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Gesünder leben?

Zuckerhut – der vitaminreiche Verdauungshelfer

Sie möchten auch im Winter frischen Salat aus dem Garten essen? Dann sollten Sie es mit Zuckerhut probieren. Im bitteren Wintergemüse stecken nämlich viele Vitamine.

Der Zuckerhut hat nicht nur Freunde. Dafür sorgt sein eigenwilliges, herb-bitteres und nussiges Aroma. Trotzdem gibt es keinen Grund, das rassige Wintergemüse zu verschmähen, denn er sorgt im Winter für Frische auf dem Teller und ist sehr gesund. Zuckerhut enthält nämlich viele Mineralstoffe wie Kalium, Phosphor und Kalzium, das krebsvorbeugende Provitamin A sowie die Vitamine B1, B2 und C. Zudem steckt das für Zuckerkranke wichtige Insulin in ihm.

Der Zuckerhut gehört zur Gattung der Zichoriengewächse, er ist ein naher Verwandter des Chicorée, des Cicorino Rosso, des Cicorino Verde und der Endivie. Seinen Namen verdankt er seiner kegelförmigen Kopfform, die an einen Zuckerhut erinnert. 

Regt Leber und Galle an

Dank den leichten Bitterstoffen unterstützt Zuckerhut die Tätigkeit von Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse. Wie alle Salate aus dieser Familie tut er dem gesamten Harntrakt gut. Die enthaltenen Ballaststoffe wirken sich zudem positiv auf die Verdauung aus.

Ursprünglich kommt der Zuckerhut aus dem Süden (Italien, Tessin, Südfrankreich), heute wird er aber in der ganzen Schweiz angebaut. Trotzdem kennen ihn viele Konsumenten nicht. Der Pro-Kopf-Konsum liegt bei gerade mal einem Kilo pro Jahr. Ein Grund dafür ist sein bitterer Geschmack. Der lässt sich leicht beseitigen, wenn man den Salat in lauwarmem Wasser wäscht. Aber Achtung: Nicht zu lange im Wasser lassen, sonst spült man die Vitamine gleich mit raus. 

So isst man ihn

Erhältlich ist Zuckerhut von August bis März. Er ist ein typisches Lagergemüse. Im kühlfeuchten Keller bleibt er locker zwei Monate lang frisch, im Kühlschrank sicher zwei Wochen.

Publiziert am 29.09.2017,

von Rüdi Steiner


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