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Gesünder leben?

Die Zwetschge, die fruchtige Allrounderin

Der Herbst leuchtet in den schönsten Farben, auch auf dem Teller. Die blauviolette Zwetschge ist besonders beliebt, nicht nur weil sie sich in der Küche so vielseitig einsetzen lässt.

Ursprünglich stammt die Zwetschge aus Asien und wurde dann von Kreuzfahrern über Syrien nach Griechenland gebracht. Wie viele andere Obstsorten verdanken wir auch die Zwetschgen den Römern: Sie verbreiteten das Steinobst um 100 vor Christus nördlich der Alpen.

Von Basel in die ganze Schweiz

Die Zwetschge ist eine Unterart der Pflaume, gehört zur Familie der Rosengewächse und zur Gruppe des Steinobstes. Zur Gruppe der Pflaumen gehören neben den Zwetschgen auch Edel-Pflaumen (im Volksmund: Pflaumen), Mirabellen, Reineclauden, japanische Pflaumen und Kirschpflaumen.

Im Gegensatz zur Pflaume ist die Zwetschge oval/eiförmig und der Stein löst sich gut vom grüngelben und festen Fruchtfleisch. Das schmeckt süss und saftig. Die runden Pflaumen besitzen einen ebenso runden Stein, der sich nicht immer gut vom eher weicheren Fruchtfleisch löst. Die Zwetschgensaison dauert in der Schweiz je nach Wetter von Ende Juli bis Oktober. Das Hauptanbaugebiet liegt in der Region Basel.

Zellulose und Pektin für die Verdauung

Die Zwetschge enthält pro 100 Gramm etwa 45 Kalorien und liefert schnell verwertbaren Fruchtzucker. Darüber hinaus ist sie reich an Mineralstoffen und Spurenelementen wie Kalium, Magnesium und Zink. Ausserdem enthalten Pflaumen Provitamin A, Vitamin C, E und Vitamine aus dem B-Komplex. Pflaumen erreichen bei den Vitaminen zwar keine Spitzenwerte, sie bilden aber durch ihre breite Palette an gesunden Inhaltsstoffen ein gutes Gesamtpaket. Die wasserlöslichen Pflanzenstoffe Pektin und Zellulose sorgen für die verdauungsfördernde Wirkung des Steinobstes.

Achtung Austrocknungsgefahr

Weiche, überreife Früchte sind gerne von Würmern befallen, achten Sie deshalb beim Kauf auf feste, frische Früchte. Zwetschgen sollten im Kühlschrank immer in einem Plastikbeutel oder einem feuchten Tuch aufbewahrt werden, da sie sonst im trockenen Kühlschrank-Klima viel Wasser verlieren. Der weissliche Duftfilm, an welchem man reife Früchte erkennt, schützt sie ebenfalls vor dem Austrocknen. Deshalb die Zwetschgen erst kurz vor dem Genuss waschen, um die Schutzschicht nicht zu zerstören.

Ob frisch, als Kuchen oder zu Fleisch – es schmeckt einfach

Zwetschgen eignen sich zum frisch Konsumieren genauso wie als Zutat für warme Gerichte, für Kuchen oder für Desserts. Ausserhalb der Saison lassen sich die auf die verschiedensten Arten eingemachten Zwetschgen geniessen. Sie lassen sich sehr gut tiefgefrieren, trocknen oder zu Kompott und Konfitüre verarbeiten. Auch süss-sauer mit Essig, Zucker, Zimt und Nelken schmecken sie hervorragend. Beliebt sind Zwetschgen ebenso als Zutat in Fleischgerichten, als Sauce oder Füllung.

publiziert am 03.10.2017


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