Schliessen

Gesünder leben?

Ideale Paare

Wer Lebensmittel richtig kombiniert, kann auch deren positive Effekte auf unsere Gesundheit verstärken. Wir stellen acht ideale Paarungen vor.

Wassermelone mit Ziegenkäse. Datteln mit Speck. Erdbeeren mit schwarzer Schokolade. In der Kulinarik ist das sogenannte Food-Pairing schon lange ein Begriff. Richtig kombiniert, entsteht aus bewährten Produkten etwas Neues, ein gar überraschendes Geschmackserlebnis.

Doch nicht 
nur was die Sensorik betrifft, ist das Paaren von Nahrungsmitteln vielversprechend. Auch aus ernährungsphysiologischer Sicht macht es Sinn. So entfaltet sich die positive Wirkung vieler Nahrungsmittel auf die körperliche Gesundheit erst dann richtig, wenn sie mit anderen Produkten kombiniert werden. Ideal gepaart werden Nährstoffe – etwa Vitamine oder Mineralstoffe – besser für den Körper verfügbar, die Verdauung wird gefördert, das Sättigungsgefühl verbessert oder die biologische Wertigkeit erhöht. Wir haben acht Nahrungsmittel- kombinationen ausgewählt, deren Einzelteile sich gegenseitig ideal ergänzen.

ruebli-rapsoel.jpg
ruebli-rapsoel.jpg

Rüebli und Rapsöl

Eltern wissen es: In den ersten Rüeblibrei gehören ein paar Tropfen Pflanzenöl. Am besten Raps- oder Leinsamenöl, beide reich an lebenswichtigen Omega-3-Fettsäuren. Der Grund: Das in den Rüebli enthaltene Betacarotin – eine Vorstufe von Vitamin A – ist wie die Vitamine D, E und K fettlöslich und wird vom Körper besser aufgenommen, wenn es mit Öl kombiniert wird. Bei Erwachsenen ist die Ergänzung weniger wichtig, da die restliche Nahrung in der Regel schon genügend Fett enthält.

spinat-zitrone.jpg
spinat-zitrone.jpg

Spinat und Zitrone

Eine ungewöhnliche, aber schmackhafte Kombination, etwa in Form eines Salats aus Jungspinat mit einem Dressing, bei dem die Säure von frischem Zitronensaft stammt. Hier geht es um das im Spinat enthaltene pflanzliche Eisen, das vom Körper besser aufgenommen werden kann, wenn es mit Vitamin-C- haltigen Lebensmitteln, zum Beispiel mit Zitrusfrüchten oder Peperoni, kombiniert wird.

spaghetti-reibkaese.jpg
spaghetti-reibkaese.jpg

Spaghetti und Reibkäse

Linienbewusste verzichten gern auf den Reibkäse zur Pasta. Dabei kann dieser indirekt einen positiven Effekt auf die Linie haben. Als eiweiss- und fetthaltiges Lebensmittel verlangsamt er den Übergang des in den Teigwaren enthaltenen Zuckers ins Blut, und das führt zu einem länger anhaltenden Sättigungsgefühl.

kartoffeln-ei.jpg
kartoffeln-ei.jpg

Kartoffeln und Ei

Die Qualität von Eiweiss in der Nahrung wird über die biologische Wertigkeit definiert. Sie ist das Mass dafür, wie viel körpereigenes Eiweiss aus Nahrungsproteinen gebildet werden kann. Pflanzliche Eiweisse weisen eine tiefere biologische Wertigkeit auf als tierische Eiweisse – es sei denn, man kombiniert sie geschickt. Besonders wertvoll sind Eiweisse aus Gerichten mit Kartoffeln und Ei, Weizenmehl und Milch oder auch Bohnen und Mais.

fruchtschorle-salz.jpg
fruchtschorle-salz.jpg

Fruchtschorle und Salz

Wer beim Sport viel schwitzt, muss vor, während und vor allem nach dem Training auf die Flüssigkeitszufuhr achten. Das optimale Sportgetränk kann man sich gleich selbst mixen: aus zwei Teilen Wasser und einem Teil Fruchtsaft, veredelt mit einer Prise Salz. Die Kombination sorgt dafür, dass die Flüssigkeit besonders schnell über den Darm in die Zellen gelangt und auch Mineralstoffe ersetzt, die beim Schwitzen verloren gehen.

banane-erdnussbutter.jpg
banane-erdnussbutter.jpg

Erdnussbutter und Banane

Früher hiess es: Wer Krafttraining betreibt, sollte nach dem Work-out Eiweiss konsumieren; wer die Ausdauer trainiert, darf bei den Kohlenhydraten zugreifen. Heute weiss man: Ideal ist eine Kombination aus beiden Nährstoffen, etwa im Rahmen eines Bananen-Milkshakes mit einem Löffel Erdnussbutter. Wer es weniger süss mag, kann nach dem Training eine Banane und ein Ei essen.

kuemmel-kaese.jpg
kuemmel-kaese.jpg

Kümmel und Käse

Kümmel macht Nahrungsmittel, die schwer verdaulich sind oder zu Blähungen führen können, besser verträglich. Besonders gern wird das Gewürz gemeinsam mit Käse gereicht, etwa zu Raclette. Von der Universität Würzburg wurde der Kümmel 2016 zur Arzneipflanze des Jahres gewählt.

federkohl-lachs.jpg
federkohl-lachs.jpg

Federkohl und Lachs

Als «kale» erfährt der gute alte Federkohl den gesundheits-fanatischen USA sei Dank gerade ein Revival. Zu Recht: Das Gemüse enthält neben viel Vitamin A, B, C und K auch Kalzium, das für gesunde und starke Knochen wichtig ist. Eingelagert wird der Mineralstoff in den Knochen aber nur dann, wenn im Körper genug Vitamin D enthalten ist. Dieses steckt zum Beispiel in fettem Fisch wie Lachs oder Hering.

Rüebli und Rapsöl

Eltern wissen es: In den ersten Rüeblibrei gehören ein paar Tropfen Pflanzenöl. Am besten Raps- oder Leinsamenöl, beide reich an lebenswichtigen Omega-3-Fettsäuren. Der Grund: Das in den Rüebli enthaltene Betacarotin – eine Vorstufe von Vitamin A – ist wie die Vitamine D, E und K fettlöslich und wird vom Körper besser aufgenommen, wenn es mit Öl kombiniert wird. Bei Erwachsenen ist die Ergänzung weniger wichtig, da die restliche Nahrung in der Regel schon genügend Fett enthält.

von Lukas Hadorn


Das könnte Sie interessieren: