Schliessen

Gesünder leben?

Pastinaken – Nährstoffpaket für den Winter

Lange waren Pastinaken in Vergessenheit geraten. Nun gibt es die weisslichen bis zartgelben Wurzeln wieder in den Gemüseregalen. Sie erfreuen sich grosser Beliebtheit.

Schweizer Bauern ernteten 2017 rund 700 Tonnen Pastinaken. Zehn Jahre zuvor wurden gemäss dem Landwirtschaftlichen Informationsdienst nur elf Tonnen des Wurzelgemüses angebaut. Früher war die Pastinake, die bereits die Römer schätzten, ein Grundnahrungsmittel der Schweizer. Im 18. Jahrhundert wurde sie jedoch durch den Import der pflegeleichteren Kartoffel verdrängt.

Womit ist die Pastinake verwandt?

Die Wurzel, die bis zu einem Kilo schwer werden kann, gehört zur Familie der Doldenblütler. Zu dieser gehören auch Rüebli, Sellerie und Petersilie. Die krautige Pflanze kann bis zu einem Meter in die Höhe wachsen. Die Blätter lassen sich als Gewürz verwenden. Die Erntezeit beginnt Anfang Oktober, bis in den Frühling findet man die Pastinake in den Regalen.

Pastinake ist nicht gleich Pastinake. Je kleiner das Exemplar, desto besser sein Geschmack. Pastinaken können je nach Bodenqualität, Feuchtigkeit und Anbaumethode unterschiedlich schmecken: von mild-dezent über süsslich, würzig-nussig bis scharf-bitter.

Pastinake: die Nahrungsfaserlieferantin

In der Pastinake stecken im Vergleich zu anderen Wurzelgemüsen viele verschiedene Nährstoffe. Sie enthält sehr viel Vitamin E, Niacin, Pantothensäure, Folsäure, Calcium, Kalium und Zink. Daneben enthält sie auch noch viele Nahrungsfasern, diese können zu einer längeren Sättigung beitragen.

 

Nährstoff

Pro 100 g Pro Portion (= 120 g)

Prozentuale Abdeckung des Tagesbedarfs mit einer Portion

Energie

22 kcal 26 kcal  

Kohlenhydrate

2,9 g 3,5 g  

Protein

1,3 g 1,6 g  

Fett

0,4 g 0,5 g  

Nahrungsfasern

4,3 g 5,2 g 17 %

Vitamin C

18 mg 22 mg

23 % für Frauen
20 % für Männer

Vitamin E

0,9 mg 1,1 mg

9 % für Frauen
8 % für Männer

Folat

57 µg 69 µg

23 %

Niacin

0,9 mg 1,1 mg

9 % für Frauen
7 % für Männer

Pantothensäure

0,5 mg 0,6 mg

10 %

Kalium

469 mg     562 mg

14 %

Calcium

51 mg 61 mg

6 %

Phosphor

73 mg 

88 mg

13 %

Magnesium

22 mg 26 mg

9 % für Frauen
7 % für Männer

Zink 0,9 mg 1,1 mg

16 % für Frauen
11 % für Männer


(Lesen Sie unten weiter…)

Weitere Anregungen zu Wurzelgemüse

Was kann die Pastinake?

Genusserlebnis Pastinake

Die Pastinake hat einen süssen, leicht erdigen Geschmack mit kräftigen Akzenten von Muskat und Petersilie. Geröstet oder püriert mit reichlich Fett und Salz bekommt sie eine wunderbare süsse Würzigkeit., die sich beliebig kombinieren lässt.

  • Anis
  • Muskat
  • Brunnenkresse
  • Banane
  • Baumnuss
  • Kartoffeln
  • Hartkäse
  • Rind
  • Speck
  • Fisch

Der Pastinake werden Heilkräfte nachgesagt. Sie soll die Verdauung fördern und die Nierentätigkeit anregen. Wissenschaftliche Studien, die das belegen, gibt es aber keine. Eine zentrale Rolle soll dabei ein Inhaltsstoff namens Apiol spielen. Es handelt sich hierbei um einen Bestandteil ätherischer Öle.

Wie lange bleiben Pastinaken frisch?

Bei kalten Temperaturen um die 2 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit (etwa in feuchtem Sand) hält sich die Pastinake monatelang. Im Kühlschrank bleibt sie im Gemüsefach bis zu zehn Tage lang frisch. Ihr Aroma verbessert sich noch einmal, wenn sie den ersten Frost zu spüren bekommen hat.

Die Pastinake lässt sich roh und gekocht verspeisen. Zusammen mit Kartoffeln kann die Pastinake als Püree punkten, gedünstet ist sie eine schmackhafte Beilage zu Rind, Wild und Lamm. In Salaten macht sie sich roh geraffelt ebenfalls sehr gut.

von Claudia Vogt,

publiziert am 30.11.2018


Das könnte Sie interessieren: