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Gesünder leben?

Fasten kann Wunder wirken

Fünf Tage im Monat fasten und die restliche Zeit essen, was man mag – damit verloren die Teilnehmer einer Studie in drei Monaten fast drei Kilo. Und sie verminderten damit ihr Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle.

US-Forscher schlagen eine neue Methode vor, um länger und gesünder zu leben: Fünf Tage pro Monat fasten, ansonsten so essen und leben wie gewohnt. In einem dreimonatigen Experiment verloren die 71 Teilnehmer so im Durchschnitt 2,6 Kilo Gewicht. Auch ihr Blutdruck und die Blutfettwerte verbesserten sich.

Insbesondere jene Teilnehmer profitierten, die zu Beginn der Studie schlechtere Blutzucker-, Blutdruck-, und Blutfettwerte und folglich auch ein grösseres Risiko für Herz- und Gefässerkrankungen hatten. Ein Viertel der Studienteilnehmer hielt jedoch nicht über die Dauer von drei Monaten durch und schied aus dem Experiment aus. Kopfschmerzen, Müdigkeit und Schwächegefühl waren die häufigsten, allerdings leichten, unerwünschten Wirkungen während der Diätphasen.

So funktionierts

Während der fünf Fastentage bekamen die Teilnehmer Suppen, Energieriegel und -drinks, Snacks und anderes auf Pflanzenbasis. Am ersten Tag verspeisten sie insgesamt 1100 kcal, vom zweiten bis zum fünften Tag jeweils 720 kcal täglich.

Die speziell für den Versuch zusammengestellte Nahrung war eiweiss- und kohlenhydratarm, aber reich an guten Fetten, Vitaminen, Spurenelementen und Aminosäuren. Die Ration für fünf Tage wird von der Firma des Studienleiters für umgerechnet rund 250 Franken verkauft, sie dürfte gemäss dem «Deutschen Ärzteblatt» online aber «für einen Bruchteil des Preises in jedem Supermarkt erhältlich sein».

Bedingungen für den Selbstversuch

Die Studienautoren raten Interessierten, sich bei einem Selbstversuch von einer erfahrenen Fachperson begleiten zu lassen und weisen darauf hin, dass die Methode bisher nur an gesunden Erwachsenen bis 70 Jahre erprobt worden sei. Es seien grössere Studien nötig, um die Wirksamkeit und die Sicherheit des 5-Tage-Fastens zu bestätigen.

Quelle: «Science Translational Medicine»


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