dem Verwenden eine Stunde ins Wasser legen, damit sie nicht verbrennen.

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von Claudia Vogt,

veröffentlicht am 17.09.2018, angepasst am 27.05.2021


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