Glücklich ohne Fleisch

Veganer, Vegetarier oder Flexitarier? Es gibt verschiedene Arten von Vegetariern. iMpuls hat einen Überblick über die gängigen «Vegi»-Formen zusammengestellt.

Zunehmend definieren wir uns über das Thema Ernährung, nach dem Motto: Du bist, wie du isst. Wissenschaftler sprechen auch von Ernährungs-Frömmigkeit – Essen ist mehr als Nahrungsaufnahme, nämlich auch Ausdruck der eigenen Weltanschauung.

Fleischlos fit und gesund?

Der vegetarische Lebensstil ist seit langem präsent und hat vielfältige Ausprägungen. Einige leben aus Rücksicht auf die Lebewesen fleischlos, bei anderen steht der gesundheitliche Aspekt im Vordergrund. Dritten wiederum geht es um den Zusammenhang zwischen Klimaerwärmung und Fleischproduktion. Unterdessen gehören die verschiedenen Formen der vegetarischen Ernährung auch zum Lifestyle. Zur Yogamatte passt kein T-Bone-Steak, gesund leben und sich fit fühlen ist für viele mit dem Verzicht auf Fleisch verbunden. Verschiede «Vegi»-Blogs suggerieren, dass vegetarische Ernährung zu mehr Wohlbefinden und Vitalität führe. Die Langstreckenläuferinnen Bibi & Jayne etwa plaudern auf ihrem Blog Veggierunners über vegane und vegetarische Rezepte und geben Lauftipps für den nächsten Marathon.

Vegetarier haben bessere Blutfettwerte

Grundsätzlich unterscheiden Ernährungswissenschafter vier Hauptgruppen unter den Vegetariern: Ovo-Lacto-Vegetarier essen alles ausser toten Tieren. Ovo-Vegetarier verzichten zusätzlich auf Milch und Milchprodukte, Lacto-Vegetarier auf Eier. Laut eines Berichts der Eidgenössischen Ernährungskommission des Bundesamtes für Gesundheit kann eine ausgewogene ovo-lacto-vegetarische Ernährungsweise als gesund angesehen werden und eignet sich für breite Bevölkerungskreise. Studien belegen: Vegetarier sterben weniger häufig an Herz-Kreislauf-Erkrankungen und weisen bessere Blutfettwerte auf. Ob mit oder ohne Fleisch: Das Wichtigste ist stets eine abwechslungsreiche Ernährung, sagen Ernährungsexperten.

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Veganer – keine Daunendecke 

Veganer meiden im Unterschied zu Vegetariern, die kein Fleisch essen, alle tierischen Produkte, also auch Eier, Milch und Honig. Dieser Verzicht reicht von der Seife über den Wollpullover bis hin zu den Daunen in der Bettdecke.

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Frutarier – pflückbare Nahrung

Die so genannten Frutarier ernähren sich ausschliesslich von Obst und Nüssen. Sie essen nur, was gepflückt werden kann.

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Pescetarier – Fisch ist erlaubt

Auf Fleisch wird verzichtet, doch Fisch gehört auf den Speiseplan. Auch Eier, Tiermilch und Honig sind erlaubt. Einige Pescetarier verzichten auf Krebs- und Weichtiere, bei anderen dürfen sie auf den Teller.

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Flexitarier – die Gelegenheitsvegetarier

Zur erweiterten «Gruppe der Vegetarier» zählen seit einigen Jahren auch die Ab-und-zu-Vegetarier: Wer anstatt zur Wurst öfters mal zum pflanzlichen Brotaufstrich greift oder das Steak links liegen lässt, darf sich zur Fraktion der «Flexitarier» zählen, angelehnt an den englischen Begriff «flexitarian». Das sind Gelegenheitsvegetarier, die Wert auf gesundes Essen legen und wenig Fleisch essen.

Veganer – keine Daunendecke 

Veganer meiden im Unterschied zu Vegetariern, die kein Fleisch essen, alle tierischen Produkte, also auch Eier, Milch und Honig. Dieser Verzicht reicht von der Seife über den Wollpullover bis hin zu den Daunen in der Bettdecke.

Wie viele Vegetarier gibt es?

Laut einer vom Swissveg bei Demoscope in Auftrag gegebenen Umfrage von 2017 ernähren sich 14 Prozent der Schweizer vegetarisch, davon drei Prozent vegan. Dazu kommen 17 Prozent Flexitarier (siehe Bildgalerie). «Insgesamt achtet etwa ein Drittel der Bevölkerung bewusst auf eine fleischfreie oder -arme Ernährung», kommentieren die Interessenvertreter der in der Schweiz lebenden Vegetarier und Veganer. Zählt man nur diejenigen Menschen zu den Vegetariern, die konsequent und ohne Ausnahme auf Fleisch verzichten, kommt man auf 1,5 Prozent Veganer und 6,8 Prozent Vegetarier. 8,4 Prozent der Schweizer Bevölkerung konsumiert nie Fleisch oder Fisch. Mit 672'000 Menschen entspricht das beinahe der Einwohnerzahl der Kantone Genf und Graubünden.

Publiziert am 24.05.2017


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