Schliessen

Gesünder leben?

Das alles kann das Rüebli

Das Rüebli ist nicht nur des Hasen liebstes Gemüse, auch bei Herr und Frau Schweizer steht es auf Platz eins.

Das Rüebli hat viele Namen: Karotte, Möhre, Mohrrübe oder Gelbrübe. Die genaue Herkunft des Rüeblis ist nicht bekannt. Es wird vermutet, dass die Wildform ursprünglich aus Asien und Südeuropa stammt. Bereits in der Antike wurde die Karotte kultiviert und als Heilpflanze verwendet. Erst im Mittelalter wurde sie als Gemüse genutzt. Heute ist das Rüebli das beliebteste Gemüse der Welt.

365 Tage aus der Schweiz

Es gibt viele verschiedene Sorten. So bereichern neben der orangen Sorte, gelbe, weisse, dunkelrote oder schwarzviolette Sorten das Angebot. Auch in der Form unterscheiden sich die Möhren stark, so gibt es von ganz kleinen runden bis zu vier Kilogramm schwere Sorten, die vor allem für Viehfutter verwendet werden. Rüebli sind das ganze Jahr über aus Schweizer Produktion erhältlich; wenn keine geerntet werden können, stammen sie aus Lagerbeständen.

Gut für die Augen?

Je intensiver die Farbe des Rüeblis, desto höher ist der Anteil an Carotinoiden. Zu ihnen gehört auch Beta-Carotin, das in Möhren reichlich vorkommt. Der Körper kann Beta-Carotin in Vitamin A umwandeln, das Vitamin trägt zur Erhaltung normaler Sehkraft bei. So betrachtet stimmt es also, dass Karotten «gut für die Augen» sind. Sie enthalten ausserdem Vitamin K und B6. Im Vergleich zu anderem Gemüse ist der Kohlenhydratanteil mit sechs Prozent relativ hoch. Auch der Zuckeranteil, der massgeblich für den süssen Geschmack verantwortlich ist, ist höher als in anderen Gemüsesorten. (Lesen Sie unten weiter...)

Mehr zum Thema

Die Gute lässt sich brechen

Frische Karotten erkennen Sie beim Kauf daran, dass sie sich nicht biegen lassen, sondern gleich brechen. Eine einheitliche Farbe zeugt für gute Qualität. Rüebli lassen sich sehr gut lagern. Das machen Sie am besten, indem Sie das Laub abschneiden und die Möhren in einem Plastiksack lagern. So halten sie sich im Kühlschrank bis zu vier Wochen frisch.

Der Küchenliebling

Die meisten Inhaltsstoffe finden sich bei der Karotte unter der Rinde, weswegen man Jungkarotten für den Rohverzehr lieber gründlich waschen oder bürsten sollte, anstatt sie zu schälen. Rüebli sind vielseitig verwendbar: Als Rohkost sind sie ein feiner Snack, im Salat ist die Kombination mit Nüssen, Sauerkraut und Äpfeln besonders beliebt. Mit wenig Wasser gekocht oder am besten gedünstet bietet die Möhre eine beliebte Gemüsebeilage, in vielen Eintöpfen und Suppen ist sie unverzichtbar. Brot und Kuchen werden durch die gelben Rüben besonders saftig.

karotte.jpg
karotte.jpg

Orange Rüebli

Das Rüebli, das bei uns am häufigsten gegessen wird. Dank ihrem zuckrigen Aroma eignet es ich auch sehr gut für Desserts wie die Aargauer Rüeblitorte. Je intensiver die Farbe, desto mehr Betacarotin bzw. Provitamin A steckt drin. Das orange Rüebli wird auch als Bund mit Grünzeug angeboten.  

pflaezerkarotte.jpg
pflaezerkarotte.jpg

Gelbe Rüebli oder Pfälzerkarotte

Das Ur-Rüebli. Bis ins 19. Jahrhundert waren die gelben Karotten die am weit verbreitetsten. Sie schmecken etwas weniger süss, dafür aber etwas kräftiger als die orangen. Vor allem im Herbst und Winter sind sie in den Gemüseabteilungen zu finden. 

dunklemischung.jpg
dunklemischung.jpg

Violette Karotten

Die violette Karotte ist eine Kreuzung aus orangenen und schwarzen Karotten. Sie ist aussen violett und innen orange. Diese Sorte gibt es erst seit den 90er Jahren. Beim Kochen verlieren die süsslich-aromatischen Rüebli etwas von ihrer Farbe. 

kuettigerruebli.jpg
kuettigerruebli.jpg

Küttiger Rüebli

Sie stammt aus dem Aargau, genauer gesagt aus dem Dorf Küttigen bei Aarau. Lange waren sie vergessen, seit Ende der 70er Jahre sorgt der Küttiger Landfrauenvererein für ihre Vermehrung.

publiziert am 19.03.2018


Das könnte Sie interessieren: