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Gesünder leben?

Vitamin A – das Augenvitamin

Das Vitamin A gehört zu den fettlöslichen Vitaminen und ist unter anderem verantwortlich für einen unserer wichtigsten Sinne: Das Sehen.

Das fettlösliche Vitamin A bezeichnet eine Gruppe von Stoffen (Retinoide) mit ähnlicher Funktion. Entdeckt wurde es Anfang des 20. Jahrhunderts, als Forscher herausfanden, dass sich die Nachtblindheit mit Hilfe von Lebertran therapieren lässt. Vitamin A wird entweder über tierische Nahrung zugeführt oder der Körper bildet es selbst aus Beta-Carotin.

Wichtig für die Augen

Vitamin A kann das Augenlicht unterstützen. Bereits unsere Grossmütter haben die Beta-Carotin-reichen Karotten empfohlen, um besser sehen zu können. Weiter ist das Vitamin A gut für das Knochenwachstum und es hält unsere Haut und Schleimhäute widerstandsfähig.

Leber ist besonders reich an Vitamin A

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Vitamin A kommt ausschliesslich in tierischen Produkten vor. Bereits fünf bis zehn Gramm Leber pro Tag decken den empfohlenen Tagesbedarf von 0,8–1 mg. Schwangere und Stillende haben einen erhöhten Bedarf. Aal und Thunfisch sind ebenfalls reich an Vitamin A. Im täglichen Leben leisten Milch und Milchprodukte, vor allem Käse sowie Eier den grössten Beitrag zur Vitamin-A-Versorgung.

Beta-Carotin: die Vitamin-A-Vorstufe

Carotinoide, die Vorstufe vom Vitamin A, kommen in der Natur in pflanzlichen Produkten vor. Sie sind verantwortlich für die Farben von Obst und Gemüse. Das Beta-Carotin nimmt eine besondere Stellung ein, weil es am weitesten verbreitet ist. Es wird hauptsächlich über Karotten, Peperoni und Blattgemüse aufgenommen.

Schwangere sollten keine Leber essen

In den Industrienationen spielen sowohl der Vitamin-A-Mangel als auch die Überdosierung eine untergeordnete Rolle. Lediglich Schwangere sollten beim Verzehr von Leber zurückhaltend sein, da eine zu hohe Vitamin-A-Zufuhr schädlich sein kann für das ungeborene Kind. Ausserhalb der Schwangerschaft spielt die toxische Wirkung von hohen Vitamin-A-Dosen keine Rolle.

Plötzlich auftretende Nachtblindheit

In unseren Breitengraden liegt die Vitamin-A-Aufnahme über den Empfehlungen, weshalb Mängel selten sind. Die Ursachen eines Vitamin-A-Mangels sind meist unzureichende, vorwiegend pflanzliche Ernährung oder Erkrankungen, welche die Vitamin-A-Aufnahme im Darm reduzieren. Eine typische Mangelerscheinung sind Sehstörungen, vor allem Probleme bei der Dunkelheitsadaption (sog. Nachtblindheit). Zudem kann sich ein Mangel in erhöhter Infektanfälligkeit äussern.

von Claudia Vogt


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