Schliessen

Gesünder leben?

Spinat – Popeyes Liebling

Der berühmte Seemann verdrückt das grüne Gemüse büchsenweise und seine Muskeln beeindruckten nicht nur seine Olivia. Macht Spinat wirklich so stark?

Er wird geliebt oder gehasst: der Spinat. Dank der verschiedenen Sorten ist er in der Schweiz das ganze Jahr über frisch erhältlich. Die Heimat des grünen Gemüses ist wahrscheinlich Südwestasien. Über Persien kam eine frühe Form des Spinats nach Spanien, wo sich der Name «espinaca» etablierte. Von diesem Wort leitet sich unser Wort für das Gemüse ab.

Der Griff zum Frostigen lohnt sich

Es gibt etwa 50 Sorten dieses einjährigen Blattgemüses. Es gibt Winterspinat, der kräftigere und langstielige Blätter hat. Er eignet sich insbesondere zum Gekochtessen. Die Blätter des Frühlings- und Sommerspinats sind zart und schmecken auch hervorragend als Salat. Der grösste Teil des angebauten Spinats wird industriell verarbeitet, zum Beispiel tiefgefroren.

Im Fall des Spinats lohnt sich der Griff zur gefrorenen Variante sogar. Denn die Blätter werden innert weniger Stunden nach der Ernte verarbeitet und gefroren. So bleiben viele der wertvollen Nährstoffe erhalten. Tiefgefrorener Spinat enthält unter Umständen sogar mehr Vitamine und Mineralstoffe als schlecht gelagerter frischer Spinat.

Kraftpaket Spinat?

Spinat zählt zu den kaliumreichsten Gemüsen überhaupt. Der Mineralstoff Kalium trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems und der Muskeln sowie zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutdrucks bei.

Neben Kalium ist in Spinat auch Eisen enthalten – zwar nicht so viel wie gedacht, eine Portion von 120 Gramm deckt aber immerhin gut ein Fünftel des Tagesbedarfs ab. Der ursprüngliche Wert musste um gut das Zehnfache reduziert werden. Es wird vermutet, dass sich Ende des 19. Jahrhunderts, als die Berechnungen gemacht wurden, ein Kommafehler eingeschlichen hat. Oder die Werte des getrockneten Spinats verwendet wurden anstelle die des Frischen.

Auch bei den Vitaminen hat der Spinat etwas zu bieten. Bereits 160 Gramm des grünen Gemüses decken den Folat-Tagesbedarf. Das B¬Vitamin trägt unter anderem zu einer normalen Blutbildung und einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Es hat eine Funktion bei der Zellteilung. Daneben enthält Spinat auch Vitamin C und Vitamin B2. (Lesen Sie unten weiter...)

Bringen Sie frisches Grün auf den Teller

Spinat lässt sich aufwärmen

Genusserlebnis

Spinat hat einen unverwechselbaren Eigengeschmack, der zwischen salzig und bitter liegt. Je älter die Blätter, desto intensiver ist der bittere Geschmack. Die enthaltene Oxalsäure hinterlässt ein Gefühl von «zusammenziehen» am Gaumen, ähnlich wie es sehr trockene Rotweine machen. Milch oder Rahm schwächen diese Nuance ab.

  • Muskat
  • Speck
  • Ingwer
  • Majoran
  • Feta
  • Anis
  • Austern
  • Salz

Wer frischen Spinat nicht sofort zubereitet, sollte ihn nicht länger als zwei Tage im Kühlschrank aufbewahren. Achten Sie beim Kauf auf knackige, frisch aussehende Blätter und Stiele. Bei der Zubereitung werden dicke Stängel und Wurzeln entfernt, erst kurz vor der Verwendung wird der Spinat gewaschen. In der Küche ist er vielseitig einsetzbar, er schmeckt hervorragend als Gemüsebeilage, Salat, in Eintöpfen, Quiches oder als Füllung für Ravioli.

Die alte Küchenweisheit, Spinat nicht aufzuwärmen, kann aus heutiger Sicht entkräftet werden. Der Grund für die Empfehlung war das Nitrat. Der Nitratgehalt ist abhängig von der Düngung, Lagerung und vom Transport. An sich ist Nitrat ungefährlich. Es wird aber unter bestimmten Bedingungen (langes Warmhalten, lange Lagerung) in Nitrit umgewandelt. Nitrit kann insbesondere bei Säuglingen den Sauerstofftransport im Blut beeinträchtigen.

Sie können einer hohen Nitrataufnahme vorbeugen, indem Sie Spinat möglichst frisch geniessen. Lagern Sie ihn nicht zu lange im Kühlschrank. Vermeiden Sie es, den Spinat lange warm zu halten. Blanchieren reduziert den Nitratgehalt ebenfalls. Spinatreste sollten schnell abgekühlt werden und am nächsten Tag nur kurz erwärmt werden.

Nährwerttabelle

 

Nährwert

Pro 100 g (roh)

Pro Portion, 120g

Prozentuale Abdeckung des Tagesbedarfs mit einer Portion

Energie

23 kcal 28 kcal  

Protein

2,7 g 3,2 g  

Kohlenhydrate

0,8 g 1 g  

Nahrungsfasern

2,6 g 3,1 g 10%

Fett

0,4 g 0,5 g  

Vitamin A

401 µg 481 µg

48% für Männer
60% für Frauen

Betacarotin

4810 µg

5772 µg

Noch keine Referenzwerte

Vitamin B1 (Thiamin)

0,1 mg 0,12 mg

10% für Männer
12% für Frauen

Vitamin B2 (Riboflavin)

0,22 mg 0,26 mg

19% für Männer
24% für Frauen

Vitamin B6 (Pyridoxin)

0,2 mg 0,24 mg

16% für Männer
20% für Frauen

Niacin 0,7 mg 0,84 mg

6% für Männer
7% für Frauen

Folat

190 µg 228 µg

76%

Pantothensäure

0,2 mg 0,24 mg

4%

Vitamin C

40 mg 48 mg

44% für Männer
51% für Frauen

Vitamin E 1,8 mg 2,16 mg

15 % für Männer
18 % für Frauen

Kalium

530 mg     636 mg

16%

Calcium

100 mg 120 mg

12%

Magnesium

58 mg 

70 mg

20% für Männer
23% für Frauen

Phosphor

52 mg 62 mg

9%

Eisen 2,7 mg 3,24 mg

32% für Männer
22% für Frauen

Zink 0,6 mg 0,72 mg

7% für Männer
10% für Frauen


Quelle: Schweizer Nährwertdatenbank

von Claudia Vogt,

publiziert am 14.03.2019


Das könnte Sie interessieren:

iMpuls Newsletter abonnieren und 3x50.– gewinnen

Jetzt anmelden
geschenkkarte-gelb.jpg