Schliessen

Gesünder leben?

Banane – wieso die Krumme so viel Energie hat

Fast jeder mag die süsse, gelbe Frucht. Hier erfahren Sie, was alles Gesundes in der Banane steckt und warum sie krumm ist.

Die Banane gehört zu den beliebtesten Obstsorten der Schweiz. Herr und Frau Schweizer essen pro Jahr zehn Kilogramm der gelben Frucht. Trotz ihrer langen Geschichte – die Banane wurde bereits vor über 2600 Jahren in Indien angebaut – ist sie bei uns erst seit der Mitte des 20. Jahrhunderts so richtig in Mode gekommen. Ein Grund dafür ist, dass es vorher kaum Möglichkeiten gab, die schnell reifende Frucht zu importieren. Ihren Namen trägt sie übrigens vom arabischen Wort für Finger «banan».

Darum ist die Banane krumm

Botanisch betrachtet zählt die Banane zu den Beeren. Sie wächst an bis zu zehn Meter hohen Stauden. Die Früchte wachsen an einem Büschel, das bis zu 50 Kilogramm schwer werden kann. Zuerst wachsen die Bananen nach unten und drehen sich dann der Sonne entgegen, dadurch werden sie krumm.

Bananen wachsen vorwiegend rund um den Äquator. Die Tropenpflanze kann nur einmal Früchte tragen, danach stirbt sie. In Europa ist vor allem die Obstbanane gängig. Im asiatischen und mittelamerikanischen Raum verwendet man dagegen hauptsächlich die Kochbanane.

Bananen sind immer erhältlich. Die Früchte in unseren Obstregalen kommen vorwiegend aus Kolumbien, Ecuador, Costa Rica und Panama. Die Früchte werden grün geerntet und dann in ihrem Bestimmungsland mit einem speziellen Verfahren nachgereift. Durch Temperaturregelung kann praktisch auf den Tag bestimmt werden, wann die Banane gelb wird. So gelangt sie immer reif in den Verkauf. (Lesen Sie unten weiter...)

Weitere Infos und Rezepte für Sie

Schneller Energielieferant

Mit 88 Kilokalorien pro 100 Gramm gehört die Banane zu den energiereichen Obstsorten. Die vielen Kalorien verdankt sie dem hohen Anteil an Zucker. Zucker ist ein schneller Energielieferant, weshalb die gelbe Frucht vor allem bei Sportlern beliebt ist.

Bananen enthalten ausserdem Kalium und Vitamin B6. Vitamin B6 spielt eine Rolle im Eiweissstoffwechsel. Kalium ist unentbehrlich für die normale Funktion von Muskeln, Nerven und zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutdrucks.

Nährwerttabelle

 

Nährstoff

Pro 100 g Pro Portion (= 120 g = 1 kleine Banane)

Prozentuale Abdeckung des Tagesbedarfs mit einer Portion

Energie

95 kcal 114 kcal  

Kohlenhydrate

21 g 25 g  

Protein

1,1 g 1,3 g  

Fett

0,3 g 0,5 g  

Nahrungsfasern

2 g 2,5 g

8%

Vitamin B1 (Thiamin)

0,04 mg 0,05 mg

5% für Frauen
4% für Männer

Vitamin B2 (Riboflavin)

0,07 mg 0,08 mg

7% für Frauen
6% für Männer

Vitamin B6 (Pyridoxin)

0,47 mg 0,56 mg

46% für Frauen
37% für Männer

Niacin

0,6 mg 0,7 mg

6% für Frauen
5% für Männer

Folat

23 µg 28 µg

9%

Vitamin C

12 mg 14 mg

15% für Frauen
13% für Männer

Kalium

380 mg     456 mg

11%

Calcium

8 mg 10 mg

1%

Magnesium

30 mg 

36 mg

12% für Frauen
10% für Männer

Phosphor

22 mg 26 mg

4%

Zink 0,2 mg 0,24 mg

3% für Frauen
2% für Männer

Geschmackserlebnis

Je nach Reifegrad schmeckt die Banane anders, von einem leicht grasigen Geschmack bis hin zu Aromen wie Vanille, Honig und Rum.
Sehr gut passen geröstete Aromen zur Banane:

  • Kaffee
  • Schokolade
  • Nüsse
  • Kardamom
  • Kokosnuss
  • Vanille
  • Zimt

Nicht in den Kühlschrank

Bananen sollten bei Zimmertemperatur gelagert werden. Reife Früchte erkennt man an den kleinen dunklen Punkten auf der gelben Schale. Im Kühlschrank verfärbt sich die Banane braun. Grüne Bananen reifen bei Zimmertemperatur nach.

Bananen passen gut in Obstsalate, sind aber auch beliebt in Shakes, Joghurt-, Quark- oder Cremespeisen. Getrocknete Bananen-Chips punkten durch ihr besonders intensives Aroma. Als Dessert schmecken Bananen in Butter und Honig ausgebacken.

Pikant verleiht die Banane Currys eine aromatische Note. Bei Smoothies, Fruchtsäften und Cocktails sorgt die Tropenfrucht für eine sämige Konsistenz. Eine sehr schmackhafte Verwertung für braune Bananen ist Bananenbrot. Es lässt sich ganz einfach und mit wenigen Zutaten zu Hause backen.

von Claudia Vogt,

publiziert am 16.11.2018


Das könnte Sie interessieren: