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Gesünder leben?

Goji-Beere: Die herbe Exotin

Die Goji-Beere aus Asien ist auch bei uns als Gesundheitsfrucht hoch im Kurs. Wieso die Beere so begehrt ist.

Korallenrot ist die Frucht und wächst länglich bis zu knapp zwei Zentimetern heran. Ihr Saft ist süsslich, erinnert an getrocknete Tomaten und Weinbeeren und hat einen leicht sauren Abgang. In getrockneter Form schmeckt die Beere wie ein Mix aus Sultanine, Cranberry und Feige mit einer herbbitteren Note von Heu: Die Goji-Beere, auch Wolfsbeere genannt, ist die Frucht des Gemeinen Bocksdorns und wird seit geraumer Zeit auch hierzulande als potente Vitamin- und Anti-Aging-Kapsel gehandelt.

Hollywood machte Goji populär

Sind Goji-Beeren tatsächlich «die gesündesten bekannten Früchte», wie der amerikanische Vitaminforscher und Buchautor Professor Dr. Earl Mindell behauptet? Wie so oft haben Hollywood-Stars auch die rote Beere populär gemacht. Wissenschaftler entdeckten in der kleinen Frucht die Vitamine C, B1, B2 und B3 und wichtige Minerale wie Eisen, Kupfer, Magnesium oder Kalzium. Weiter stecken in der Beere Aminosäuren (Proteinbausteine) und spezielle Polysaccharide (Stärke). (Lesen Sie unten weiter...)

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Gutes Nährstoff-Profil

Genusserlebnis

Goji-Beeren schmecken süss, säurerlich und herb. Geschmacklich lässt sie sich zwischen Kirsche und Cranberry ansiedeln. So passt sie in viele Rezepte.

  • Joghurt
  • Müsli
  • Nüsslisalat/ Feldsalat
  • Kürbis
  • Spinat
  • Schokolade
  • Himbeeren
  • Kirschen

Gesundheitsfördernde Eigenschaften werden zudem Inhaltsstoffen wie den Carotinen – beispielsweise dem Betacarotin, welches im Körper Vitamin A bildet – und der Ellagsäure zugeschrieben. Studien zur Wirksamkeit gibt es allerdings noch keine. «Das Nährstoff-Profil der Goji-Beere ist durchaus gut», sagt die Ernährungsexpertin Pia Teichmann. «Allerdings weisen andere Beeren wie Himbeeren, Heidelbeeren, schwarze Johannisbeeren und viele weitere eine ähnliche Konzentration an wichtigen Inhaltsstoffen auf», betont Pia Teichmann.

Exoten-Bonus

Grundsätzlich unterstützen alle Beere das Immunsystem und wirken aufs Anti-Aging ein. Nur haftet den Goji-Beeren eben die asiatische Exotik an. Hauptanbaugebiet des Nachtschattengewächses ist die zentralchinesische Provinz Ningxia. In der Inneren Mongolei und in Tibet ist der Strauch ebenfalls verbreitet. Aber auch hierzulande gedeiht die Goji-Pflanze im Garten.

Die Pflanze wird in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) seit Langem verwendet. Sie gilt als aufbauend und wird unter anderem zur mentalen Stärkung eingesetzt

Goji als Tee und als Ersatz fürs süsse Dessert

Man kann die winterharte Pflanze auch im Garten setzen. Trägt der Strauch keine reifen Beeren, können seine Blätter gut als Teeaufguss verwendet werden. Die Goji-Beere verträgt sich auch gut mit einheimischen (im Winter tiefgefrorenen) Beeren im (Natur-)Joghurt, Birchermüesli oder getrocknet als Ersatz fürs süsse Dessert. 

Nährwerttabelle

  Pro 100g, getrocknet Pro Portion = 40 g, getrocknet

Prozentuale Abdeckung des Tagesbedarfs mit einer Portion 

Energie

349 kcal 140 kcal  

Protein

14,3 g 5,7 g  

Kohlenhydrate

77,1 g 30,8 g  

Nahrungsfasern

13 g 5,2 g 17%
Fett 0,4 g 0,2 g  
Vitamin C 48 mg 19 mg 18% für Männer
20% für Frauen
Calcium 190 mg 76 mg 8%
Eisen 6,8 mg 2.72mg

27% für Männer
18% für Frauen

Quelle: USDA National Nutrient Database for Standard Reference Legacy Release; Basic Report:  09110, Goji berries, dried

von Petra Koci,

publiziert am 14.10.2019


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