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Gesünder leben?

Wie bekomme ich endlich mein Bauchfett weg?

Am Mittwoch 7. Februar beantworten unsere beiden Ernährungs-Expertinnen Claudia Vogt und Pia Martin Fragen zum Thema Abnehmen. Hier liefern sie die Antworten zu den Fragen nach, die sie während des Live-Chats nicht beantworten konnten.

Ursula - Frage aus dem Expertenchat

Ich würde gerne mein Bauchfett loswerden. Wie?

Claudia Vogt
Claudia Vogt

Ernährungsberaterin

Leider gibt es keine effiziente Ernährungsform, mit welcher Sie an spezifischen Körperstellen abnehmen können. Damit der Körper gezwungen wird Reserven abzubauen, wie z.B. das Bauchfett, braucht es eine negative Energiebilanz. Sie müssen mehr Energie verbrennen, als dass Sie essen. Dies erreichen Sie indem sie mind. 1-2 Liter energiefreie Getränke nehmen, versuchen pro Tag 2-3 Hauptmahlzeiten nach folgendem Prinzip zu essen (50% des Tellers mit Gemüse/Salat, 25% Kohlenhydrate und 25 % Eiweiss). Essen Sie zwischendurch maximal eine Frucht oder etwas Gemüse oder ein Naturejoghurt. Kurbeln Sie Iihren Stoffwechsel zudem mit Bewegung an, versuchen Sie täglich 10'000 Schritte zu machen, und versuchen Sie 2-3 pro Woche während 30 Minuten sich so zu bewegen, dass es für Sie anstrengend ist. Zudem können gezielte Bauch- und Rückenübungen Ihr Ziel unterstützen.

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Pia Martin

Ökotrophologin (M.Sc.)

Während des Stillens sollten Sie noch nicht an Gewicht abnehmen. Ihr Körper benötigt die Energie für die Milch. Ihr Kind soll ausserdem alle nötigen Stoffe bekommen, die es für seine Entwicklung braucht. Auch Sie müssen alles bekommen, was Sie brauchen. Würden Sie während des Stillens eine Diät machen, so holt sich der Körper die nötigen Stoffe für das Baby aus dem Speicher der Mutter. So ist es zum Beispiel beim Calcium, dass dann aus den Knochen der Mutter freigesetzt wird.

Nach der Stillzeit können Sie dann anfangen abzunehmen. Das sollte aber auch langsam und dadurch nachhaltig passieren.

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Pia Martin

Ökotrophologin (M.Sc.)

Mit einer leichten Laktoseintoleranz lässt es sich trotzdem abnehmen. Achten Sie auf jeden Fall auf eine ausreichende Zufuhr an Calcium. Das können Sie durch calciumreiches Mineralwasser oder mit Calcium angereicherte Sojamilch erreichen. Nehmen Sie durch eine dauerhafte Ernährungsumstellung ab. Essen Sie Vollkornprodukte, Früchte und Gemüse, fettarme Milchprodukte (die die sie nicht vertragen können Sie auch durch die laktosefreie Alternative ersetzen), Poulet und Fisch. Bewegen Sie sich ausreichend.

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Pia Martin

Ökotrophologin (M.Sc.)

Bei dem Thema abends nichts mehr oder keine Kohlenhydrate mehr zu essen, geht es darum, dass nach dem Verzehr von Kohlenhydraten der Blutzuckerspiegel und damit auch der Insulinspiegel im Blut ansteigt. Das Insulin sorgt dafür, dass das Blut in die Zellen aufgenommen werden kann. Es hemmt aber auch den Fettabbau. Wenn Sie also längere Zeit (ab abends bis zum nächsten Morgen) nichts mehr oder nur wenig essen, so ist der Fettabbau nicht gehemmt. Jedoch kommt es hauptsächlich auf die Kalorienmenge an, die Sie pro Tag zu sich nehmen. Wenn Sie nach einem Abend ohne Essen morgens umso mehr essen und Heisshunger bekommen, so ist das nicht sinnvoll. Ausserdem ist Obst am Abend immer noch besser als Süssigkeiten oder Chips. Versuchen Sie herauszufinden wie es für Sie am besten passt. Ideal sind zum Beispiel auch Gemüseschnitze als Snack vor dem Fernseher, statt Süssigkeiten und Chips.

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Pia Martin

Ökotrophologin (M.Sc.)

Super, dass Sie sich schon so viel bewegen und so bewusst ernähren. Weiter so. Wie gross sind Sie denn? Mit der Grösse und dem Gewicht können Sie Ihren BMI ausrechnen und ihr Gewicht grob einschätzen.

Achten Sie darauf, dass Sie nicht zu viel aber auch nicht zu wenig Essen. Ansonsten könnte ihr Körper auf Sparflamme umstellen. Mit dem Kalorienbedarfsrechner können Sie Ihren ungefähren Kalorienbedarf ausrechnen.

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Pia Martin

Ökotrophologin (M.Sc.)

Beim Abnehmen kommt es hauptsächlich auf die pro Tag aufgenommenen Kalorien an. Ist Ihre Kalorienbilanz negativ (nehmen Sie also weniger Kalorien auf, als Sie verbrauchen) nehmen Sie ab. Das können Sie durch die Kalorienaufnahme, aber auch durch den Kalorienverbrauch durch Bewegung und Sport regulieren. Essen Sie viel Obst und Gemüse, Vollkornprodukte, fettarme Milchprodukte und Proteinquellen, wie Fisch, Poulet oder Hüttenkäse.

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Pia Martin

Ökotrophologin (M.Sc.)

Beim Abnehmen kommt es hauptsächlich auf eine negative Kalorienbilanz an. Nehmen Sie also weniger Kalorien auf, als Sie verbrauchen. In erster Linie kommt es nicht darauf an, woher die Kalorien stammen.

Bewegung Sie sich weiterhin viel. Das ist super so. Essen Sie viel Früchte, Gemüse, Vollkornprodukte, fettarme Milchprodukte und Proteinquellen (Fisch, Poulet, Hüttenkäse). Der Körper braucht Kohlenhydrate. Kohlenhydratfrei sollten Sie sich also nicht ernähren. Sie können den Kohlenhydratanteil aber etwas reduzieren, wenn Sie möchten. Achten Sie vor allem darauf, dass Sie Zucker aus zuckerhaltigen Getränken und Süssigkeiten möglichst vermeiden. Komplexe Kohlenhydrate aus Vollkornprodukten oder Hülsenfrüchten sättigen gut und erhöhen den Blutzucker- und Insulinspiegel nicht so stark und nicht so schnell wie einfache Kohlenhydrate und Weissmehlprodukte. Das können Sie weiterhin beachten.

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Pia Martin

Ökotrophologin (M.Sc.)

Ja, das könnte an der Schilddrüsenunterfunktion liegen. Durch eine Unterfunktion der Schilddrüse kann der Energieverbrauch verringert sein. Sprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt. Er kann Sie ganz genau untersuchen und beraten.

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Pia Martin

Ökotrophologin (M.Sc.)

Mit Ihrem Gewicht und Ihrer Grösse haben Sie einen BMI von 25,7. Das wird zwar als leichtes Übergewicht bezeichnet, wenn Sie jedoch gesund sind und sich wohl fühlen ist es noch kein Grund 10-15 Kilogramm abzunehmen. Würden Sie zum Beispiel auf 62 kg abnehmen, so läge ihr BMI im unteren Normalbereich. So viel müssen Sie gar nicht abnehmen. Überlegen Sie sich vielleicht auch kleinere, gut erreichbare Ziele und Zwischenziele. Das motiviert.
Ein schnelles Abnehmen durch strikte Diäten ist nicht zu empfehlen. Meist wird am Anfang viel Wasser, statt Fett verloren, dass dann schnell wieder drauf ist. Ausserdem werden eher Proteine als Fett zur Energieverwendung verbraucht. Daher ist es wichtig langsam und nachhaltig abzunehmen.
Super, dass Sie schon so viel Sport machen. Versuchen Sie vielleicht im Alltag noch etwas mehr Bewegung einzubauen, zum Beispiel durch Spaziergänge, Treppensteigen und Velofahren. Essen sie bewusst und ausgewogen. Versuchen Sie möglichst auf zuckerhaltige Getränke, Alkohol und Süssigkeiten zu verzichten. Essen Sie viel Gemüse und Früchte, Vollkornprodukte statt Weissmehlprodukte, fettarme Milchprodukte, Proteinquellen wie Fisch, Poulet und Hüttenkäse oder Magerquark.

Claudia Vogt
Claudia Vogt

Ernährungsberaterin

Leider funktioniert das Abnehmen nicht so gezielt. Generell gilt, essen Sie weniger als Ihr Körper verbraucht. Dann greift der Körper auf seine Reserven zurück u.a. auch das Bauchfett. Das schaffen Sie in dem Sie mindestens 1-2 Liter Wasser oder ungesüssten Tee trinken, versuchen Sie möglichst auf Süssgetränke, Fruchtsäfte, Smoothies und Alkohol zu verzichten. Ernähren Sie sich ausgewogen. Füllen Sie mindestens 50% Ihres Tellers beim Mittag-und Abendessen mit Gemüse/Salat, schöpfen Sie immer mind 25% des Tellers mit Eiweiss (Fleisch, Fisch, Eier, Tofu, Käse, Quark,…) und eine Portion Kohlenhydrate, die etwa so gross ist wie Ihre Faust. Essen Sie zwischendurch möglichst wenig, bei Bedarf eine Frucht oder ein Naturejoghurt. Daneben braucht Ihr Körper Bewegung und mit gezielten Bauch- und Rückenübungen können Sie Ihr Ziel bestimmt unterstützen.

Claudia Vogt
Claudia Vogt

Ernährungsberaterin

Zu allererst gratuliere ich Ihnen zur Gewichtsabnahme, da haben Sie bereits viel erreicht. Wenn ich den BMI als eine mögliche Referenz dazu ziehe, sind Sie bereits beinahe in einem idealen Gewichtsbereich. Wenn Sie keine körperlichen Beschwerden haben, steht dem Joggen aus meiner Sicht nichts im Weg. Falls Sie aber Bedenken haben, sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt darüber. Nehmen Sie Ihr Wohlbefinden als Referenz beim Joggen, Überanstrengen Sie sich nicht, nehmen Sie es aber auch nicht zu locker. Sie sollten sich noch unterhalten können beim Joggen. Als Referenzwert gilt ca. 110-130. Ich rate Ihnen langsam mit dem Joggen zu beginnen. Zu Beginn würde ich zwischen Gehen und Joggen abwechseln und das Joggen immer weiter ausbauen. Hier finden Sie wertvolle Tipps, was es für Jogging-Anfänger zu beachten gilt.

Claudia Vogt
Claudia Vogt

Ernährungsberaterin

Sie sollten nicht unter Ihrem Grundumsatz essen. Wenn Sie weniger essen, hat Ihr Körper zu wenig Energie für die wichtigen Funktionen (Organe, Körpertemperatur regulieren). Um dieses Defizit wieder auszugleichen, baut unser Körper Muskelmasse ab. So gewinnt er Energie für die wichtigen Funktionen, andererseits kann der den Energiebedarf reduzieren. Denn je mehr Muskeln wir haben, um so mehr Energie verbrauchen wir. Der Effekt der reduzierten Muskelmasse hält lange an, auch wenn Sie wieder normal essen und dann nehmen Sie umso schneller zu. Ihr Körper läuft also auf Sparflamme, wenn Sie zu wenig essen. Aus diesem Grund funktioniert der Stoffwechsel nicht mehr richtig und abnehmen geht auch schlechter. Ich rate Ihnen dringend genügend Energie zu sich zu nehmen.

Claudia Vogt
Claudia Vogt

Ernährungsberaterin

Diese Variante ist nicht generell schlecht und kann bei einigen Personen bestimmt funktionieren. Auf lange Frist gesehen ist diese Art von Ernährung wohl wenig Gesellschaftsfähig. Gesellschaftliche Anlässe, die ja meistens mit gutem Essen verbunden sind, fallen nicht immer auf den «Cheat day». Zudem können Personen mit entsprechender Veranlagung an den alles ist erlaubt Tagen in ein massloses Essverhalten geraten, was auch nicht gesund ist. Ich bevorzuge die Variante, jeden Tag aufs neue anzugehen und versuchen möglichst gesund und ausgewogen zu essen. Bei dieser Variante muss man sich mit seinem Ess- und Trinkverhalten intensiver auseinandersetzen. Doch auf lange Frist lernen Sie für jede Situation eine Strategie, die für Sie persönlich funktioniert.

Claudia Vogt
Claudia Vogt

Ernährungsberaterin

Es gibt keine wissenschaftlich fundierten Studien, welche beweisen, dass der Mensch gewisse Lebensmittel nicht oder schlecht verwerten kann. Der Mensch ist ein Allesesser. Aus meiner Sicht, ist die Paleo-Ernährung mit deutlichen Einschränkungen verbunden, und ich frage mich, ob diese Ernährung auf lange Zeit eingehalten werden kann. Denn das soll das Ziel sein, seine Ernährung so umzustellen, dass sie ein Leben lang umsetzbar ist. Gewisse Ansätze der Paleo-Ernährung sind sinnvoll und wird auch von der gesunden Ernährung empfohlen: reichlich Gemüse und Obst, auch Eiweiss in Form von Fleisch, Fisch und Eiern sind gesund. Es macht auch Sinn den Konsum von Zucker und Weissmehl einzuschränken, diese enthalten deutlich weniger Nährstoffe und machen auch nicht lange satt. Aus meiner Sicht spricht aber nichts gegen 3 Portionen Getreideprodukte am Tag. Diese kann unser Körper sehr gut verwerten. Auch Milchprodukte sind sinnvoll, denn sie liefern neben Eiweiss auch viele wichtige Mineralstoffe wie Calcium.

Andrea H - Frage aus dem Expertenchat

Was halten Sie von fasten nach der 16:8 Methode?

Claudia Vogt
Claudia Vogt

Ernährungsberaterin

Gemäss den ersten Studien lässt sich ein Erfolg vermuten. Blutzucker- und Blutfettwerte werden verbessert. Jedoch ist diese Kostform ist nur bedingt sozialverträglich. Wer verzichtet schon gern auf ein schönes Abendessen mit der Familie?  Aus meiner Sicht ist es für eine langfristige Gewichtsabnahme nicht geeignet. Zudem gibt es keine Empfehlungen, was gegessen werden soll.

Claudia Vogt
Claudia Vogt

Ernährungsberaterin

Geben Sie Ihrem Körper Zeit. Es ist tatsächlich so, dass gewisse Hormone und Hormonschwankungen einen Einfluss auf das Gewicht haben und das braucht seine Zeit bis sich alles wieder eingespielt hat. Ich empfehle eine Gewichtsreduktion von ca. 500 gr pro Woche, alles andere ist zu schnell. Ich rate Ihnen, einmal Ihr Ess- und Trinkverhalten zu protokollieren. Was essen Sie wann, wo und weshalb (Hunger, Gluscht, Emotionen,…). Vielleicht fällt Ihnen so etwas auf, an das Sie bis jetzt noch gar nicht gedacht haben. Aus meiner Erfahrung schleichen sich ab und zu kleine Snacks (mal ein Schöggeli im Vorbeilaufen im Büro etc.) unbewusst ein. Bleiben Sie weiter am Ball mit der Bewegung und gehen regelmässig ins Fitnessstudio. Das ist wirklich super!

Claudia Vogt
Claudia Vogt

Ernährungsberaterin

Sie können auch bei erhöhten Cholesterinwerten durch aus zu normalen Milchprodukten greifen. Die Forschung fand heraus, dass das gemessene Cholesterin im Blut zu 80% von unserer Leber selbst produziert ist und gar nicht über die Lebensmittel aufgenommen wurde. Das Ziel soll daher sein, die Produktion von der Leber etwas zu reduzieren und das machen Sie bereits sehr gut. Ich rate Ihnen zu kleinen Kohlenhydratportionen (d.h. Kartoffeln, Brot, Reis, Pasta, Polenta, Frühstücksflocken). Essen Sie 2-3 Portionen pro Tag, wobei eine Portion so gross ist wie Ihre Faust. Brauchen Sie «gutes Fett», nehmen Sie Oliven- oder Rapsöl und Butter, verwenden Sie alles sparsam. Versuchen Sie grosse, fettreiche Speisen zu reduzieren (Pommes, Chips, Rahmsaucen, Würste, Aufschnitt, etc.). Im Rahmen einer gesunden Ernährung sind 3 Portionen Milchprodukte erlaubt, eine Portion entspricht 2 dl Voll- oder Drinkmilch, 150-200 gr normales Joghurt/Quark/Hüttenkäse oder ca. 30 gr Käse und ca.60 gr Weichkäse. 

Claudia Vogt
Claudia Vogt

Ernährungsberaterin

Leider funktioniert das Abnehmen nicht so gezielt. Generell gilt, essen Sie weniger als Ihr Körper verbraucht. Dann greift der Körper auf seine Reserven zurück u.a. auch das Bauchfett. Das schaffen Sie in dem Sie mindestens 1-2 Liter Wasser oder ungesüssten Tee trinken, versuchen Sie möglichst auf Süssgetränke, Fruchtsäfte, Smoothies und Alkohol zu verzichten. Ernähren Sie sich ausgewogen. Füllen Sie mindestens 50% Ihres Tellers beim Mittag-und Abendessen mit Gemüse/Salat, schöpfen Sie immer mind 25% des Tellers  mit Eiweiss (Fleisch, Fisch, Eier, Tofu, Käse, Quark,…) und eine Portion Kohlenhydrate, die etwa so gross ist wie ihre Faust. Essen Sie zwischendurch möglichst wenig, bei Bedarf eine Frucht oder ein Naturejoghurt. Daneben braucht Ihr Körper Bewegung und mit gezielten Bauch- und Rückenübungen können Sie Ihr Ziel bestimmt unterstützen.

Claudia Vogt
Claudia Vogt

Ernährungsberaterin

Ich bin mit Ihnen einig, Diäten bei welchen auf viel verzichtet werden muss, sind nicht von Erfolg gekrönt. Dies kann auch beim Intervallfasten passieren. Denn wirklich gesellschaftskonfrom ist diese Ernährung nicht. Es bedeutet, dass Sie mit grosser Wahrscheinlichkeit auf das Abendessen verzichten, oder dieses sehr früh zu sich nehmen müssen. Das passt meist mit Familienessen oder anderen gesellschaftlichen Anlässen nicht zusammen. Ich rate Ihnen zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung, die ihnen weniger Kalorien liefert, als dass Ihr Körper benötigt. Bei dieser Ernährung ist alles erlaubt, auch ab und zu etwas Süsses etc. und Sie werden trotzdem abnehmen. Denn sobald Sie unter Ihrem Tagesbedarf an Energie essen, muss Ihr Körper automatisch auf seine Reserven zurückgreifen und baut Fett ab.

Claudia Vogt
Claudia Vogt

Ernährungsberaterin

Führen Sie über eine Woche ein Ess- und Trinktagebuch und beobachten Sie, was, wann und weshalb (Hunger, Gluscht, Emotionen,..) Sie essen. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass sich vor allem auch im strengen Mami-Alltag immer wieder unterbewusst kleinere Snacks einschleichen, oder Gewohnheiten wie schnelles Essen, Essen ohne Hunger, Teller aufessen etc. Ich finde es genial, dass Sie sich schon so mit der Ernährung auseinandergesetzt haben. Versuchen Sie mindesten 50% Prozent Ihres Tellers mit Gemüse/Salat zu füllen beim Mittag- und Abendessen. Essen Sie 2-3 Portionen Kohlenhydrate pro Tag, wobei eine Portion der Grösse Ihrer Faust entspricht. Und achten Sie darauf, dass Sie bei jeder Mahlzeit entweder Fleisch, Fisch, Eier, Tofu, Käse, Quark dabeihaben. Denn ohne ausreichend Proteinversorgung, kann Ihr Körper keine Muskelmasse aufbauen und ihr Stoffwechsel funktioniert nur schlecht. Versuchen Sie zwischendurch maximal eine Frucht, Gemüse oder ein Naturejoghurt zu essen. Trinken Sie 1-2 Liter kalorienfreie Getränke. Vielleicht braucht es aber auch etwas mehr Bewegung. Versuchen Sie täglich mindestens 10'000 Schritte zu machen und versuchen Sie an 2-3 Tagen der Woche so intensiv zu bewegen für 30 Minuten, dass sie etwas «ins Schnaufen» kommen.

Claudia Vogt
Claudia Vogt

Ernährungsberaterin

Für eine erfolgreiche Gewichtsabnahme braucht es beides. Sowohl Ausdauertraining, bei welchem Sie Ihre Kondition verbessern und Fett-/Kalorien verbrennen und ein Muskelaufbautraining, bei welchem Sie gezielt einzelne Muskelgruppen aufbauen. Trainieren Sie in einem Studio? Lassen Sie sich am besten von einem Trainer beraten.

Claudia Vogt
Claudia Vogt

Ernährungsberaterin

Das können Sie bestimmt auch alleine erreichen. Die Grundidee, wieder mehr auf den eigenen Körper zu hören und sich ganz bewusst Zeit nehmen um zu Essen ist wichtig und geht in unserer Gesellschaft leider immer mehr unter. Nehmen Sie sich Zeit, geniessen Sie Ihre Mahlzeiten ganz ohne Störfaktoren (TV, Smartphone, Zeitung, Buch, etc.). Es braucht auch genügend Ruhe, um den eigenen Hunger gut wahrnehmen zu können und ihm dann das zu bieten was er möchte. Ohne dass das Unterbewusstsein durch Störfaktoren wie Stress, Werbung, feine Gerüche, Essen auf dem Präsentierteller abgelenkt wird und sich einmischt. Fazit: Es braucht viel Muse und Zeit, sich mit dem eigenen Körper zu beschäftigen. Dann kann das Projekt erfolgreich werden.

Claudia Vogt
Claudia Vogt

Ernährungsberaterin

Sie essen mit grosser Wahrscheinlichkeit deutlich zu wenig Eiweiss. Ihr Körper braucht Proteine, um einerseits Muskelmasse aufzubauen, andererseits, damit Ihr Stoffwechsel funktioniert. Ich empfehle Ihnen pro Tag 3 Portionen Milchprodukte zu essen (bsp. 2 dl Milch, 150-200 gr Joghurt, Quark, Hüttenkäse, 30 gr Käse oder 60 gr Weichkäse). Zudem sollten Sie einmal pro Tag entweder Fleisch, Fisch, Eier, Tofu, Quorn etc. essen. So ist Ihr Körper optimal mit Proteinen versorgt.

Claudia Vogt
Claudia Vogt

Ernährungsberaterin

Das ist tatsächlich ein Problem. Jedoch muss gesunde Ernährung nicht immer teuer sein, es erfordert gute Planung. Es gibt gute Alternativen zu Fleisch: Eier, Milchprodukte, Käse, Hülsenfrüchte, Nüsse, Tofu, Quorn. Meine Erfahrung zeigt, dass Fertigprodukte oftmals teurer sind, als frische Ware. Zudem hilft es bestimmt auf Aktionen zu achten und dann gewisse Lebensmittel einzufrieren.  

Claudia Vogt
Claudia Vogt

Ernährungsberaterin

Aus ernährungsmedizinischer Sicht ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung nach Lebensmittelpyramide am sinnvollsten. Hier werden ca. 30% des täglichen Energiebedarfs Fett empfohlen. Dies sind durchschnittlich ca. 60 gr. Diese setzen sich zur Hälfte aus sichtbaren Fetten wie Öl, Butter, Nüssen zusammen, das entspricht ca. 3 EL Öl und Butter pro Tag. Die andere Hälfte wird in versteckter Form aufgenommen, z.B. in Milchprodukten.

Claudia Vogt
Claudia Vogt

Ernährungsberaterin

Ich rate von solchen Ernährungsformen generell ab. Erfahrungsgemäss nimmt bei den meisten auf lange Zeit nur der Geldbeutel ab. Auch wenn zu Beginn viele Erfolg haben, da es eine sehr rigide Ernährungsform ist, bei welcher oft auf Kohlenhydrate verzichtet werden muss, zumindest in der Anfangszeit. Ich rate Ihnen zu einer gesunden ausgewogenen Ernährung, die Sie ein Leben lang durchführen können. Die Umstellung braucht Zeit und geht nicht von heute auf morgen, denn Ihr Ernährungsverhalten ist über viele Jahre antrainiert. Setzen Sie sich kleine Ziele und nähern Sie sich schrittweise an die gesunde Ernährung mit ausreichend Bewegung an.

Cappuccino - Frage aus dem Expertenchat

Guten Tag, was halten Sie von regelmässigen Fasten Tagen?

Claudia Vogt
Claudia Vogt

Ernährungsberaterin

Wenn dies für Sie in Ihrem Alltag umsetzbar ist und es Ihnen guttut, können Sie es gut machen. Wissenschaftlich gesehen, gibt es keine Anhaltspunkte, welche für ein regelmässiges Fasten sprechen.

Claudia Vogt
Claudia Vogt

Ernährungsberaterin

Bewegen Sie sich. Versuchen Sie sicherlich 2-3x pro Woche sich während 30 Minuten so zu bewegen, dass es für Sie persönlich anstrengend ist. Trinken Sie mindestens 1-2 Liter Wasser. Versuchen Sie drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst zu essen. Achten Sie darauf Ihrem Körper genügend Protein zu geben, essen Sie einmal pro Tag Fleisch, Fisch, Eier, Tofu, Quorn und versuchen Sie drei Portionen Milch und Milchprodukte zu essen. Essen Sie 2-3 Portionen vollkornhaltige Getreideprodukte. Auch eine ausreichende Fettzufuhr ist wichtig, verwenden Sie Oliven- oder Rapsöl, ca. 3 EL pro Tag. Wichtig ist, dass Ihr Körper genügend Energie bekommt, denn nur so kann Ihr Stoffwechsel optimal funktionieren.

Claudia Vogt
Claudia Vogt

Ernährungsberaterin

Quinoa hat zwar mit knapp 13 Prozent etwas mehr Proteine enthalten, als viele andere Getreidearten. Jedoch machen mit über 60% die Kohlenhydrate den grössten Anteil aus und sind somit Energieträger Nummer eins. Daher zählt Quinoa, wie Pasta, Reis, Kartoffeln, Brot, Mais, Frühstücksflocken und Hülsenfrüchte zu den Stärkebeilagen. Haferflocken haben zum Beispiel eine ziemlich ähnliche Zusammenstellung bei den Hauptnährstoffen. Hülsenfrüchte haben gar einen noch höheren Anteil an Protein, meist zwischen 15-18 Prozent, aber auch bei diesen bleibt der Hauptenergieträger die Kohlenhydrate.

publiziert am 19.02.2018


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