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Gesünder leben?

Fasten – worauf Sie achten sollten

Was Fasten tatsächlich nützt, ist umstritten. Sicher ist: Zum Abnehmen eignet es. Wieso es sich trotzdem lohnen kann.

Fasten, um langfristig abzunehmen, ist nichts. In diesem Punkt sind sich die Experten einig. Denn die abgenommenen Kilos hat man schnell wieder auf den Rippen – oft sind es gar mehr als vor dem Fasten. Denn nach der Hungerperiode füllt der Körper seine Reservedepots schnell wieder auf, um auf die nächste Durststrecke vorbereitet zu sein.

Entschlacken gibt es nicht

Fasten: Wichtigste Punkte
  • Fasten eignet sich nur für Gesunde.
  • Kinder, Schwangere, Stillende, Tumorpatienten und chronisch Kranke sollten nicht fasten.
  • Nicht länger als sieben Tage fasten.
  • Auf ausreichende Entspannung achten und wenn möglich während der Fastenzeit nicht arbeiten.

Aus schulmedizinischer Sicht birgt der bewusste Verzicht auf Nahrung Risiken: Zum Beispiel kommen Gallensteine und Gichtanfälle nach Fastenkuren häufiger vor.

Ausserdem gibt es ihrer Ansicht nach keine Schlacken, von denen der Körper befreit werden müsste. Dieser verfügt in gesundem Zustand über ein einwandfreies Reinigungssystem. Stoffwechsel-Endprodukte werden vom Darm und von den Nieren ausgeschieden.

Mehr Zeit für uns selbst: Was fasten leistet

Fastende können aber auch durchaus positive Effekte erleben. So nehmen wir beim bewussten Verzicht auf Nahrung Hunger- und Sättigungsgefühle besser wahr. Und fällt das Essen weg, bleibt mehr Zeit für uns selbst. Diese können wir nutzen, um Gewohnheiten kritisch zu hinterfragen und unsere Lebens- und Essgewohnheiten langfristig umzustellen.

Die verschiedenen Arten von Fasten

Saftfasten

Beim Saftfasten trinken Sie über den Tag verteilt ein bis zwei Liter Früchte- und Gemüsesäfte. Am besten stellen Sie die Säfte selbst her.

Als Alternative bietet sich an, die Säfte im Laden zu kaufen oder auf speziell zusammengestellte Saftkuren aus Drogerie oder Reformhaus zurückzugreifen. Es muss dabei immer beachtet werden, dass diese keinen zusätzlichen Zucker enthalten. Smoothies eignen sich nicht, da sie meistens zu viel Zucker enthalten. (Lesen Sie unten weiter …)

Lesen Sie auch: Saftfasten im Selbstversuch

Basenfasten

Das Basenfasten soll den Säure-Basen-Spiegel wieder ins Gleichgewicht bringen. Säurebildende Lebensmittel sind verboten. Dazu zählen Milchprodukte, Fleisch und Stärkelieferanten wie Brot und Teigwaren. Erlaubt sind Gemüse, Früchte und Kartoffeln.

Eine durch die Ernährung verursachte Übersäuerung ist bei Gesunden jedoch nicht zu befürchten. Verschiedene Puffersysteme unseres Körpers regulieren die Säure-Basen-Konzentration im Blut und halten sie konstant.

Intervallfasten

Beim Intervallfasten wird während ein bis zwei Tagen ganz aufs Essen verzichtet. An den Fastentagen werden meist nur Getränke wie Wasser oder ungesüsster Tee getrunken.

Eine weitere Möglichkeit des Intervallfastens ist das sogenannte Dinner-Cancelling. Bei dieser Methode wird das Abendessen ausgelassen. Spätestens ab 17 Uhr darf nichts mehr gegessen werden, bis zum anderen Morgen. Nur Wasser und Kräutertees sind erlaubt. Empfehlenswert ist diese Methode nur für Personen, die frühstücken und Zeit für ein ausgewogenes Mittagsessen haben.

von Claudia Vogt,

publiziert am 24.08.2018


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