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Gesünder leben?

Der Apfel – 365 Tage «frisch» aus der Schweiz

Der Apfel ist die Lieblingsfrucht von Herr und Frau Schweizer – mit einem Pro-Kopf-Konsum von 16 Kilo pro Jahr. Dank der weltweit über 20'000 Sorten gibt es eine enorme Auswahl, und er hat das ganze Jahr über Saison. Mit vielen wertvollen Inhaltsstoffen ist der Apfel sehr gesund.

Ein Tag zu Ehren des Schweizer Apfels

Bereits zum 25. Mal findet dieses Jahr am Freitag, 22. September der Tag des Apfels statt. Deshalb verteilen Schweizer Obstbauern und unzählige Helfer an 30 Bahnhöfen und öffentlichen Plätzen in der Schweiz frische Äpfel an Passanten. Organisiert wird der Anlass vom Schweizer Obstverband. Weitere Informationen finden Sie unter: www.tagdesapfels.ch.

Die ursprüngliche Heimat des Apfels liegt vermutlich in Südwestchina. Andere Quellen sprechen vom Kaukasus, dem Balkan oder dem Gebiet östlich des schwarzen Meeres als Wiege des Kernobstes. Über Handelswege verbreitete sich die Frucht über die gesamten gemässigten Zonen der Welt. Äpfel werden kultiviert, seitdem es Menschen gibt.

Gala, Golden Delicious, Braeburn auf dem Podest

Der Apfel zählt zur Familie der Rosengewächse. Er entstand aus einer Kreuzung von Holzapfel und Zwergapfel. Die weltweit vielen verschiedenen Sorten unterscheiden sich deutlich voneinander, zum Beispiel in Geschmack, Konsistenz und teilweise auch im Nährwertgehalt. Schweizer Äpfel wachsen an hohen und niedrigen Bäumen. Bei den niedrigen Bäumen können die Bauern dank des tiefen Stamms die Äpfel effizienter ernten.

Die sogenannten Hochstämmer sind meist ältere Bäume. Sie sind wichtig als Lebensraum für viele Insekten- und Vogelarten. Die meisten Äpfel dieser Bäume werden zu Most verarbeitet. Gala, Golden Delicious und Braeburn: so sieht das Podest der beliebtesten Sorten der Schweiz aus. Vom Gala alleine werden jährlich bis zu 30 000 Tonnen geerntet. Das Hauptanbaugebiet ist die Ostschweiz, nicht umsonst wird der Thurgau auch als «Mostindien» bezeichnet. Der Kanton ist der grösste Apfelproduzent der Schweiz.Spezielle Lagertechniken sorgen dafür, dass Äpfel acht bis zehn Monate nach der Ernte ihre optimale Reife noch nicht überschritten haben. Durch die Lagerung bei zwei bis vier Grad Celsius und wenig Sauerstoff und Kohlendioxid kommt der Stoffwechsel des Apfels praktisch zum Erliegen, weshalb er lange frisch bleibt. Haupterntezeit ist von August bis Oktober. (lesen Sie unten weiter...)

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Ein altes Hausmittel gegen Durchfall

Äpfel bestehen zu 85 Prozent aus Wasser – und bringen es dennoch auf zahlreiche Inhaltstoffe. So liefern Äpfel Kohlenhydrate in Form von leicht verdaulichem Fruchtzucker. Sie enthalten viel Pektin, eine Nahrungsfaserart die verdauungsfördernd wirkt. Ein geriebener Apfel ist deshalb ein bewährtes Hausmittel gegen Durchfall.

Auch als Vitamin-C-Lieferant punktet der Apfel. Der Gehalt von Kalium ist ebenfalls hoch, das reguliert im Körper den Wasserhaushalt. Der Mikronährstoffgehalt variiert von Sorte zu Sorte stark, auch das Wetter und der Wachstumsort (Baumkrone, innen oder aussen am Baum) tragen zu den Schwankungen der Nährstoffe bei. Die meisten Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente stecken in der Schale, deshalb sollte diese mitgegessen werden.

Er lässt alle Früchte und Gemüse mitreifen

Äpfel mögen es kühl. In Plastikbeuteln mit kleinen Luftlöchern verpackt lagern sie gut im Kühlschrank bei ein bis drei Grad, im Keller oder der Garage. Der Plastikbeutel sorgt dafür, dass der Apfel nicht so schnell schrumpelig wird. Übrigens: Das Kernobst reift nach. Das Reifegas Ethylen lässt auch andere Früchte wie Bananen schneller reifen, wenn sie zusammen mit Äpfeln gelagert werden.

So vielseitig wie kaum eine andere Frucht

Äpfel sind kulinarische Alleskönner. Ob als Kompott, Mus, roh, gekocht, als Füllung in Geflügelgerichten, würzig zubereitet oder süss im Kuchen – die Verwendungsmöglichkeiten des Apfels sind vielfältig. Roh eignet er sich zum Beispiel mit Bananen und Pflaumen für Obstsalate. Herzhaft schmeckt er auch in Kartoffel- oder Fenchelsalat.

publiziert am 03.10.2017


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