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Gesünder leben?

Die Kirsche

Die Sommerverführung ist rot, prall, knackig und süss. Die Kirsche ist nur gut zwei Monate im Jahr aus der Schweiz erhältlich und nicht nur deshalb ein ganz besonderes Obst.

Die uns heute bekannte Form der Kirsche wurde von den alten Römern vom Schwarzen Meer her nach Italien gebracht. Der Name der Kirsche geht auf die Hafenstadt «Kerasos» zurück, heute liegt die Stadt in der Türkei und heisst Giresun. Von dort aus wurden die Kirschenpflanzen nach Rom gebracht.

Herz oder Knorpel

Die Kirsche gehört zur Familie der Rosengewächse. Sie zählt zum Steinobst. Es wird zwischen Süss- und Sauerkirschen unterschieden. Süsskirschen werden in Herzkirschen (weichfleischig) und Knorpelkirschen (festfleischig) unterteilt. Die Sorte, die wir im Geschäft kaufen, ist die Knorpelkirsche. Dank des festen und knackigen Fruchtfleischs lässt sie sich gut transportieren. Bei den Sauerkirschen unterscheidet man zwischen Weichseln und Amarellen. Weichseln sind dunkel, haben weiches Fleisch und ihr Saft färbt ab. Amarellen hingegen sind gelb oder bunt.

Süsse Sommerversuchung

Einheimische Kirschen gibt es vor allem im Juni und Juli. Die süsse Frucht gedeiht im ganzen Land, also praktisch vor der Haustür, ohne lange Transportwege. Von weiter weg sind Kirschen von Mitte Mai bis Oktober erhältlich. Kleine Mengen kommen von Mitte November bis Februar aus Chile, Argentinien und Südafrika.

Schnelle Energie dank Fruchtzucker

Die Kirsche enthält viel Fruchtzucker, welcher unseren Körper schnell mit Energie versorgt. Mit rund 60 Kalorien pro 100 Gramm gehört sie eher zu den kalorienreicheren Früchten. Sie enthält eine gute Mischung aller Vitamine und Mineralstoffe. So hilft eine Portion Kirschen vor allem einen Teil des Folsäure-, Vitamin-C- und Kaliumbedarfs zu decken. Einige Studien haben gezeigt, dass die sekundären Pflanzeninhaltsstoffe, welche unter anderem für die rotviolette Farbe der Kirsche verantwortlich sind, entzündungshemmend wirken können.

Der Trick mit dem Kirschstein

Kirschen reifen nicht nach. In einem Plastikbeutel verpackt im Kühlschrank, halten sie ein bis zwei Tage. Da die Kirschen schnell faulen, sollten sie erst ganz kurz vor dem Verzehr gewaschen werden.

Süsskirschen werden vorwiegend frisch verzehrt. Tipp: Um die Früchte zu entsteinen, Kirschen einige Minuten ins Gefrierfach geben. Aus dem fest gewordenen Fruchtfleisch lässt sich der Stein leichter lösen. Sauerkirschen eignen sich bestens für die Küche. Ob als Konfitüre, in Süssspeisen, Joghurts oder in Gebäck schmecken sie hervorragend.


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