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Wie Corona unser Essverhalten beeinflusst

Gewicht, Unzufriedenheit, spezifische Ernährungsformen – Tendenz: steigend. Eine Studie der Universität St.Gallen zeigt, welche Wirkungen die Pandemie auf unsere Ernährungsgewohnheiten hat.

Bereits zum sechsten Mal befragt das Forschungszentrum für Handelsmanagement der Universität St.Gallen in einer repräsentativen Umfrage Konsumentinnen und Konsumenten zu ihren Ess- und Verzehrgewohnheiten. Die «Food Consumption Studie 2021»* zeigt: Corona hat Einfluss auf unser Essverhalten.

Mehr Gewicht, weniger Zufriedenheit

Die Anzeige der Waage mag bei einigen gestiegen sein: Während der Pandemie haben Schweizerinnen und Schweizer durchschnittlich über alle Altersgruppen 3,3 Kilogramm zugelegt. Bei den 45- bis 64-Jährigen waren es sogar 6,7 Kilogramm. Interessant ist, dass die Gewichtszunahme im Vergleich zu 2014 insgesamt 3,4 Kilogramm betrug. Allein 3,3 Kilogramm davon haben wir in den letzten zwei Jahren zugenommen. Dies weist darauf hin, dass die Gewichtszunahme klar auf Corona zurückzuführen ist.

Wenn das Gewicht steigt, sinkt die Zufriedenheit. Wenig erstaunlich also, dass aktuell weniger als die Hälfte (47 Prozent) der Bevölkerung mit der Figur zufrieden ist. Vor zwei Jahren waren es noch zwei Drittel. Gesunken ist auch der Anteil der Personen, die mit der eigenen Ernährungsweise zufrieden sind: Von 69 Prozent im Jahr 2008 auf aktuell 59 Prozent.

Im Homeoffice essen wir häufiger

Rund ein Viertel der befragten Studienteilnehmenden haben ihre Ess- und Verzehrgewohnheiten während der Pandemie geändert. Davon erkennen Personen im Homeoffice am häufigsten eine grosse Veränderung: Sie essen häufiger und snacken regelmässig. Da die Mahlzeiten auswärts entfallen, wird im Homeoffice öfters selber gekocht. Aber auch fertig zubereitete Menüs per Lieferdienst werden häufiger bestellt. So ist anzunehmen, dass vor allem Homeoffice die Gewichtszunahme gefördert hat.

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Regional, nachhaltig – und preisgünstig

Käse vom Alpbauern, Eier oder Fleischwaren vom Hoflädeli, heimische Früchte und Gemüse im Laden. – Während der COVID-19-Krise haben wir vermehrt lokale und regionale Lebensmittel gekauft. Mit regionalen Produkten verbinden deutlich mehr Schweizerinnen und Schweizer einen besseren Geschmack, mehr Frische und mehr gesundheitliche Auswirkungen. Die Rückbesinnung auf Regionales hat mit Vertrauen und Sicherheit zu tun.

Ein Drittel der befragten Personen achtet seit Corona beim Kauf verstärkt auf Nachhaltigkeit. Gleichzeitig muss ein weiteres Drittel (32 Prozent) pandemiebedingt auf den Preis achten.

Mangelnde Disziplin, fehlendes Einkommen

Die Zufriedenheit mit der eigenen Ernährungsweise liegt unter 60 Prozent. Woran liegt es denn, dass wir uns nicht besser ernähren? Hauptsächlich sind dies mangelnde Disziplin (44 Prozent) und fehlende Ideen (26 Prozent). Mit der Pandemie ist das Argument – «mir fehlt die Zeit» – von 31 Prozent auf 24 Prozent zurückgegangen. Dafür gibt nun mehr als ein Viertel (27 Prozent) der Befragten an, dass ihnen das Geld für eine gesündere Ernährung fehlt. Vor zwei Jahren waren dies nur 16 Prozent.

Vollwert, fettreduziert, vegetarisch

Ideen für den Weg (zurück) zum Wohlfühlgewicht
  • Wo stehen Sie mit Ihrem Gewicht? Rechnen Sie Ihren BMI, Ihren persönlichen Kalorienbedarf sowie ihren Kalorienverbrauch aus. 
  • Alles rund ums Thema Ernährung – Ernährungswissen, Rezepte, Ernährungsformen und vieles mehr – finden Sie hier.
  • Von Low Carb zu vegetarisch. Koch-Inspirationen gibt es auch im Kochkurs.
  • Ein paar Pfunde sollen purzeln? Lesen Sie sich doch einfach ein in unserem Dossier «Idealgewicht».
  • Oder lassen Sie sich von unseren kostenlosen iMpuls-Coach-Programmen im Alltag begleiten.
  • Sie möchten Ihre Ernährung langfristig umstellen? Dann wäre vielleicht eine persönliche Beratung bei Medbase das Richtige.
  • Auch Bewegung ist ein wichtiger Pfeiler, um das Gewicht zu kontrollieren. Was machen Sie am liebsten? Krafttraining? Group Fitness? Dance? Pilates? Ein breites Angebot bieten Ihnen die Fitnessparks und Activfitness sowie die Klubschule Migros.

Ja, wie ernähren wir uns denn eigentlich? Verstärkt hat sich der Trend zu spezifischen Ernährungsweisen. So halten sich 57 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer an eine oder mehrere bestimmte Ernährungsformen. Vor zwei Jahren war es nur etwa ein Drittel. Die beliebtesten sind: Vollwert-Ernährung (18 Prozent), fettreduziert (15 Prozent), vegetarisch (12 Prozent), proteinreich (12 Prozent), kohlehydratarm (11 Prozent), Intervallfasten (9 Prozent), laktosefrei (7 Prozent), cholesterinarm (6 Prozent), flexitarisch (6 Prozent) und vegan (4 Prozent). Vor allem die jüngere Altersgruppe der 16- bis 24-Jährigen verzichtet häufiger auf Fleisch und tierische Produkte.

Beweggründe für einen Wechsel im Ernährungsverhalten sind persönliche Veränderungen sowie das gesellschaftliche Nachhaltigkeits- und Gesundheitsbewusstsein, anderes soziales Umfeld oder Ernährungsthematiken in den Medien oder der Wissenschaft. Interessanterweise haben aber gerade diese Einflussfaktoren an Bedeutung verloren. Daraus könnte man schliessen, dass die Pandemie und die damit einhergehenden veränderten Lebensgewohnheiten die neuen Treiber für ein anderes Essverhalten sind.

* Die «Food Consumption Studie 2021» basiert auf einer Online-Befragung des Forschungszentrums für Handelsmanagement der Universität St.Gallen. Mitte Juni 2021 wurden Konsumentinnen und Konsumenten in der Schweiz und erstmals auch in Deutschland und Österreich befragt. Die Befragung ist repräsentativ für die Geschlechter- und Altersverteilung der Bevölkerung.

von Petra Koci,

veröffentlicht am 13.10.2021


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