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Gesünder leben?

Der Granatapfel

Dem Granatapfel – der Frucht der Götter – werden so einige gesundheitsfördernde Wirkungen nachgesagt. Wir verraten Ihnen, wie Sie Granatapfel zerkleinern, was drinsteckt und was an den potenziellen Gesundheitseffekten dran ist.

Die Geschichte des Granatapfels reicht etwa 5000 Jahre zurück. Deshalb lässt sich nicht eindeutig sagen, woher die Frucht genau stammt. Man geht davon aus, dass ihre ursprüngliche Heimat in West- bis Mittelasien anzusiedeln ist. Der Granatapfel findet bereits in der Bibel Erwähnung. 613 Kerne soll die symbolträchtige Frucht haben, so viele, wie es Gesetze im Alten Testament gibt. Auch in der griechischen Mythologie und im christlichen Mittelalter spielt der Granatapfel immer wieder eine Rolle: als Speise der Götter oder als Symbol von Macht und Herrschertugenden auf Wappen und Gemälden.

Harte Schale mit spannendem Innenleben

Der Granatapfelbaum zählt zur Familie der Weiderichgewächse und ist immergrün. Er wird fünf bis acht Meter hoch und bis zu einigen Hundert Jahre alt. Die Frucht selbst ist apfelgross und je nach Herkunft grüngelb bis rot. Das Innere des Granatapfels ist durch Wände aufgeteilt, in sogenannte Fruchthöhlen. In ihnen finden sich insgesamt rund 400 erbsengrosse, kantige Samen. Das ist der Teil, den man isst. In den Samen befinden sich die Kerne.

Von Herbst bis Weihnachten

Die Hauptsaison der Granatäpfel reicht von September bis Dezember. Während dieser Zeit werden sie in ihren Hauptanbauländern des nahen bis Mittleren Ostens und im Mittelmeerraum gepflückt. In der Schweiz werden Granatapfelbäume nicht angepflanzt, da die Art zum Gedeihen tropisches bis subtropisches Klima benötigt.

Weniger Vitamin C als angenommen

In der blutroten Frucht stecken Antioxidantien, sie können als Radikalfänger wirken und schützen die Zellen. Dem Granatapfel wird eine hilfreiche Wirkung bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronischen Entzündungsprozessen oder Prostatakrebs nachgesagt. Eindeutige wissenschaftliche Belege, die für Empfehlungen ausreichen, gibt es aber nicht. Gesund ist die exotische Frucht aber allemal. Granatäpfel enthalten Kalium, Eisen und B-Vitamine. Der Vitamin-C-Gehalt ist jedoch geringer als im Volksmund nachgesagt. Der Tagesbedarf an Vitamin C für einen Erwachsenen liegt bei 95 bis 110 Milligramm. Der wird zum Beispiel von 65 Gramm Peperoni oder 200 Gramm Orangen gedeckt. Oder aber mit 1400 Gramm Granatapfel, denn darin stecken pro 100 Gramm gerade mal sieben Milligramm.

Mit einem Küchentrick gegen Flecken

Dank der dicken, lederartigen Haut, kann der Granatapfel über Wochen gelagert werden. Doch Vorsicht, wenn man ihm an die Samen will: Flecken auf Kleidung lassen sich kaum auswaschen. Legt man die halbierte Frucht auf ein Küchenbrett und klopft die Samen mit einem Holzlöffel heraus haben Flecken aber keine Chance. Alternativ bricht man den Granatapfel in einer Schüssel mit Wasser auf: Während sich die Samen an den Boden absetzen, bleibt die Schale oben. Die Samen werden gerne als Dekoration für Süssspeisen verwendet. Wegen ihres süsslich-säuerlichen Geschmacks passen sie auch gut zu Wildgerichten.

publiziert am 22.10.2018


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