Gesund durch den Winter mit Zitrusfrüchten

Im Winter lohnt es sich, Zitrusfrüchte in den Speiseplan einzubauen: Die Vitamin-C-reichen Agrumen sind äusserst gesund und gut für die Abwehrkräfte.

Ob als Orangentee, Zitronencake, Mandarinensorbet oder Limettensauce – Zitrusfrüchte begegnen uns auf vielerlei Weise. Die meisten von ihnen schmecken auch im Urzustand köstlich – als Obst.  Und es kommt noch besser: Sie fördern dabei gleichzeitig die Gesundheit. Denn Zitrusfrüchte – auch in Form von Säften – enthalten viel Vitamin C. Eine Grapefruit oder eine Orange, aber auch drei Clementinen decken bereits den Tagesbedarf an Vitamin C. Männer benötigen davon 110 mg pro Tag, Frauen 95 mg.

Gerade in der nasskalten Jahreszeit braucht unser Körper Vitamin C dringend, weil es das Immunsystem stärkt. Wer über ein gutes körpereigenes Abwehrsystem verfügt, ist besser gewappnet  gegen Erkältungs- und Grippeviren. Vitamin C erhält zudem das Zahnfleisch und die Blutgefässe gesund.

Reich an Vitaminen und Nährstoffen

Agrumen – so heissen die Zitrusfrüchte in der Fachsprache – haben noch weitere Vorteile. Sie liefern viele Nährstoffe und leisten somit einen wichtigen Beitrag zu einer gesunden Ernährung. So enthalten Orangen, Mandarinen & Co. etwa Kalium, das zusammen mit Natrium den Flüssigkeitshaushalt im Körper reguliert, den Blutdruck günstig beeinflusst sowie unerlässlich ist für eine normale Funktion von Herzrhythmus, Muskeln und Nerven. Ebenfalls typische Inhaltsstoffe sind Flavonoide, die zu den sogenannten sekundären Pflanzenstoffen gehören. Diese können vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen und haben einen positiven Einfluss auf das Cholesterin.

Steigern das Wohlbefinden

In allen Zitrusfrüchten finden sich in etwa die gleichen Inhaltsstoffe, weshalb die verschiedenen Sorten mehr oder weniger dieselben positiven Effekte auf das Wohlbefinden haben. Ein Tipp: Beim Schälen der Agrumen ruhig mal etwas nachlässig sein und ein bisschen von der weissen Haut drauflassen. Denn dort stecken besonders viele der gesundheitsfördernden sekundären Pflanzenstoffe drin. Auch wenn Orangen und Mandarinen die unumstrittenen Stars unter den Agrumen sind, verdienen auch die anderen Beachtung.  Sie enthalten nämlich nur wenige Kalorien und eignen sich daher gut für eine ausgewogene und fettreduzierte Ernährung.

Für Übergewichtige geeignet

Die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung empfiehlt den Verzehr von fünf Portionen Früchte oder Gemüse am Tag. Zwei davon sollten durch Früchte abgedeckt werden. Am besten ist Rohkost, aber gekochtes Gemüse und Säfte liegen auch drin. Wichtig ist auch die Vielfalt der Farben bei der Wahl der Früchte und die Herkunft. In den Wintermonaten, in denen Zitrusfrüchte aus europäischer Produktion erhältlich sind, macht es Sinn, einen Teil dieser empfohlenen Menge mit Agrumen zu decken. Wer aus ökologischen Gründen Zitrusfrüchte aus Europa bevorzugt, hat es nicht immer ganz einfach, denn ein grosser Teil davon wächst in Übersee im so genannten Zitrusgürtel zwischen dem 20. und dem 40. Breitengrad nördlich und südlich des Äquators. Trotzdem gibt es auch auf dem alten Kontinent, in den südlichen Ländern, Plantagen. Ganz im Gegensatz zur Schweiz: Bei uns werden keine Agrumen angebaut – abgesehen von Orangen- oder Zitronenbäumen in Privatgärten.

Publiziert am 28.06.2017,

von Lisa Basler


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