Schliessen

Gesünder leben?

Die Erdbeere

In der Erdbeere steckt viel Gesundes und sie hat kaum Kalorien. Wer der süssen Versuchung im Sommer nicht widerstehen kann, macht nichts verkehrt.

Die Erdbeere ist uralt. Schon in der Steinzeit verzehrten unsere Vorfahren Mini-Erdbeeren. Die heutige Erdbeere entstand Ende des 17. Jahrhunderts in Holland aus einer zufälligen Kreuzung der zwei zuvor aus Übersee eingeführten Sorten. Den Namen Ananas-Erdbeere verdankt sie ihrer Form und ihrem ausgeprägten Aroma.

Die Beere ist in Wirklichkeit eine Nuss

Botanisch gesehen sind Erdbeeren keine Beeren, sondern Scheinfrüchte oder Sammelnussfrüchte mehrjährig blühender Stauden. Die eigentlichen Früchte der Erdbeere sind die kleinen gelben Körner auf der Oberfläche. Sie werden Nüsschen genannt.

Das, was wir als Fruchtfleisch essen, ist eigentlich die fleischig verdickte Blütenachse, auf der die Nüsschen aufsitzen. Die Erdbeere gehört zur Familie der Rosengewächse.

Heute gibt es unzählige Erdbeersorten, für die meisten Konsumenten sind es aber schlicht Erdbeeren.

Am feinsten im Frühsommer

Von Mai bis Juli gibt es Schweizer Erdbeeren. Sie werden in der ganzen Schweiz angebaut, die bekannteste Anbauregion ist der Kanton Thurgau. Die einheimischen Früchte schmecken meist am besten, weil sie frisch gepflückt keine langen Transportwege zurücklegen müssen.

Von Februar bis Mai stammen die Erdbeeren aus Spanien und Italien. Um die Weihnachtszeit kann man sie aus Marokko und Ägypten kaufen.

Mehr Vitamin-C als Orangen

Die aromatischen Früchte sind mit etwa 32 kcal pro 100 g gut für die schlanke Linie. Sie sind reich an Ballaststoffen (Pektinen und Zellulose), welche die Verdauung fördern. Erdbeeren sind auch eigentliche Vitamin-Bomben. Vor allem ihr Vitamin-C-Gehalt ist enorm: Er liegt mit 60 mg pro 100 g höher als bei Zitronen und Orangen.

Eine 200-Gramm-Schale deckt bereits den Tagesbedarf eines Erwachsenen. Auch findet sich in Erdbeeren viel Folsäure, die für Schwangere wichtig ist. Mit ihrem Anteil an Kalzium, Kalium, Eisen, Zink und Kupfer bieten Erdbeeren viele Mineralstoffe. Darüber hinaus enthalten die Früchte Polyphenole. Diese sekundären Pflanzenstoffe sollen helfen, Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen.

Erdbeeren sind Sensibelchen

Erdbeeren sollte man sofort verzehren, da sie schon ein paar Stunden nach der Ernte ihr Aroma zu verlieren beginnen. Im Kühlschrank kann man sie ungewaschen und zugedeckt bis zu zwei Tage lagern. Beschädigte Früchte schimmeln sehr schnell.

Tiefrote sind nicht immer süsser

Die Farbe sagt übrigens nichts über ihr Aroma. Tiefrote Erdbeeren sind also nicht immer süsser, hellere Früchte enthalten nicht automatisch mehr Fruchtsäure.

Am besten schmecken Erdbeeren frisch, als süsse Nachspeise oder im Salat als Vorspeise. Man sollte Erdbeeren nicht unter fliessendem Wasserstrahl reinigen, sondern in stehendem Wasser. Der Stiel und die Kelchblätter werden erst nach dem Waschen entfernt.

von Rüdi Steiner


Das könnte Sie interessieren: