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Gesünder leben?

Mit den richtigen Lebensmitteln warm durch den Winter

Wer im Winter immer friert, sollte seinen Speiseplan überprüfen. Heizen Sie sich mit den richtigen Lebensmitteln von Innen ein. Wir stellen Ihnen die besten Helfer für kalte Tage vor.

Vor allem in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) werden den Lebensmitteln verschiedene Eigenschaften zugesprochen. Einige sollen wärmend, andere eher kühlend wirken. Die diplomierte Ernährungsberaterin Sibylle Binder vom Institut für Integrative Naturheilkunde erklärt: «Je weniger Wasser ein Nahrungsmittel enthält, desto konzentrierter sind die darin enthaltenen Mineralien, und desto wärmender wirkt es.» Folgenden Lebensmitteln wird eine besonders wärmende Wirkung nachgesagt:

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Ingwer

Studien haben gezeigt, dass Ingwer die körpereigene Wärmeregulierung verbessert. Die im Ingwer enthaltenen Gingerole sollen die Durchblutung ankurbeln und lassen ein Gefühl der Wärme entstehen. Auch Gebäck, das mit Ingwer zubereitet wird (Ingwerbrot oder Ingwerguetzli) sind eine wärmende Delikatesse. Auch warmer Tee mit Ingwer und Zitrone heizt so richtig ein.

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Rotes Fleisch

Rotes Fleisch, besonders Rind- oder Lammfleisch wirkt wärmend. Der Effekt kann durch langes Kochen oder scharfes Anbraten zusätzlich verstärkt werden. Dank des hohen Eisenanteils hilft es unsere Eisenspeicher zu füllen. Denn: Wer an Eisenmangel leidet, friert schneller.

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Getrocknete Früchte

Dank des hohen Anteils an Mikronährstoffen, insbesondere B-Vitamine, Kalium und Magnesium, wird die Durchblutung angeregt, was einen wärmenden Effekt hat. In den süssen Früchten stecken aber viele Kalorien und Fruchtzucker. Geniessen Sie sie deshalb in kleinen Mengen.

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Gewürze und Kräuter

Kochen mit Gewürzen und Kräutern lohnt sich. Als besonders wärmend gelten: Zimt, Muskat, Anis, Chili, Paprika, schwarzer Pfeffer, Kümmel, Kardamom, Nelken und Vanille. Rosmarin, Lorbeer, Oregano, Thymian – sie gehören zu den typischen Fleischgewürzen – steigern die wärmende Wirkung des Fleisches.

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Wintergemüse

Randen, Sellerie, Rüebli, Kürbis, Lauch und Pastinake heizen uns im Winter ebenfalls ein – besonders wenn sie in einem Eintopf oder in einer Suppe lange gekocht wurden.

Sybille Binder sagt, dass nicht nur die Nahrungsmittelauswahl einen Effekt auf die thermische Wirkung des Essens habe. Genauso sei die Zubereitung ein entscheidender Faktor. «Je länger das Essen gekocht wird, desto besser wird die Wärme gespeichert», sagte Binder. Schon unsere Grosseltern wussten es: Suppen, Eintöpfe und Aufläufe sind ideale Wintergerichte. Sybille Binder rät, mindestens ein bis zwei warme Mahlzeiten pro Tag zu essen. Wer bereits gewärmt in den Tag starten möchte, wählt Porridge zum Frühstück.

von Claudia Vogt,

publiziert am 23.11.2017


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