Warum die Knolle in jede Hausapotheke gehört

Man kann sie zum Kochen genauso brauchen wie als Hausmittel: Die Ingwerwurzel. Ob als Tee, im Kuchen, im Curry oder als Sushi-Beilage, die Knolle heizt einem tüchtig ein.

Ob Sushi, Kuchen oder Tee: Mit Ingwer kann man vieles anstellen. Die hellbraune Wurzel ist nicht nur ein rassiges Gewürz und gesundes Lebensmittel, sie ist zugleich auch eine Heilpflanze.

Den stark aromatischen Geruch verdankt der Ingwer seinem ätherischen Öl mit Inhaltsstoffen wie Zingiberen und Zingiberol, seine bekannte Schärfe kommt dagegen vor allem von Stoffen wie Gingerol.

Gingerol ist besonders interessant. Er ähnelt in seiner chemischen Struktur der Acetylsalicylsäure, die als Wirkstoff im Aspirin genutzt wird. Der Stoff hat eine schmerzstillende Wirkung.

Lange Tradition als Heilmittel

Die asiatische Medizin nutzt die Wurzel schon seit Jahrhunderten für ihre Zwecke. Ihre Einnahme soll Symptome, die mit dem Magen-Darm-Trakt zusammenhängen, aber auch Schwindel abschwächen oder beseitigen. Traditionell dient die Wurzel der Besserung des Unwohlseins und der Unterstützung der Verdauung.

In China wird Ingwer auch zur Therapie von Fieber, Husten, Übelkeit, Magenschmerzen und Durchfall eingesetzt. Sie kommt ausserdem bei bestimmten Formen der Gastritis (Entzündung der Magenschleimhaut), Verdauungsbeschwerden und Appetitlosigkeit zur Anwendung. Selbst beim Abnehmen soll die Wurzel helfen können. Studien, die etwa letzteres beweisen, fehlen aber. 

Nicht für jeden gut

Ingwer ist aber nicht für alle gut. Schwangere sollten besser darauf verzichten, da bestimmte Inhaltsstoffe Wehen fördern können. Auch Menschen mit empfindlichem Magen oder Gallenleiden sollten ihn mit Vorsicht geniessen oder ganz auf ihn verzichten. Ingwer kann zudem die Blutgerinnung hemmen. Wer Medikamente einnimmt, welche die Gerinnung beeinflussen, sollte das berücksichtigen und sicherheitshalber seinen Arzt fragen.

Rezeptideen – lesen Sie unten weiter

Ingwer kann breit eingesetzt werden – von der Vorspeise bis zum Dessert. Beliebt ist er auch als Getränk, etwa als Tee oder als Bier. Hier ein paar Rezeptvorschläge, wie man Ingwer in der Küche einsetzen kann. 

Ganzjährig erhältlich

Angebaut wird Ingwer heute in den Tropen und Subtropen. Indien ist der grösste Produzent. Der bei uns erhältliche Ingwer stammt meistens aus China. Der Ingwer ist eine schilfartige Staudenpflanze, die gut einen Meter hoch werden kann. Genutzt wird nur der knollenartige Wurzelstock. Die Wurzeln können bis zu 20 Zentimeter lang werden.

Frische Ingwerwurzeln sind das ganze Jahr erhältlich. Es gibt sie auch in getrockneter oder gemahlener Form. Frische Stücke bewahrt man am besten ungeschält im Gemüsefach des Kühlschranks auf. Hier bleiben sie zwei bis drei Wochen frisch. Sie können ihn auch schälen und in Plastik eingehüllt ­einfrieren.

Tipp: Beim Ingwer sitzen die wertvollen Inhaltstoffe direkt unter der Schale, man sollte ihn folglich nur ganz dünn schälen. Asiaten schaben die hellbraune Schale mit dem Griff eines Kaffeelöffels oder einem Essstäbchen ab.

Nährwerttabelle

100 g frischer Ingwer enthalten  
Energie 83 kcal
Fett 0,8 g
davon gesättigte Fettsäuren 0,2 g
Kohlenhydrate 16 g
davon Zucker 1,5 g
Ballaststoffe 2 g
Eiweiss 2 g
Zink 1,2 mg
Magnesium 43 mg
Kalium 415 mg

 

Publiziert am 03.07.2017,

von Rüdi Steiner


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