Schliessen

Gesünder leben?

Ananas – das Diät-Wundermittel?

Ananas macht schlank. Dieses Gerücht hält sich seit Jahren. iMpuls verrät Ihnen, ob das enthaltene Bromelain tatsächlich ein Wundermittel ist.

Christoph Kolumbus machte angeblich im Jahr 1493 auf Guadeloupe Bekanntschaft mit der Ananas, als die Ureinwohner ihm die exotische Frucht als Willkommensgeschenk überreichten. Als man ab dem 19. Jahrhundert ganze Ananaspflanzen aus der Karibik nach Europa zu verschiffen begann, wurde sie in grösseren Mengen verfügbar und somit erschwinglicher.

Mit eigenem Nährstoffspeicher

Die Südfrucht ist das ganze Jahr über erhältlich. Sie kommt hauptsächlich aus Costa Rica, wird aber auch aus Ecuador, der Elfenbeinküste, Südafrika, Honduras und Ghana importiert. Die Ananaspflanze ist relativ anspruchslos und wächst gut in nährstoffarmen oder trocknen Gegenden. Dies weil sie einen eigenen Nährstoffspeicher integriert hat. Die langen, festen Blätter der Ananas bilden eine Art Trichter, in welchem sich das Regenwasser wie in einem Reservoir sammelt.

Reich an Vitaminen und Mineralstoffen

Aufgrund des in der Ananas vorkommenden Enzyms Bromelain entstand der Diät-Mythos: Ananas verhindere die Fettaufnahme im Körper. Dies stimmt nicht, die Enzyme werden durch die Verdauungssäfte inaktiv. Nichtsdestotrotz ist der Gesundheitswert der Ananas hoch, sie enthält viele Vitamine, insbesondere Betacarotin. Mit 100 Gramm der exotischen Frucht wird ein Fünftel des Vitamin-C-Tagesbedarfs eines Erwachsenen gedeckt. Sie ist reich an den Mineralstoffen Eisen, Magnesium und Kalium. Mit 55 Kilokalorien pro hundert Gramm hat die Ananas – wie die meisten Obstsorten – relativ wenig Kalorien. (lesen Sie unten weiter...)

Mehr zum Thema

Nicht in den Kühlschrank

Die Ananas reift nicht nach. Reife Früchte reagieren auf Druck empfindlich und bleiben nicht mehr lange frisch. Die Südfrucht mag es warm. Temperaturen unter sieben Grad tun ihr nicht gut. Lagern Sie die Ananas deshalb bei Zimmertemperatur. Geschälte Stücke halten sich nur kurze Zeit im Kühlschrank. Die Ananas sollte nicht in Alufolie verpackt werden, da sie grössere Mengen Aluminium aufnehmen kann. Verschliessbare Plastikboxen eignen sich besser.

Besser ohne Milchprodukte

Eine reife und qualitativ gute Ananas erkennt man daran, dass sie fruchtig-gut riecht, keine weichen Stellen hat und ihre Blätter frisch und grün sind. Die Ananas schmeckt gut in Fruchtsalaten, in Kuchen oder als Chutney. Auch pikant zubereitet schmeckt die Ananas hervorragend zum Beispiel auf der Pizza sowie in Fleisch-, Geflügel- oder Fischgerichten wie Currys.

Mischen Sie die Ananas nicht mit Milch und Milchprodukten, wie Joghurt und Quark. Das eiweissspaltende Enzym Bromelain führt hier zu einem bitteren Geschmack. Weit verbreitet sind auch Ananasstücke und -scheiben aus der Dose. Der Zuckergehalt dieser Konserven ist meistens sehr hoch.

Publiziert am 07.12.2017


Das könnte Sie interessieren: