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Gesünder leben?

Aronia – heimische «Super-Beere»

Die schwarze Beere mit dem herben Aroma schlägt alle anderen heimischen Beeren mit ihren gesunden Inhaltsstoffen.

Die Apfelbeere, wie die Aronia auch genannt wird, stammt ursprünglich aus dem Osten Nordamerikas. Erst im 19. Jahrhundert gelangte sie nach Europa. Die Schweizer wurden erst vor etwas mehr als zehn Jahren auf die vielversprechende Beere aufmerksam. Sie hat ihren Weg auf die heimischen Felder gefunden und wird im grösseren Stil angebaut.

Schweizer Beeren im Spätsommer

Bis vor wenigen Jahren wurde die Aronia hauptsächlich als Zierpflanze gesetzt. Im Frühling zieren schöne weisse Blüten den Strauch und schmücken so jeden Garten. Im Spätsommer trägt der Strauch die reifen schwarz-blauen Früchte, die der Heidelbeere sehr ähnlich sehen. Bis zu 15 Kilogramm Ertrag kann ein grosser Strauch pro Jahr liefern.

Die Beeren sind etwa erbsengross und ihr Fruchtfleisch schmeckt herb und süss-säuerlich. Im Spätsommer werden sie geerntet. Frische Aronia-Beeren sind nur sehr selten erhältlich. Die meisten Früchte werden getrocknet oder zu Saft verarbeitet. (Lesen Sie unten weiter ...)

Inhaltsstoffe im Interesse der Wissenschaft

Die Apfelbeere ist unter allen heimischen Beeren Spitzenreiterin in puncto Nährstoffe. Keine andere Beere kann ihr das Wasser reichen. Sie enthält neben den Vitaminen A, C, E, K alle B-Vitamine. Zudem enthält sie eine beträchtliche Menge Kalzium, Magnesium, Kalium, Zink und Eisen.

Der hohe Anteil sekundärer Pflanzenstoffe macht die Aronia-Beere zur «Super-Beere». Insbesondere die Polyphenole, zu denen Flavonoide und Anthocyane gehören, sind mengenmässig sehr hoch vertreten. Diese Stoffe sind verantwortlich für die dunkle Farbe und den bitteren Geschmack. Sie gelten als Antioxidantien. Sie können freie Radikale neutralisieren. 

Der farblose Bitterstoff OPC (oligomere Procyanidine), der in der Beere reich enthalten ist, weckt das Interesse der Wissenschaft. In verschiedenen Tierversuchen konnte gezeigt werden, dass dieser Stoff Schwermetalle ausleiten kann und die Elastizität der Blutgefässe und der Kollagenfasern verbessert. Ein Grund, weshalb Aronia-Beeren ein gern gesehener Inhaltsstoff in Antifaltencremes sind. (Lesen Sie unten weiter...)

Appetit auf weitere Power-Früchte?

Roh nur in kleinen Mengen geniessen

Genusserlebnis

Frische Aroniabeeren schmecken herb und leicht säuerlich. Es gibt auch Sorten mi einem höheren Fruchtzuckergehalt. Sie passen geschmacklich sehr gut zu süssen Früchten. 

  • Apfel
  • Birne
  • Aprikosen
  • Johannisbeeren
  • Quitten
  • Milch
  • Joghurt
  • Honig

Apfelbeeren sind trotz ihres leicht herben Geschmacks roh geniessbar. Man sollte allerdings keine grösseren Mengen davon konsumieren, da Aroniabeeren Blausäure enthalten. Frische Früchte eignen sich hervorragend für Konfitüre, Gelees, Kompott, Sorbets, Muffins.

Weitaus verbreiteter sind die getrockneten Früchte. Sie erinnern an Rosinen. Sie schmecken lecker in Müsli oder Joghurt oder lassen sich als Backzutat nutzen. Besonders gut sind mit Schokolade überzogene Beeren. Den Saft der Beeren gibt es ebenfalls zu kaufen. Er hat ein bittermandeliges, herbes Aroma. Er eignet sich für die Herstellung von Fruchtsaucen und Gelees.

Nährwerttabelle

 

 

Pro 100 g (roh)

Pro Portion = 120g, roh

Prozentuale Abdeckung des Tagesbedarfs mit einer Portion

Energie

96 kcal 115 kcal  

Protein

1,9 g 2,3 g  

Kohlenhydrate

20 g 24 g  

Nahrungsfasern

5,6 g 6,7 g 22%

Fett

0,1 g 0,2 g  

Vitamin B1 (Thiamin)

0,18 mg 0,22 mg

18% für Männer
22% für Frauen

Vitamin B2 (Riboflavin)

0,20 mg 0,24 mg

17% für Männer
22% für Frauen

Folat

20 µg 24 µg

8%

Vitamin C

14 mg 16 mg

15% für Männer
17% für Frauen

Kalium

218 mg     262 mg

7%

Calcium

32 mg 38 mg

4%

Magnesium

16 mg 

20 mg

6% für Männer
7% für Frauen

Eisen 0,93 mg 1,12 mg

11% für Männer
7% für Frauen

Zink 0,15 mg 0,18 mg

2% für Männer
3% für Frauen

Quelle: Bundeszentrum für Ernährung; Ernährung im Fokus 07-08/2018

von Claudia Vogt,

publiziert am 06.02.2019


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