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Gesünder leben?

Kürbis – die Nährstoffbombe im Herbst

Werden die Tage kürzer und die Temperaturen kühler, gibt es wohl kaum etwas Besseres als eine warme Kürbissuppe. Der Kürbis überrascht in vielerlei Hinsicht, in der Küche ist er ein wahres Multitalent und überzeugt mit vielen wichtigen Nährstoffen.

Die Heimat aller Kürbisarten, zu denen auch die Zucchetti, die Melone und die Salatgurke zählen, ist Mittel- oder Südamerika. Die dortigen indigenen Stämme haben ihn bereits vor etwa 8000 Jahren in seiner Urform kultiviert. Seit dem 16. Jahrhundert werden Kürbisse auf der ganzen Welt in warmen Gebieten angebaut. Am bekanntesten sind bei uns die gelben Gartenkürbisse mit gelbem Fruchtfleisch. Besonders aromatisch sind der Muskatkürbis, den man an seinen stark ausgeprägten Rippen und dem stark aromatischen Fruchtfleisch erkennt, sowie der orange Knirps, der süsslich und nussartig schmeckt.

Ein Kalorienleichtgewicht mit vielen Vitaminen und Mineralstoffen

Kürbisse bestehen zu rund 90 Prozent aus Wasser und haben darum wenige Kalorien. Sie enthalten sehr viel Beta-Carotin, das der Körper in Vitamin A umwandeln kann. Das Beta-Carotin ist auch verantwortlich für die orange Farbe des Fruchtfleischs. Vitamin A trägt zur Erhaltung normaler Sehkraft bei. Daneben enthalten Kürbisse Vitamin C, D und E und die Mineralstoffe: Kalium, Kalzium und Zink. (lesen Sie unten weiter...)

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Mit der Klopfprobe zum perfekten Kürbis

Die Kürbissaison ist von August bis Februar. Reife Kürbisse erkennt man mit Hilfe der Klopfprobe: Klingt der Kürbis hohl und dumpf, schmeckt er am besten. Je älter ein Kürbis ist, desto faseriger ist sein Fruchtfleisch. Ganze Kürbisse lassen sich in einem kühlen Keller mehrere Wochen lagern. Sind sie einmal angeschnitten, müssen sie mit Folie eingepackt werden und in den Kühlschrank gelegt werden, so bleiben sie etwa eine Woche lang geniessbar. Kürbis lässt sich auch hervorragend einfrieren, dafür muss er entweder als Püree oder in Würfel oder Scheiben knapp weichgedämpft werden. Die Lagerungszeit beträgt sechs Monate. Auch Kürbissuppe lässt sich hervorragend einfrieren und bleibt bis zu drei Monaten gut.

Ein Multitalent in der Küche

In den Rezepten wird der Kürbis meist gerüstet gewogen. Es ist mit gut 30 Prozent Rüstabfall zu rechnen, entfernt werden die Kerne, schwammiges Fruchtfleisch und die Schale (ausser beim Hokkaido- oder Butternut-Kürbis). Achtung: Bittere Exemplare sollten sie nicht essen, sondern entsorgen, da der darin enthaltene Bitterstoff zu Erbrechen und Durchfall führen kann. Auch eignen sich Zierkürbisse nicht zum Verzehr.

Kürbisse sind in der Küche wahre Multitalente, sie lassen sich roh oder gekocht geniessen: als Suppe, Salat, in Eintöpfen und Aufläufen, oder als Konfitüre, Chutney oder sogar als Kuchen. Kürbiskerne sind ebenfalls ein beliebter Snack – aber aufgepasst, im Gegensatz zum Fruchtfleisch liefern sie reichlich Kalorien. Aus den Kernen wird Kürbiskernöl hergestellt, das reich ist an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Die Kürbisblüte ist ebenfalls essbar. Sie gilt als besondere Delikatesse.

publiziert am 13.10.2017


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