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Gesünder leben?

Aprikose – eine gesunde Allrounderin

Sommerzeit ist Aprikosenzeit. Erfahren Sie hier, welche wichtigen Nährstoffe das Steinobst enthält.

Die Aprikose gelangte wahrscheinlich von Armenien nach Europa. Im Mittelmeerraum soll sie bereits 400 vor Christus angebaut worden sein. Früher galt sie in Europa als Aphrodisiakum, und in China symbolisiert sie den Wunsch nach Kindern.

Vorsicht giftig

Geschmackserlebnis

Aprikosen sind süsssauer mit einem blumigen Aroma. Sie zeichnen sich durch eine Mischung frischer und tropischer Fruchtnoten aus. Sie passen gut zu Milchprodukten und fruchtig-blumigen Aromen. Mit folgenden Lebensmitteln ergeben sich wunderbare Geschmackskombinationen:

  • Himbeere
  • Mango
  • Orange
  • Pilze
  • Mandel
  • Hartkäse
  • Ziegenkäse
  • Kardamom
  • Rosmarin
  • Zimt
  • Vanille
  • Schokolade
  • Schwein
  • Lamm

Aprikosen oder Marillen sind Steinobst und gehören botanisch zur Familie der Rosengewächse. Im Aprikosenkern befindet sich ein mandelförmiger Samen. Zerstösst man ihn, entfaltet er ein Marzipan-Aroma. Aber Vorsicht, der Kern kann giftig sein.

Die Kerne setzen während der Verdauung Blausäure frei. Grössere Mengen führen zu Vergiftungen, die schlimmstenfalls gar tödlich sein können. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) rät davon ab die bitteren Kerne zu essen. Gemäss dem deutschen Bundesinstitut für Risikobewertung können bereits nach dem Verzehr von drei Kernen Symptome wie Übelkeit oder Erbrechen auftreten.

Rote Sonnenbäckchen

Fruchtfleisch und Haut der Aprikose sind hellgelb bis orangerot. Die Seite, die der Sonne zugewandt war, ist rötlich gefärbt. Das weiche Fruchtfleisch schmeckt zuckersüss bis aromatisch süss-säuerlich. Unter den Aprikosen gibt es eine grosse Sortenvielfalt mit Arten, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten reifen und sich in Grösse, Farbe, Konsistenz der Haut und im Geschmack unterscheiden.

Das weltweit grösste Anbaugebiet für Aprikosen liegt östlich der Türkei. Das Hauptanbaugebiet der Schweiz liegt im Wallis. Heimische Aprikosen haben von Juni bis August Saison. Ansonsten reicht die Saison von Mai bis Mitte September. (Lesen Sie unten weiter...)

Obst enthält viele wertvolle Vitamine und Mineralien

Voller gesunder Nährstoffe

In der orangen Frucht stecken reichlich Nährstoffe. Aprikosen enthalten Beta-Carotin, Niacin, Folsäure und Kalium. Niacin und Folsäure sind im Körper bei vielen Stoffwechselprozessen beteiligt. Folsäure hilft Zellen zu teilen. Niacin trägt zur Energiegewinnung bei und ist wichtig bei der Regenerierung von Haut, Muskeln und DNA.

Bleiben nur kurze Zeit frisch

Reife Früchte sollte man schnell verzehren. Im Kühlschrank bleiben sie nicht viel länger als zwei Tage frisch. Am besten schmecken Aprikosen frisch. Aber auch als Kuchenbelag, zu Konfitüre, Kompott, Likör oder Konserven verarbeitet sind sie beliebt.

Erhitzt man sie, verlieren sie ihren süssen Geschmack: Dann bilden die säuerlich gewordenen Früchte einen schmackhaften Kontrast in süssen Desserts. Bekannt sind vor allem die österreichischen Marillenknödel. Pikant in Gerichten mit Lamm oder Poulet verleihen Aprikosen eine besondere Note.

von Claudia Vogt,

publiziert am 22.10.2018


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