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Gesünder leben?

Kaffee ist viel besser als sein Ruf

Die meisten Menschen können sich ein Leben ohne Kaffee kaum vorstellen. Doch noch immer trinken ihn manche mit einem schlechten Gewissen. Zu Unrecht.

Viele Menschen brauchen Kaffee als täglichen Muntermacher und können nicht auf ihn verzichten. Der Hauptgrund: Koffein macht nicht nur wach, sondern erhöht auch den Serotoninspiegel und wirkt dadurch stimmungsaufhellend. Kaffee als Droge zu bezeichnen, wäre aber vermessen. Bisher fanden Forscher keine Hinweise für eine Suchtauslösung in den entsprechenden Hirnarealen.

Viele Vorurteile

Und doch trinken viele Menschen das braune Getränk mit einem schlechten Gewissen. Sie befürchten, damit ihrer Gesundheit zu schaden. Dem Kaffee wird unter anderem vorgeworfen, schlecht für den Magen zu sein, dem Körper Wasser zu entziehen, den Blutdruck zu steigern und uns nervös zu machen. Stimmt das?

Kaffee schlägt nicht auf den Magen

Der Effekt auf die Gesundheit hängt wohl in erster Linie von der konsumierten Menge ab. Neuste Studienresultate überraschen mit der Erkenntnis, dass Kaffee, moderat genossen, keine Herz- oder Magenbeschwerden verursacht.

Tatsächlich steigt der Blutdruck nach dem Konsum von Kaffee an, aber nur kurzfristig. Auch die Angst vor dem «austrocknenden» Effekt von Kaffee im Körper ist unbegründet: Wer Kaffee trinkt, führt dem Körper Flüssigkeit zu.

Positive Auswirkungen

Koffein hat sogar positive Auswirkungen, etwa auf die Muskulatur der Lungenbronchien. Hier führt es, ähnlich wie ein Asthma-Medikament, zu einer Entspannung und Erweiterung des Lungengewebes.

Erstaunliche Erkenntnisse zum Kaffeekonsum
  • Muskelentspannend: Koffein sorgt für eine Entspannung und Erweiterung des Lungengewebes.
  • Hilft Fett verbrennen: Durch seine anregende Wirkung auf die Galle kurbelt Koffein die Fettverdauung an.
  • Bioaktive Substanzen unterstützen das Immunsystem, und Vitamine der B-Gruppe sind wichtig für die Nerven.

Kaffee fördert zudem die Ausschüttung von Gallenhormonen und regt damit die Fettverdauung an. Nebenbei liefert der braune Muntermacher viele verschiedene bioaktive Substanzen – und für die Nerven wichtige Vitamine der B-Gruppe.

Eine Frage der Dosis

Bleibt die Gretchenfrage: Welche Menge sollte nicht überschritten werden? Forscher gehen von vier bis fünf Tassen pro Tag aus. Die dabei aufgenommene Koffeinmenge liegt bei rund 300 Milligramm.

Ab einer Koffeindosis von 1 Gramm können Vergiftungserscheinungen wie Schlaflosigkeit, Unruhe, Hör- und Sehstörungen, Herzrasen und Herzrhythmusstörungen auftreten. Tödlich ist Koffein für einen Erwachsenen bei einer Menge von rund zehn Gramm, wozu man aber Hunderte von Espressi trinken müsste. 


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