Schliessen

Gesünder leben?

Endlich wieder Bärlauchzeit

Bald fängt der Frühling an und mit ihm kommen immer mehr frische Kräuter auf den Markt. Von März bis Mai hat der Bärlauch Saison. Erfahren Sie mehr und kochen Sie mit.

Das steckt im Bärlauch

100 g Bärlauch enthalten:

  • Energie 12 kcal
  • Kohlenhydrate 2,9 g
  • Ballaststoffe 2,2 g
  • Kalium 336 mg
  • Calcium 76 mg
  • Vitamin C 150 mg

Bärlauch wächst an Waldrändern, auf halbschattigen weichen Laubwaldböden, am liebsten in der Nähe von Wasser. Er gehört, genau wie der Knoblauch und Schnittlauch, zur Familie der Lauchgewächse. Wie beim Knoblauch und Schnittlauch sorgt auch beim Bärlauch das Allicin, eine schwefelhaltige Verbindung, für den scharfen, knoblauchartigen Geschmack.

Es wird beim Zerstören der Zellwand aus der Aminosäure Alliin gebildet. Dieser Geschmack und Geruch dient dem Schutz vor Fressfeinden. Neben Alliin sind auch Vitamine und Mineralstoffe im Bärlauch enthalten. Ein Bund Bärlauch (meist ca. 100 g) deckt beispielsweise den Tagesbedarf an Vitamin C.

Hilft Bärlauch der Gesundheit?

Die Durchblutung soll durch Bärlauch gefördert werden. Gleichzeitig soll er bei Bluthochdruck blutdrucksenkend wirken, da er verhindert, dass sich Cholesterinpartikel in den Blutgefässen ansammeln. So soll Arteriosklerose und Herzinfarkt vorgebeugt werden. Ausserdem werden die Leber und die Galle angekurbelt und so der Fettstoffwechsel angeregt. (Lesen Sie unten weiter...)

Mundgeruch: Bärlauch als Knoblauchersatz?

Bärlauch ist bekannt als Knoblauchersatz, der aber keinen Mundgeruch macht. Darauf sollten Sie sich aber vor einem wichtigen Meeting, einem Date oder einem Zahnarztbesuch lieber nicht verlassen. Genau wie der Knoblauch enthält er die gleichen Schwefelverbindungen, die für den Mundgeruch verantwortlich sind.

Beim Bärlauch ist es meist etwas weniger, wahrscheinlich weil er weniger Schwefelverbindungen enthält. Das Kauen von Petersilie, Nelken, Fenchelsamen, Pfefferminz oder die Einnahme von Chlorophylltabletten können hier Abhilfe schaffen.

Mit Bärlauch lassen sich viele einfache und schnelle Rezepte verwirklichen. Probieren Sie es gleich mal aus.

Vorsicht beim Selbstpflücken

Beim Selbstpflücken sollten Sie aufpassen. Die Blätter des Bärlauchs können mit den Blättern der Herbstzeitlosen und des Maiglöckchens verwechselt werden. Das kann zu Vergiftungssymptomen wie zum Beispiel Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen. Es gab sogar Fälle, in denen die Verwechslung zum Tod geführt haben soll.

Vor der Verwechslung hilft der Geruchstest. Beim Abreissen oder Anschneiden der Blätter riecht es sofort nach Knoblauch. Jedoch sollte man darauf achten, dass man wirklich am Blatt riecht und nicht an den Fingern, die bereits nach Knoblauch duften.

Ausserdem sollten Sie den Bärlauch sehr gründlich waschen, um mögliche Fuchsbandwürmer abzuwaschen. Am sichersten ist es, den Bärlauch im Supermarkt oder auf dem Markt zu kaufen.

So lagern Sie Bärlauch richtig

Verwenden Sie den Bärlauch so frisch wie möglich. Im Gemüsefach des Kühlschranks, am besten in einem Plastikbeutel, hält sich der Bärlauch ein paar Tage, verliert aber immer mehr an Geschmack. Beim Kochen am besten roh verarbeiten oder erst sehr spät in den Topf geben. So bleibt am meisten Geschmack erhalten.

von Pia Martin,

publiziert am 06.07.2018


Das könnte Sie interessieren: