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Gesünder leben?

Die Heidelbeere: Das kleine, blaue Wunder

Die Heidelbeere, «Heiti» oder «Heubeeri»: die kleine, blaue Beere trägt viele Namen. Sie ist aromatisch, süss und verleiht jedem Dessert eine spezielle Farbe. Was alles in der Frucht steckt, und weshalb sie als Heilmittel eingesetzt wird, erfahren Sie hier.

Die Heidelbeere fühlt sich auf der gesamten Nordhalbkugel zu Hause. Die wilden Heidelbeeren, die auch als Heilpflanzen genutzt werden, finden sich in Europa und Asien. Die Kulturheidelbeere, die es meistens in den Läden gibt, kommt ursprünglich aus Nordamerika.

Blaue Zähne von der wilden Sorte

Die «echte» Heidelbeere stammt aus der Familie der Heidekrautgewächse. Andere Bezeichnungen sind Blaubeere, Wildbeere, Waldbeere und Moosbeere. Die Früchte wachsen an kleinen, buschigen Gehölzen. Bevorzugte Standorte sind Laub- und Nadelwälder sowie Heiden. Die Früchte der wildwachsenden, echten Heidelbeere schmecken sehr aromatisch. Sie färben wegen ihres hohen Gehalts an Farbstoffen beim Essen die Zähne blau.

Das blaue Wunder im Spätsommer

Im Garten findet sich meistens die Kulturheidelbeere. Ihre Früchte haben zwar die charakteristische blaue Schale, aber ein helles Fruchtfleisch. Sie können die Grösse von Kirschen erreichen und werden damit grösser als die Früchte der echten Heidelbeere. Ihr Aroma ist allerdings weniger intensiv. Schweizer Heidelbeeren haben im Juli und August Saison. Bereits im April gibt es Heidelbeeren aus Südeuropa zu kaufen. Aus Ländern der Südhalbkugel kommen Importe im Winter zu uns. (Lesen Sie unten weiter...)

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Getrocknet sind sie wirkungsvoll gegen Durchfall

Heidelbeeren enthalten viel Wasser und sind kalorienarm. Sie enthalten Provitamin A, welches im Körper in das für den Sehprozess unerlässliche Vitamin A umgewandelt wird. Daneben sind die Vitamine C und E vorhanden. Sie wirken antioxidativ, das heisst sie helfen Zellschäden vorzubeugen. Die blaue Farbe der Früchte geht auf die enthaltenen Anthocyane zurück. Die antioxidative Wirkung wird beim blauen Farbstoff ebenfalls diskutiert, konnte aber in klinischen Studien noch nicht eindeutig nachgewiesen werden. Heidelbeeren enthalten viele Gerbsäuren, weshalb die getrockneten Beeren bei Durchfallerkrankungen helfen sollen. Aber Vorsicht, frische Beeren wirken tendenziell abführend.

Bis zu einer Woche frisch

Frische Heidelbeeren müssen rasch verbraucht werden. Früchte der Kulturheidelbeere sind in der Regel länger haltbar als die der echten Heidelbeere. Sie können im Kühlschrank bis zu einer Woche aufbewahrt werden.

Setzen Sie Farbakzente

Vor dem Verzehr die Beeren mit Wasser gründlich reinigen und anschliessend auf einem Küchentuch trocknen lassen. Nebst dem Rohverzehr eignet sich das Obst gut zum Einkochen und Backen. Ob als Kompott, Gelee oder Konfitüre: Blaubeeren sind ein besonderer Genuss. Die Beeren sind eine farblich ansprechende Ergänzung für Obstsalate und Obstkuchen, Pfannkuchen und Muffins geben sie eine fruchtige Note.


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