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Gesünder leben?

Schwarzwurzel – der Spargel des Winters

Ihr leckeres und gesundes Geheimnis verbirgt die Schwarzwurzel tief unter der Erde. Die samtig-schwarze Wurzel ist voller Nahrungsfasern, Vitamin E und B-Vitaminen.

In Südeuropa, der Heimat der Schwarzwurzel, galt die wildwachsende Art lange Zeit als Heilmittel gegen Pest und Schlangenbisse. Als Gemüse wurde sie erst ab etwa 1700 angebaut, verbreitete sich dann aber schnell in ganz Europa.

Die zu den Korbblütern gehörende Pflanze wird 60 bis 120 cm hoch. Doch interessant ist, was sich unter der Erde befindet: Die 30 bis 50 cm langen Wurzeln haben eine samtig schwarze Schale und enthalten «Milchröhren». Werden diese verletzt, tritt milchiger Saft aus, der sich an der Luft rasch braun verfärbt. Das weiss-fleischige Innere ist essbar und schmeckt vorzüglich.

Rare Ware aus der Schweiz

Auf rund 6 Hektaren (knapp 9 Fussballfelder) wird das Wintergemüse in der Schweiz angebaut. Hauptanbaugebiete sind Holland, Belgien und Frankreich. Von August bis Mai erhalten Sie frische Schwarzwurzeln.

Toplieferant für Nahrungsfasern

Im Vergleich mit anderen Gemüsen enthält die Schwarzwurzel viel Vitamin E, das als Antioxidans wirkt und unsere Zellen vor schädlichen Umwelteinflüssen schützen soll. Bereits 300 Gramm des Gemüses decken den Vitamin-E-Tagesbedarf einer erwachsenen Frau. Auch B-Vitamine und die Mineralstoffe Kalium, Magnesium, Kalzium und Eisen sind an Bord. Doch an die Spitzenposition wird die Schwarzwurzel aufgrund ihres Nahrungsfasergehalts katapultiert. Mit 18 Gramm pro 100 Gramm enthält sie sogar mehr Ballaststoffe als Haferkleie. Die Ballaststoffe sind besonders wichtig für eine gute Verdauung.

Vorsicht Drecksarbeit

Bei der Zubereitung der Schwarzwurzel darf das Wort Drecksarbeit verwendet werden. Denn wer die Wurzel ohne Gummihandschuhe schält, hat danach mit Sicherheit braune Hände vom milchigen Saft der ausläuft. Da die weisse Wurzel an der Luft sehr schnell dunkel wird, sollte sie direkt nach dem Schälen in Zitronenwasser oder Essig-Mehl-Wasser gelegt werden.

Die Schwarzwurzel lässt sich vielseitig zubereiten: in Butter gedämpft oder weichgekocht, gratiniert oder im Ausbackteig gelten die Schwarzwurzeln als eines der feinsten Wurzelgemüse. Auch als roher Salat, kombiniert mit Äpfeln und Rüebli, sind Schwarzwurzeln sehr schmackhaft.

Achten Sie beim Einkauf auf feste, unverletzte Wurzeln. So überstehen sie ein paar Tage im Gemüsefach des Kühlschranks problemlos.

Publiziert am 10.11.2017


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