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Warum Fett nicht immer fett macht

Fett hat einen schlechten Ruf. Warum uns manche Fette guttun und worauf wir achten müssen.

Fett macht fett. Noch bis vor wenigen Jahren waren viele Experten davon überzeugt. Übereifrige Gesundheitsapostel warnten gar vor dem Verzehr von Avocados, den einzigen Früchten, die viel Fett enthalten. Der Wind hat sich gedreht. Heute empfiehlt mancher Arzt seinen Patienten, täglich eine Handvoll Nüsse zu essen.

Zum Sinneswandel beigetragen haben auch neue Studien, die den Nutzen einer sogenannten mediterranen Ernährung für die Gesundheit überzeugend belegen konnten. Darin spielen nicht nur Früchte und Gemüse eine wichtige Rolle – auch Fettiges wie Nüsse, Kerne, Samen sowie Olivenöl Extra Vergine sind zentrale Elemente. Allerdings glänzt Fett nicht uneingeschränkt.

6 Fakten, die für Fett sprechen

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Käse als Eiweisslieferant

Käse enthält nicht nur viel Fett, sondern ist auch reich an Eiweiss.

  1. Fettes bleibt länger im Magen und hilft so, satt zu bleiben.
  2. Fett bewirkt, dass Zucker aus der Nahrung langsamer ins Blut geht. Das bremst den Insulinanstieg, der Körper wird weniger in den Speichermodus versetzt.
  3. Viele fettreiche Produkte wie Käse oder Nüsse sind auch reich an Eiweiss. Diese gleichen mögliche Dickmachereigenschaften von Fett teilweise aus.
  4. Wer gesunde, also ungesättigte, Fette (z. B. aus Olivenöl) als Ersatz für Kohlenhydrate isst, verbessert seine Blutfettwerte.
  5. Fett hilft der Aufnahme fettlöslicher Vitamine (A, D, E, K). Olivenöl veredelt das Rüebli, weil es der Verdauung hilft, die wertvollen Rüebli-Inhaltsstoffe aufzunehmen.
  6. Gewisse pflanzliche Öle wie Olivenöl enthalten Stoffe, die sättigen und den Blutzucker positiv beeinflussen. Solche Öle kurbeln die Wärmeproduktion des Körpers an, wodurch ein Teil der enthaltenen Kalorien «verheizt» wird.

(Fortsetzung weiter unten…)

So gehen Sie bewusst mit Fetten um

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6 Fakten, die gegen Fett sprechen

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Lust auf mehr?

Fette gelten als Geschmacksträger und machen oftmals Lust auf mehr.

  1. Vor allem minderwertige Fette, die oft in verarbeiteten Produkten wie Frittiertem und Paniertem zu finden sind, können der Figur und der Gesundheit schaden.
  2. In Fetten sind die Kalorien viel dichter gepackt als in Eiweissen und Kohlenhydraten.
  3. Fettreiche Lebensmittel sind oft wasserarm. Wasser sättigt aber «gratis», also ohne dass Kalorien dabei sind.
  4. Fette sind Geschmacksträger und machen oft Lust auf mehr.
  5. Fette sind oft nicht sichtbar. Sie verstecken sich gern in Esswaren, in denen man sie nicht erwarten würde.
  6. Unser Körper kann Fette einfach speichern, weil ihre Form der unserer Fettpolster ähnlich ist.

Fett macht also schlank und hält gesund? Differenziert betrachtet: jein!

von Dr. med. David Fäh,

veröffentlicht am 21.11.2016, angepasst am 21.09.2021


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